Ruhigeres Wetter – weniger Einsätze

Feuerwehr absolvierte 6560 Arbeitsstunden – Digitalfunk bereitet noch Probleme

GEEHRT: Die Einsatzabteilung der Feuerwehr Mörfelden zeichnete Asko Hamberger, Andreas Heil und Manuel Lorei zum 25-jährigen Dienstjubiläum aus. 50 Jahre im Dienst sind Horst Landau und Werner Nowka (von links). (Foto: Schwappacher)

Mörfelden-Walldorf. Die Freiwillige Feuerwehr Mörfelden blickte bei ihrer Jahreshauptversammlung auf ein ruhiges Jahr zurück. Mit 112 Einsätzen musste die Wehr rund 50 Mal weniger ausrücken als 2011. Die Einsatzabteilung kam insgesamt auf rund 6560 Arbeitsstunden. Bürgermeister Heinz-Peter Becker (SPD) versicherte, dass die Stadt auch unter dem Rettungsschirm der hessischen Landesregierung die nötigen finanziellen Mittel bereitstellen werde.
 

Die Arbeitsstunden verteilen sich auf Einsätze sowie Aus- und Weiterbildung, erklärte Wehrführer Asko Hamberger im Gerätehaus. Rund 3460 Stunden kamen bei den 112 Einsätzen zusammen. Dass es deutlich weniger waren als noch 2011, lag vor allem am ruhigeren Wetter. „Das macht einen großen Unterschied aus“, so Hamberger. Denn 2011 rückte die Feuerwehr 50 Mal aus, um Sturmschäden zu beheben und voll gelaufene Keller leer zu pumpen. Im letzten Jahr fielen nur zehn Unwettereinsätze an.
Wegen Bränden wurde die Wehr 48 Mal zu Hilfe gerufen. Darunter auch der Großbrand in einem Walldorfer Reifenlager im letzten April, der besonders arbeitsintensiv war, wie Hamberger ausführte. Auch der Brand in einem Mehrfamilienhaus im Steinweg habe die Wehr stark gefordert.
Zu neun Verkehrsunfällen rückten die Kameraden aus, und aufgrund fehlerhafter Brandmeldeanlagen waren sie 15 Mal im Einsatz. Auch hier kam es zu einem deutlichen Rückgang. 2011 gab es noch 33 Fehlalarmierungen. „Die Anlagen funktionieren mittlerweile deutlich besser“, sagte Hamberger.
Der Wehrführer hob die besondere Bedeutung der Ausbildung hervor. Rund 3100 Stunden steckten die Floriansjünger in ihre Aus- und Fortbildung. An 21 Übungen und Schulungen beteiligten sich alle Kameraden, für Quereinsteiger gab es acht zusätzliche Übungen. Bei weiteren acht Terminen wurde der Umgang mit Atemschutzgeräten trainiert.
In diesem Jahr sollen vier Mitglieder der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung wechseln, erkläre Tobias Grosch. „Der Nachwuchs ist damit sichergestellt“, sagte der Jugendwart. Derzeit sind 23 Jugendliche bei der Feuerwehr aktiv.
„Wir müssen in Zukunft stärker schauen, was wünschenswert und was notwendig ist“, erklärte Bürgermeister Becker mit Blick auf den kommunalen Rettungsschirm und die finanzielle Ausstattung der Feuerwehr. Die Einsatzbereitschaft werde aber auf keinen Fall gefährdet. Mit dem neuen Löschfahrzeug 20/16 (wir berichteten) sei der Bedarfs- und Entwicklungsplan abgeschlossen.
 Auf Kreisebene habe es eine erste Abstimmung über einen neuen Plan gegeben. Die städtische Brandschutzkommission werde im April darüber beraten, informierte Becker. Ein wichtiges Thema sei dabei die notwendige Sanierung der beiden Gerätehäuser, wobei die Priorität auf Walldorf liege.
Für die Umstellung auf Digitalfunk habe die Stadt alles notwendige erledigt, allerdings gebe es noch technische Probleme, so der Bürgermeister. Hamberger erklärte, dass derzeit nur dann digital gefunkt werde, wenn es um keine gefährliche Situation gehe. Bei Einsätzen vertraue man weiter auf die analoge Technik, bis die Probleme mit dem Digitalfunk behoben seien.
Zum Feuerwehrmann befördert wurden bei der Jahreshauptversammlung Dustin Becker, Pascal Hahn und Marc Schulmeyer. Thorsten Bretz und Maximilian Schöps stiegen zum Hauptfeuerwehrmann auf. Oberlöschmeister dürfen sich nun Carsten Berwanger und Günther Knodt nennen und zum Brandmeister befördert wurde Marko Kossmann.
Zum 25-jährigen Dienstjubiläum ehrte die Feuerwehr Carsten Berwanger, Asko Hamberger, Andreas Heil und Manuel Lorei. Schon doppelt so lange halten Werner Nowka und Horst Landau der Feuerwehr die Treue.
Im Anschluss an die Jahreshauptversammlung der Einsatzabteilung hielt der Verein der Feuerwehr seine Hauptversammlung ab. Vorsitzender Theo Herrmann berichtete vom Altstadtfest, an dem sich der Verein mit einem Stand beteiligte, und vom Tag der offenen Tür. Außerdem erinnerte Herrmann daran, dass der Verein die Einsatzabteilung mit rund 2200 Euro unterstützte. Derzeit laufen die Vorbereitungen für den Feuerwehrlauf, der erstmals in Mörfelden-Walldorf ausgerichtet wird. Herrmann rechnet mit rund 200 Teilnehmern, darunter auch einige Gäste aus Schottland. (seb)

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