„Walldorfer Scherzbuben“ Patrick Fiederer und Horst Schäfer sahnen bei TV-Quiz ab

Über die Svinesundbrücke zu 10 000 Euro

Die Walldorfer Scherzbuben Patrick Fiederer (links) aus und Horst Schäfer hatten viel Spaß bei ihrem TV-Auftritt bei „Das Quiz mit Jörg Pilawa“. Foto: NDR

Mörfelden-Walldorf – Das beliebte Doppelstädter Karnevalsduo „Walldorfer Scherzbuben“, Patrick Fiederer und Horst Schäfer, hatte am Dienstag ihren großen Auftritt in der ARD Vorabend-Show „Das Quiz mit Jörg Pilawa“. Dabei schlugen sich die beiden tapfer, schafften es bis zur achten Gewinnstufe und haben so insgesamt 10 000 Euro gewonnen.

Für den in Riedstadt wohnenden Patrick Fiederer war der Ausflug zur Aufzeichnung ins Studio nach Hamburg, die Mitte Januar stattfand, keine Premiere. Denn er ist echter TV-Quizexperte. „2012 hatte ich schon mal das Hessenquiz im Hessischen Rundfunk gewonnen“, erzählt er.
Als Einstiegsfrage wollte Pilawa wissen: Welcher Komponist wurde am 27. Januar 1756 in Salzburg geboren? Natürlich wusste Fiederer wie selbstverständlich, dass das nur Wolfgang Amadeus Mozart sein konnte. Als Lohn für erste Lösung bekommen die beiden ihren Wunsch, zwei bessere Hüte für ihre Auftritte, erfüllt. Auch die 100-Euro-Hürde nahmen sie mit Bravour. Sie wussten, dass die Hülsenfrucht Puffbohne in Deutschland bereits ab Februar ausgesät wird. Souverän konnten sie auch die Frage nach dem „Strippenzieher“ beantworten. „Da mache mer net lang rum. Des is de Elektriker“, sagte Schäfer in feinstem Dialekt.
Bei der 1000-Euro-Gewinnstufe kam das Spaßmusiker-Duo dann das erste Mal mächtig ins Schwitzen. Und das ausgerechnet bei einer Musikfrage. Denn Quizmaster Pilawa fragte nach dem Hit, mit dem Tina Turner nach über 30 Jahren wieder in den Charts landete. Fiederer war sich zu 50 Prozent sicher, dass dies mit „Simply the best“ das bekannteste Lied der Rock- und Poplegende gewesen sein müsse. Doch obwohl sein Quizpartner Schäfer ebenfalls unsicher war, legte dieser ein Veto ein und entschied sich für „What’s Love Got To Do With it“. Aber das Zocken lohnte sich: Die Antwort war richtig und die 1000-Euro-Stufe geschafft.
Doch schon bei der nächsten Frage, als es um 2000 Euro ging, konnte sich Fiederer bei Schäfers Hilfe revanchieren. Zur Frage „Aus welchem Bundesland stammen zwei der drei deutschen Formel-1-Weltmeister?“ kam Schäfer schnell auf Sebastian Vettel (Hessen) und Michael Schumacher (NRW). Doch der dritte Champion wollte dem Walldorfer partout nicht einfallen. Er tippte daher auf gut Glück auf NRW als bevölkerungsreichstes Bundesland. Doch Fiederer rettete die Situation, indem er sich korrekt an Nico Rosberg aus Wiesbaden erinnerte, ein Veto einlegte und die Antwort Hessen nannte.
Bei der 3000-Euro-Stufe zeigten die beiden dann aber wieder vereinte Quiz-Championqualitäten und wussten, dass Ex-Tagesschausprecher Jan Hofer sich nach seiner letzten Sendung live die Krawatte abgenommen hatte.
Die nächste war dann die wichtigste Hürde für die zwei. Denn 5000 hatten sie als Sicherheitsstufe angegeben. Doch durch Ausschlussverfahren wussten sie beide, dass Roberto Rastapopoulos der Erzschurke aus den „Tim und Struppi“-Comics sein muss. Denn: Bei mit Bösewichten aus den Alternativantworten „Asterix und Obelix“, „Die Schlümpfe“ und „Lucky Luke“ kannten sie sich aus.
Dann wollte Pilawa wissen, was die zwei ganz praktisch musikalisch drauf haben und bat um ein Ständchen. Die „Walldorfer Scherzbuben“ sangen daraufhin zur Melodie von „Is This The Way To Amarillo“ eine Ulkversion auf den laut Pilawa bei vielen Hamburgern unbeliebten Stadtteil „Pinneberg“.
Mit dem sicheren Gefühl, dass es nicht mehr weniger als 5000 Euro werden kann, wurde die 7500er-Frage in Windeseile gelöst. Fiederer wusste als Dozent für Kommunalrecht und Rhetorik sofort, dass 1999 aufgrund der Bologna-Reform in Deutschland der Bachelor-Studiengang eingeführt worden ist.
Bei der 10 000-Euro-Frage ging es darum, welche Früchte an Lianen wachsen. Mangos, Avocados, Kiwis oder Papayas? Kurz gesagt: Die beiden hatten keine Ahnung und tauschten klug die Frage. Die richtige Antwort wäre übrigens Kiwis gewesen.
Auch bei der neuen Frage wussten beide nicht wirklich, welche Länder die neue Svinesundbrücke seit 2005 verbindet. Schäfer tippte auf Norwegen und Schweden und Fiederer bestätigte. Glück gehabt. Denn das war richtig. Mit dem Gefühl, dass die beiden ihr Glück wohl für diesen Tag aufgebraucht hatten, stieg das Duo aus dem Spiel aus. 
Die jeweils 5000 Euro wollen die beiden sehr unterschiedlich einsetzen. Während Schäfer sein Bad renovieren will, soll bei Fiederer endlich eine Reise über den Großen Teich verwirklicht werden. „Ich habe ganz viele Cousins in den USA, aber war selbst noch nie da. Und ich hatte meiner Familie bereits im vergangenen Jahr versprochen, dass wir mal nach Amerika fliegen. Das hat aufgrund Corona ja leider nicht geklappt. Aber wir hoffen mal in diesem Jahr auf bessere Zeiten.“
Die beiden seien im Fernsehstudio super aufgenommen worden. Allerdings ist den TV-Machern doch der größtmögliche Fauxpas im Zusammenhang mit Doppelstädtern passiert. Schäfer: „Ich habe extra darauf hingewiesen, dass sie bei mir Walldorf als Ort schreiben müssen. Aber dann stand doch Mörfelden unter meinem Namen“, sagt Schäfer lachend. „Trotzdem war es natürlich eine richtig tolle Erfahrung“, so Schäfer abschließend. Von Oliver Haas

 

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