Den Käfern auf der Spur

Waldjugendspiele der Suttner-Schule machen allen Beteiligten Spaß

IN GROSSEN SCHRITTEN läuft Lara Drewes an der ersten Station der Waldjugendspiele über den alten Baumstamm, um dessen Länge herauszufinden. (Foto: Waldhoff)

Mörfelden-Walldorf. „Fünfeinhalb Meter!“, ruft Lara Drewes überzeugt und deutet dabei auf den Baumstamm, über den sie zuvor in großen Schritten gelaufen ist.

Damit lagen sie und ihre Klassenkameraden gar nicht so falsch: Fünf Meter und 87 Zentimeter sei der Stamm lang, löste Bernd Zissel von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) auf. Für das gut geschätzte Ergebnis bekam die Gruppe einen Punkt bei der Rallye und konnte die nächste Station im Wald aufsuchen.
Alle sechsten Klassen der Bertha-von-Suttner-Schule machten bei den Waldjugendspielen ihrer Schule mit. Früh morgens brachen alle Schüler und Lehrer auf und wanderten zum Veranstaltungsort, der Revierförsterei An den Eichen. Dort hatten die Mitarbeiter des Forstamts gemeinsam mit SDW-Mitgliedern einen Parcours aus zehn Stationen im Wald aufgebaut. 
Sowohl Geschick als auch Wissen war dabei seitens der 270 Schüler gefragt. Sie seien aber in ihrem Biologieunterricht gut auf die Rallye vorbereitet worden, so Fachsprecher Roman Schmid. Ökosystem Wald laute hier gerade das Thema, man habe sich beispielsweise schon mit Artenkunde oder Nahrungsketten beschäftigt. 
Wie das alles außerhalb des Klassenraums aussieht, konnten die Schüler nun bei den Waldjugendspielen erleben. „Das hier ist besser, als ich dachte. Man darf so viel selbst machen, deshalb ist es spannend“, erzählte Lara Drewes aus der Klasse 6H2, die in ihrer Gruppe die Leitung übernehmen durfte. Dann wandte sie sich wieder ihren Mitschülern zu, die als Teil einer Aufgabe gerade einen Mistkäfer entdeckt hatten. 
Auch in den vorherigen Jahren seien die Schüler eigentlich immer begeistert gewesen, berichtete Biologielehrerin Melanie Blümel, die die Gruppe betreute. Die Spiele seien immer eine gute praktische Ergänzung zum Unterricht, und der Wettbewerb dabei sporne die Schüler noch mehr an, sich mit dem Stoff zu beschäftigen. 
Von Zapfenzielwurf bis Sägen auf Zeit gab es die unterschiedlichsten Stationen. Am Ende des Tages bekam die Gruppe mit den meisten Punkten einen Preis. Dementsprechend eifrig arbeiteten alle bei den Aufgaben mit, die von älteren Schülern aus den Biologieleistungskursen der Suttner-Schule erklärt wurden. Beim Waldmemory schossen sofort alle Hände in die Höhe. Pilze, Nüsse und Tierknochen konnten sie sich die meisten gut merken.
„Die Spiele machen jedes Jahr wieder allen Spaß, Kindern und Helfern“, freute sich Revierförster Karl Liebetrau, „das ist mal ein etwas anderer Arbeitstag.“ Zum 21. Mal gebe es nun die Waldjugendspiele der Bertha-von-Suttner-Schule, und es sei für viele Schüler eine neue Erfahrung, sich so intensiv mit dem Wald und den Tieren zu beschäftigen. 
Das bestätigte auch Melanie Blümel. Es habe ganz unterschiedliche Reaktionen gegeben. Am Anfang sei bei der ersten Spinne noch Panik ausgebrochen, den Schülern war davon aber schnell nichts mehr anzumerken. Es galt ja schließlich, die Waldjugendspiele zu gewinnen. (awa)

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