„Der Typ ist irgendwie einmalig“

Mit seinen Liedern aus dem Bauch begeistert Stefan Stoppok das Publikum im Bürgerhaus

GENESEN UND GUT GELAUNT präsentierte sich Stefan Stoppok und Tess Wiley bei ihrem Nachholkonzert im Bürgerhaus. (Fotos: Postl)

Mörfelden-Walldorf (pos). Diesmal hatte Ralf Baitinger gleich richtig vorgesorgt und rund 300 Stühle im Bürgerhaus Mörfelden für das Stoppok-Konzert aufstellen lassen. Die waren dann auch nahezu alle besetzt.

 „Der Typ ist irgendwie einmalig, sowohl von seiner Musik, die er macht als auch von seinen Artikulierungen her“, beschreibt der Programm-Chef des Sport- und Kulturamtes der Doppelstadt den Künstler Stefan Stoppok, der bereits das dritte Mal zu Gast in der Doppelstadt war. Der in Essen geborene Liedermacher hat sich viele Fans erarbeitet, wie er selbst bestätigte, und für viele Bühnenkünstler ist er auch ein Vorbild. „Wenn ich mich hier so umsehe, dann erkenne ich da so viele, die selbst Musik machen“, bestätigt denn auch Baitinger und zeigte auf „Mob“ Böttcher von den Rodgau Monotones mitten im Publikum.

Mit viel Applaus bedachtes Solo

Für „Walli“, wie André Wallröther nur genannt wird, war es eine Ehre, als Vorband für Stefan Stoppok auftreten zu dürfen. Mit seinen etwas rockigen Blues-Songs passte er recht gut in das Genre des Abends. Auch mit seinen Bemerkungen konnte „Walli“ immer wieder das Publikum erheitern. „Diese Gitarre hab´ ich auf dem Flohmarkt erstanden und sie lag viele Jahre im Schrank. Jetzt habe ich sie, extra für euch, herausgeholt“, sagte der Künstler und legte ein mit viel Applaus bedachtes Solo hin. 
Eigentlich sollte Stoppok ja bereits vor drei Wochen sein Gastspiel im Bürgerhaus Mörfelden geben, doch er musste wegen fehlender Stimme absagen. Nun war er da, mit Stimme, bester Laune und mit Tess Wiley, seiner ebenfalls stets humorvoll und unkompliziert agierenden musikalischen Begleiterin. „Wie geht es euch? Schön, dass ihr alle da seid und keiner krank ist“, scherzte schon Stoppok mit einer gewissen Selbstironie. Dann ging es los und gleich war jene Unkompliziertheit und Spontaneität gefragt, mit der Stoppok und Wiley alle Unwägbarkeiten gekonnt meisterten. Als Tess während des ersten Liedes eine bestimmte Taste auf ihrem E-Piano drückte, ertönte ein fürchterliches Geräusch. „Was ist das denn? Das geht ja gar nicht. Sollen wir jetzt die große Wurlitzer holen, oder spielst du mit deiner Blockflöte weiter“, sagte Stoppok zur Erheiterung des Publikums. Aus dem Background kam dann der Tontechniker Walter auf die Bühne und versuchte das Problem zu lösen. „Ach, kleb’ da einfach was drüber, damit die mit ihren Fingern nicht mehr dran kommt – gut ist´s“, sagte Stoppok.

Musikalische Liebeserklärungen

Mit seinen Liedern „aus dem Bauch“, wie Stefan Stoppok die Entstehung vieler seiner Texte beschreibt, spielte sich das Duo schnell in die Herzen der begeisterten Gäste. Mit Titeln wie „Rausch ab“ verpackt der gebürtige Hamburger Situationen des Lebens in musikalische Liebeserklärungen, selbst an weniger sympathische Menschen. Es ist die besondere Kunst Stoppoks, sein Publikum mitzunehmen, über gute, aber auch schlechte Zeiten. Die Inhalte sind oft Erfahrungen aus seiner Zeit als Straßenmusiker, doch auch oben, von der „großer Bühne“ hat er die kleinen Menschen nicht aus den Augen verloren. Beim Song „Mit Dir fahr´ ich ans Ende der Welt“, wollten alle im Saal mit Stefan Stoppok dabei sein.

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