Der Juxplatz und die alten Villen

Ausstellung zeigt, wie Walldorf sich im Laufe der Jahre verändert hat

ERWIN PONS war ein gefragter Ansprechpartner während der Vernissage. (Foto: A. Keim)

Mörfelden-Walldorf. „Wir wollen den Wandel zeigen, der uns jeden Tag begegnet“, fasste Erwin Pons, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Walldorfer Geschichte (AWG), die Intention einer neuen Fotoausstellung zusammen. Diese ist derzeit in den Geschäftsräumen der Frankfurter Volksbank in der Ludwigstraße zu sehen und trägt den Titel „Walldorf im Wandel – Bilder der Stadt aus sieben Jahrzehnten“. 

Zu sehen gibt es verschiedene Straßenzüge und Plätze in Walldorf heute und in der Zeit der 40er, 50er, 60er oder der frühen 70er Jahre. Wie sich das Stadtbild im Laufe dieser Jahre doch deutlich verändert hat, ist auf den Fotografien sehr gut zu sehen. „Alte Gebäude wurden modernisiert oder sind ganz verschwunden, Straßenbilder wurden dem wachsenden Verkehr angepasst, und liebgewonnene Plätze mussten anderer Nutzung weichen. Viele alte Geschäfte gibt es nicht mehr, und ehemals vertraute Bilder leben nur noch in der Erinnerung“, so Pons. 
So gibt es etwa Fotografien von der Platanenallee/Ecke Gundhofstraße. Hier stehen heute Wohnhäuser, früher gab es dort eine große Baracke, in der Familien lebten. Eine von vielen in Walldorf, wie Erwin Pons erläuterte. Wer ein Stück weiter geht, sieht eine Stellwand, die mit dem Titel „Ein Stück Langstraße“ überschrieben ist. Diese Fotos zeigen unter anderem das frühere Rathaus und den alten Feuerwehrschlauchturm im Hof der Waldenser-Schule. Gegenübergestellt wird die Langstraße, wie sie heute jeder kennt. 
Auch die großen Villen vor dem Walldorfer Ecktännchen fehlen nicht, ebenso wenig das alte Naturfreundehaus, die stolze Zigeunereiche, der Walldorfer „Juxplatz“ oder das „Heibachhaus“ – alle mit ihrem Pendant aus der heutigen Zeit versehen. 
Schon während der gut besuchten Vernissage am Donnerstag kamen vor allem die alten Walldorfer vor den Fotostellwänden sofort ins Gespräch und tauschten munter Erinnerungen aus. Aber auch die jüngeren Besucher erfreuten sich an den vergleichenden Aufnahmen. 
„Man braucht gar keine Eröffnung, es sind ja schon alle in der Ausstellung angekommen“, stellte Otmar Fey, der Leiter der Volksbank-Filiale, folgerichtig in seiner Begrüßungsansprache fest. Die Ausstellung sei eine Bereicherung für Jung und Alt, gerade auch, weil sie nicht von irgendwem, sondern von Erwin Pons, einem profunden Kenner der Stadt zusammengestellt worden sei. „Das sorgt für eine hohe Authentizität“. 
Auch Bürgermeister Heinz-Peter Becker fand lobende Worte: „Es ist wichtig, dass es ein Gedächtnis der Stadt gibt, welches an die gemeinsame Geschichte erinnert“, sagte er. 
Erwin Pons selbst war während der Ausstellung ein viel gefragter Ansprechpartner. Er war es, der maßgeblich die Bilder und Texte zur Ausstellung zusammengetragen hat, viele der Fotos hat er sogar selbst gemacht. Weitere wurden von Albert und Reinhard Reviol aufgenommen. 
Die Initialzündung zu dieser Art von Geschichtsaufarbeitung kam von Erwin Pons und Otmar Fey, als 50 Jahre Stadtrechte in Walldorf gefeiert wurden. „Da haben wir darüber nachgedacht, wie es 1962 eigentlich hier war und sind dann auf die Idee gekommen, einmal öffentlich zu zeigen, wie es damals in Walldorf ausgesehen hat“, erklärte Pons.
Die sehenswerte Ausstellung wird Mitte Juli in das Walldorfer Heimatmuseum wandern und dort noch erweitert werden. (ake) 

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