SKV Mörfelden: Trainieren nur mit negativem Test

Anmeldung, Abstand, Schnelltest: Hohe Hürden für Fitnessstudio

Regeln, Tests, Bürokratie: Studioleiter Carsten Belza empfängt Sportler im Foyer des Studios. Um seinen Mitgliedern das Training zu ermöglichen, nimmt der Verein eine Fülle von aufwendigen Vorgaben in Kauf. (Foto: Schüler)

 

Mörfelden-Walldorf (msh). Mit veränderten Bedingungen müssen sich die Besucher des Fitnessstudios der SKV Mörfelden arrangieren: Während die Besucher jedes Supermarkts außer der Maskenpflicht und den Abstandsregelungen keine Einschränkungen hinnehmen müssen, gibt es einige weitere Regelungen für Menschen, die im Studio etwas für die eigene Gesundheit tun wollen.

„Und wir merken es, dass unsere Mitglieder die Einschränkungen auch als solche wahrnehmen“, bestätigt Studioleiter Carsten Belza. Während er die Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie als sehr sinnvoll empfindet, im regen Austausch mit dem Kreisgesundheitsamt steht und sich mit seinem Team an alle Maßnahmen und Vorgaben hält, sieht er auch, dass ein echter Ansturm auf die wiedereröffneten Fitnesseinrichtungen des Vereins nicht wirklich stattgefunden hat. „Unser Angebot wird sehr reduziert wahrgenommen. Meist sind unsere Zeitfenster nicht ganz ausgebucht. Eigentlich ist es bei uns immer ab 19 Uhr voll, wenn die Berufstätigen kommen, um Fitness zu machen. Aber durch die Ausgangssperre fällt diese Zeit für viele Besucher weg“, so Belza weiter.

Trainiert wird in einem Zeitfenster von zwei Stunden 

Auf zwei Stunden hat das Fitnessstudio der SKV Mörfelden seine über den Tag verteilten Zeitfenster ausgeweitet, das letzte wäre von 18.30 Uhr bis 20.30 Uhr. „Später können wir keine Besucher hier zulassen, denn ab 21 Uhr ist Ausgangssperre, und die Leute sollen ja auch noch nach Hause kommen“, führt der Leiter weiter aus. Ginge es dem Verein um die Maximierung des Angebots, würde man 15 Besucher pro Zeitfenster zulassen können, denn pro Besucher sind 40 Quadratmeter Abstand vorgesehen. „Und wir haben rund 600 Quadratmeter. Jedoch beschränken wir uns selbst auf maximal zehn Besucher und weisen auf die gültigen Abstands-, Masken- und Hygieneregeln hin“, so Belza weiter.
Helmut Schmitz nutzt das Angebot am Montagvormittag nach einem Selbsttest und ist froh, dass er trainieren kann. „Ich habe lange darauf gewartet, wieder etwas für mich tun zu dürfen“, gibt er zu. Auch Studioleiter Belza hat dies in den vergangenen Wochen festgestellt. Er beobachtete, dass die Mitglieder ungeduldiger werden, da sie zwar Beiträge entrichten, aber die Einrichtungen nicht nutzen dürfen. „Sie sehnen sich immer mehr nach einem Normalzustand, ewig sind sie sicher auch nicht bereit, nur zu zahlen.“

Zu unsicher: Spucktest wird nicht akzeptiert

Nach der Buchung eines Zeitfensters über die Homepage des Fitnessstudios können die Sportler zum Fitnessstudio kommen und dort klingeln. Schon am Eingang im Foyer kontrolliert ein Mitarbeiter die vorgegebenen Hygienemaßnahmen. „Unsere Besucher können einen tagesaktuellen negativen Schnelltest vorweisen, beispielsweise vom Arzt, einer Apotheke oder aus einem Testzentrum. Alternativ können sie einen selbst gekauften Schnelltest mitbringen und bei uns machen oder bei uns einen Test kaufen. Den Spucktest akzeptieren wir in Absprache mit dem Kreisgesundheitsamt allerdings nicht, da er gegenüber dem Nasenabstrich zu unsicher ist“, erläutert der Studioleiter. Zwei Kabinen hat der Verein eingerichtet, um den Schnelltest vorzunehmen, einen Wartebereich für die obligatorische 15-minütige Wartezeit auf das Ergebnis ebenso. „Dafür haben wir die Zeitfenster auf 120 Minuten erhöht, dann können unsere Mitglieder noch 105 Minuten trainieren.“ Für diesen Samstag hat die SKV das DRK Mörfelden gewinnen können, die Schnelltests vorzunehmen, um möglichst vielen Besuchern das Training zu ermöglichen. Denn Belza weiß, dass so ein Selbsttest die Besucher Überwindung kostet und mancher froh ist, diesen gemacht und auch dokumentiert zu bekommen. „Ich habe schon das Gefühl, dass die Menschen ins Studio kommen wollen. Sie brauchen auch Fitness, für manche ist es Normalität im Alltag. Und auch psychologisch ist es wichtig, andere Leute zu sehen oder Frust wegzutrainieren. Daher akzeptieren sie auch die Beschränkungen, auch wenn wir festhalten müssen, dass die Fitnessstudios bestimmt keine Spreader sind“, meint er abschließend. 
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