Sommerfest in Dur und Moll
Partylaune, Blitz und Donner: Die Feier in der neuen Stadtmitte hatte viel zu bieten

MAJESTÄTISCH stolzierte Stelzenfrau Corina Ratzel über den Festplatz . In der neuen Kelsterbacher Mitte wurde am Samstag ein rauschendes Sommerfest gefeiert – für eine unliebsame Unterbrechung sorgte ein kräftiges Unwetter. (Foto: Postl) 

Kelsterbach. Wenn die Bürger der Untermainstadt feiern wollen, dann feiern sie – egal, was dazwischen kommt. So schien es jedenfalls beim ersten Fest in der neuen Stadtmitte, das am Nachmittag zwar von einem plötzlichen Unwetter heimgesucht wurde, anschließend jedoch wieder mehrere hundert Gäste in die Stadtmitte lockte. „Wenn der Platz schon mal so ist, wie er für eine Stadtmitte sein soll, nämlich ohne das viele Blech, das sonst hier herumsteht, dann sollte man das nutzen und feiern“, so ein alteingesessener Kelsterbacher. 
Mit seiner Idealvorstellung einer würdigen Stadtmitte, die eine entsprechende Aufenthaltsqualität bieten soll, stand er nicht alleine da.
Beim bunten Zentrumsfest, das etliche Vereine, Initiativen und Schulensembles mit Leben füllten, gab es auch Moll-Töne. Kritik von Bürgern, die in der neuen Stadtmitte durchaus „nachbessern“ würden. Gerade das Thema Verkehr und Parken erhitzt die Gemüter. Einige Gäste vertraten die Meinung, dass der Platz, ganz ohne Autos, den tegut-Markt einiges an Umsatz kosten würde.

„Die Leute wollen doch am liebsten direkt bis vor die Einkaufstheken fahren“, sagte ein Kelsterbacher. Ziemlich einig war man sich, dass die Parkflächenregelung nicht gut gelöst ist. „Ideal wäre es, wenn man auf der einen Seite reinfahren und das Fahrzeug schräg parken könnte, danach einfach wieder rückwärts aus der Parkbucht herausfahren könnte, um vorwärts auf der anderen Seite den Parkplatz zu verlassen“, einigte man sich an einem Tisch.
„Das hat nichts mit dem Klischee „Frauen können nicht einparken“ zu tun, bei der heutigen Regelung haben alle ihre Probleme“, betonte ein erfahrener Fahrzeuglenker.
Trotz aller Kritik wurde tüchtig gefeiert. Kelsterbachs Bürgermeister Manfred Ockel eröffnete an der Seite von Investor Ulrich Scheinert das Fest der neuen Stadtmitte. Ockel dankte den Vereinen und Institutionen, die sich wieder einmal aktiv in die Gestaltung eines Festes eingebracht haben und verwies bei dieser Gelegenheit auf eine angedachte Erweiterung der Stadtmitte.
„Wir müssen zuerst einen entsprechenden Bebauungsplan erstellen, aber da bin ich ganz guter Dinge“, so Ockel. Investor Ulrich Scheinert plant zwei weitere Grundstücke im Stummel der Mörfelder Straße zu erwerben, die bestehenden Gebäude abzureißen, um dort einen Neubau mit Gewerbe und Wohnungen zu errichten.
Während sich der Platz, noch bei bestem Wetter und sengender Sonne, mehr und mehr füllte, eröffneten die „Zappelfüße“ und die „Girls in Motion“ der TSG-Flair sowie die Latino-Tanzgruppe der Integrierten Ganztagsschule (IGS), das Bühnenprogramm. Viel Beifall erhielt auch der erst neunjährige Max Demant (Musikschule Kelsterbach). Schon ganz routinierter Entertainer erstaunte er die Festbesucher mit Songs wie „Über sieben Brücken musst du gehen“ von Peter Maffay und dem aktuellen „Sowieso“ von Marc Forster.
Die „Hip Hop 4 Kids“ des TuS Kelsterbach um Daiva Karolyte-Stöber zeigten im Anschluss vollen Einsatz und wurden begeistert gefeiert. Im grellen Sonnenschein stolzierte Stelzenfrau Corina Ratzel als Paradiesvogel über den Festplatz. Die Ballonkünstlerin Rita Wiebe erfreute die kleinen Festbesucher mit ihren wie aus dem Nichts entstehenden Kreationen.
Dann wurde es plötzlich dunkel. Gut, wer gleich bei den ersten Tropfen einen trockenen Platz aufsuchte, denn kurz darauf flüchteten die Festbesucher vor dem plötzlich niederprasselndem Regen, dem Blitz und Donner folgten. Viele helfende Hände waren nötig, um die schützenden Dächer der Stände zu sichern – man nahm alles zunächst noch mit Humor. Doch als sich das „Donnerwetter“ über dem Platz der neuen Mitte einzunisten schien, verließen doch viele das festliche Treiben.
Am frühen Abend schien alles vorbei, Tische und Bänke wurden getrocknet und auch das Publikum kehrte zurück. Die Band Cuba Vista versuchte mit Verspätung wieder Stimmung unter die Gäste zu bringen – es gelang recht gut. Alle schien wieder in ein schönes Finale des Festes zu münden. Leider begann es später wieder zu tröpfeln, nicht sonderlich stark, aber dafür stetig. Dennoch gab es viele Feierfreudige, die sich ein trockenes Plätzchen gesichert hatten. So wurde bis Mitternacht mit der Band GHB-Livemusik gefeiert. (pos)

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