Nicht alle hatten eine Empfehlung

Abschlussfeier für die 98 Abiturienten der Bertha-von-Suttner-Schule

SIE HABEN DAS ABI IN DER TASCHE: Die Abiturienten der Bertha-von-Suttner-Schule feierten im Bürgerhaus. (Foto: A. Keim)

Mörfelden-Walldorf. Tosenden Applaus gab es für die Abiturienten der Bertha-von-Suttner-Schule, als sie am Freitag in Abendgarderobe und mit strahlenden Gesichtern in den Saal des Bürgerhauses einliefen. Entlang der vielen Stuhlreihen, auf denen Eltern, Großeltern, Geschwister und Freunde saßen, bewegten sie sich zielsicher in Richtung Bühne, um von den vorderen Plätzen aus ihre akademische Feier zu genießen.

98 junge Menschen schlossen in diesem Sommer ihre Schulzeit an der Bertha mit der allgemeinen Hochschulreife ab. Und das, obwohl einige von ihnen nach der Grundschule keine Empfehlung für den gymnasialen Zweig hatten. Eine tolle Leistung, auf die Schüler und Lehrer zu Recht stolz sein dürfen. Stolz sein dürfen auch die vier Jahrgangsbesten: Lukas Georg schloss seine Schulzeit mit einem Notenschnitt von 1,1 ab, Anne Martin, Rida Ahmad und Robert Kluge mit 1,2. Der allgemeine Notendurchschnitt des Abiturjahrgangs 2014 der Bertha-von-Suttner-Schule liegt bei 2,5. 
Kants kategorischen Imperativ rief Oberstufenleiter Klaus Reichert-Giradin zur Eröffnung seiner Rede auf den Plan: Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.“ Hierzu passend sagte er weiter: „Wir brauchen Menschen, die Verantwortung übernehmen können“. Jeder trage mit seinem Handeln zur Entwicklung der Gesellschaft bei, ob er das wolle oder nicht, jeder Einzelne trage Verantwortung.
Nicht nur wie jetzt bei der Fußball-Weltmeisterschaft gelte es, Flagge zu zeigen. „Wir sollten nicht wegsehen, wenn wir mit Dingen nicht einverstanden sind und den Mut haben, uns zu engagieren“, betonte er. Nach diesen ernsten Worten wünschte Reichert-Giradin, der in Vertretung der wegen eines Trauerfalls abwesenden Schulleiterin Ute Zeller sprach, seinem Abschlussjahrgang alles Gute, eine schöne Feier und beglückwünschte alle zum bestandenen Abitur. 
Diesen Glückwünschen schloss sich auch Bürgermeister Heinz-Peter Becker an. Er betonte, dass man als Schüler der Bertha nicht nur schulisches Wissen, sondern auch Werte wie Toleranz und Zivilcourage vermittelt bekomme. 
Unter den Titel „Yes we can“ hatten die Lehrer Ralph Dennhardt und Raimund Ehlers ihre Ansprache gestellt, die sie komplett in Englisch hielten. Hier gab es Anekdoten aus der Schulzeit zu hören, garniert mit gut gemeinten Ratschläge wie „Be proud of yourselfs and keep discovery“ oder auch „Life is a Box of Chocolate, you never know what you get“. 
Elternbeirätin Sabine Yilanci sagte: „Die Feier habt Ihr Euch verdient“. Vorbei seien nun Prüfungsstress, Zittern, Bangen und Hoffen. „Geht raus, überlegt Euch, was Ihr gerne erreichen möchtet. Noch nie gab es so viele Möglichkeiten wie heute. Bleibt neugierig, seid aufmerksam und stark. Nutzt Eure Chancen und lasst Euch von Rückschlägen nicht unterkriegen“, riet sie. 
Auch die Schüler selbst hatten sich an der Gestaltung ihrer Feier beteiligt. Sezer Isik etwa trug ein heiteres Gedicht rund um seine Abneigung gegen Mathematik vor. Der Grundkurs Musik eröffnete den Abend und musizierte noch einmal nach der feierlichen Übergabe der Zeugnisse. Musik gab es zudem auch vom Bläserensemble der Schule. Die Feier endete mit einem filmischen Abschiedsgruß des kompletten Jahrgangs. (ake)

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