Walldorf dominiert Derby

ZWEIKAMPF: SKV Mörfelden musste im Kreispokal gegen den ligahöheren Favoriten Rot-Weiß Walldorf ran. In dieser Szene setzt sich Marc Eichfelder (rechts) energisch gegen Mörfeldens Julian Oliva durch. (Foto: Schüler)

SKV Mörfelden/Rot-Weiß Walldorf – Fußball (msh). Mit einem 8:0-Sieg über die gastgebende SKV Mörfelden feierte der neue Verbandsligist Rot-Weiß Walldorf eine erfolgreiche Saisonpremiere. Im ersten Pflichtspiel im Krombacher Kreispokal dominierte der höherklassige Gegner den derzeitigen A-Ligisten aus Mörfelden nach Belieben.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verfolgte Rot-Weiß-Präsident Manfred Knacker das erste Pflichtspiel der Saison 2018/19. Zum einen freute er sich über den Erfolg seiner Mannschaft, zum anderen bedauerte er, dass die Zuschauer im Waldstadion keine spannendere Partie zu sehen bekamen. „Das ist leider das einseitigste Derby, das ich zwischen unseren Mannschaften je erlebt habe“, bedauerte er. Dass die SKV Mörfelden nach dem Rückzug im vergangenen Jahr wieder zwei Mannschaften stellen könne, lobte Knacker, der darauf hofft, dass bei den Nachbarn wieder bessere Zeiten anbrechen. Das neue SKV-Team wird von Jose Avellaneda trainiert und tritt in der Kreisliga A Groß-Gerau an, die zweite Mannschaft geht in der Kreisliga C an den Start.
Im Kreispokal wurden erwartungsgemäß die Walldorfer ihrer Favoritenstellung gerecht, doch waren es die Mörfelder, die nach fünf Minuten fast die Chance bekommen hätten, den Führungstreffer von Walldorfs Kapitän Christian Matheisen auszugleichen. Verdächtig nach Handspiel sah es aus, doch der großzügig pfeifende Schiedsrichter Bastian Schäfer aus Leeheim übersah dies zum Leidwesen der Gastgeber.
Auch wenn sich das Geschehen hauptsächlich in der Hälfte des A-Ligisten abspielte und die Gastgeber nur zu einzelnen Entlastungsangriffen kamen, dauerte es bis zur 25. Minute, ehe der Ball zum zweiten Mal hinter dem sehr gut agierenden und engagierten Mörfelder Schlussmann Mirco Dickhaut im Netz landete. Wieder war Matheisen der Torschütze, der vier Minuten später mit einem weiteren strammen Schuss den lupenreinen Hattrick perfekt machte.
Dass nun Walldorf mehr Räume hatte und sich Torchancen herausspielen konnte, wurde auch von einem Zusammenprall zweier Mörfelder begünstigt. Da einer der Akteure verletzungsbedingt ausscheiden musste, wurde die Taktik von Trainer Jose Avellanda Garcia angepasst, was seiner aufopferungsvoll verteidigenden Mannschaft etwas den Rhythmus kostete.
Dass Walldorf den Gegner derart dominierte, war von den meisten Zuschauern nicht erwartet worden, immerhin trat die Elf von Trainer Max Martin aufgrund der eigenen Saisoneröffnung mit Kunstraseneinweihung und Turnier nur in der Mindestbesetzung von 14 Spielern an. Darunter mit Fabian Walter und Nils Herdt zwei Neuzugänge sowie dem aus Australien zurückgekehrten Demir Abdul Samet zunächst auf der Bank. Der erst 20-jährige Neuzugang Nils Herdt, der aus der Jugend von Eintracht Frankfurt stammt und in der vergangenen Saison in der Bayernliga für Viktoria Aschaffenburg stammte, war in der Folgezeit ein ständiger Unruheherd im Mörfelder Strafraum. Mit einem strammen Schuss markierte er das 0:4 und per Elfmeter nach Foul an Nico Struwe das 0:5. Dies war gleichzeitig der Pausenstand. 
Nach dem Seitenwechsel waren die Mörfelder sichtlich auf Schadensbegrenzung bedacht und kamen kaum mehr aus der eigenen Hälfte heraus. Glück hatten die Gastgeber, dass Schiedsrichter Bastian Schäfer einen großzügigen Tag hatte und mehrere elfmeterwürdige Fouls im Strafraum nicht ahndete. Dennoch dauerte es bis zu 73. Minute, ehe Eren Durban das 0:6 markieren konnte. Christ Matheisen und Nico Struwe sorgten anschließend für den 0:8-Endstand.
„Wir haben 8:0 gewonnen, wir können zufrieden sein. Wenn es etwas gibt, das wir bemängeln müssen, dann ist es unsere Chancenausbeute. Wir hatten sehr viele gute Chancen, aus denen wir mehr hätten machen können“, so Walldorfs Trainer Max Martin abschließend.

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