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„Das Rückgrat der Gesellschaft“

Ehrenabend: Stadt zeichnet 22 Ehrenamtliche und 55 Sportler aus

SPEKTAKULÄR war der Auftritt des Rhönrad-Akrobaten Boy Looijen von „Wheel Sensation“ im Kelsterbacher Fritz-Treutel-Haus. Bei der Auszeichnung verdienter Ehrenamtlicher und erfolgreicher Sportler unterhielt die Gäste ein anspruchsvolles Showprogramm. (Foto: Scherer)

Kelsterbach. Zahlreiche Kelsterbacher engagieren sich seit vielen Jahren ehrenamtlich in Vereinen oder erfreuen die Stadt durch ihre sportlichen Erfolge. Beim Ehrenabend der Stadt im Fritz-Treutel-Haus wurden nun diejenigen geehrt, die im letzten Jahr erfolgreich waren oder sich in besonderer Weise um das Allgemeinwohl verdient gemacht haben. Ausgezeichnet wurden diesmal 55 erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler. Ehrenplaketten in Bronze, Silber und Gold erhielten 22 Bürgerinnen und Bürger für ihren ehrenamtlichen Einsatz in Vereinen und Kirchengemeinden, zudem wurde drei Mal der Ehrenbrief der Stadt verliehen.

„Mit ihrem Wirken sind Sie das Rückgrat der Gesellschaft“, lobte Bürgermeister Manfred Ockel vor rund 260 Gästen im Bürgersaal den Einsatz der Geehrten. Sie setzten ihre Zeit und Energie ein, um anderen Menschen zu helfen und sie zu unterstützen. „Dieses Engagement verdient Respekt und höchste Anerkennung“, so der Bürgermeister.
Durch das Engagement der Ehrenamtlichen entstünden soziale Netze, die für das Miteinander unentbehrlich seien. In Kelsterbach habe das Ehrenamt viele Gesichter, beginnend mit Eltern, die sich in Kitabeiräten engagierten, über Helfer im Tierschutzverein, in Sport- und Kulturvereinen aber auch in Rettungsdiensten, wie der Freiwilligen Feuerwehr und dem DRK-Ortsverein, sagte Ockel.
Auch der Bund und das Land Hessen legten großen Wert auf das Ehrenamt, betonten aber, dass die Kommune die Zelle des Ehrenamts sei. „Für die Ausübung ist eine gute Infrastruktur nötig“, betonte Ockel, darunter ein Bürgerhaus sowie Sporthallen und -plätze. Auch die Rettungsdienste würden als kommunale Aufgabe definiert. Unterstützung von Land und Bund bekomme man wenig. Oft werde man darauf hingewiesen, dass es eine freiwillige Leistung sei, wenn man Sportstätten für Vereine kostenlos zur Verfügung stelle. „Die Kommune lebt aber vom Engagement und eine zusätzliche Belastung der Menschen kommt nicht infrage“, betonte Ockel.
Auf die demografischen Veränderungen innerhalb der Vereine ging Thorsten Schreiner ein. Nicht jeder Ältere im Verein sei von gestern und die Jüngeren hätten nicht die alleinige Deutungshoheit. Der Erfahrungswert und der frische Wind müssten zusammenfinden. „In Kelsterbach funktioniert das, sonst wären wir heute nicht hier“, so der Vorsitzende des Vereinsrings. Die hiesige Vereinswelt sei ein Erfolgsmodell.
Ausgezeichnet mit der Ehrenplakette in Bronze wurden beim Ehrenabend die Bürger, die sich seit mindestens zehn Jahren für das Gemeinwohl oder in Vereinsvorständen engagieren. Diese erhielten Rosemarie Hanikel-Richter und Hubert Schöggl (Volksbildungswerk), Inge Heinrich (BSC Kelsterbach), Christine Helfert und Beate Waldeck (TuS Kelsterbach), Silvia Lichtwaldt (Hobbykünstler Kelsterbach), Heinz Spot (1. Bowlingclub Kelsterbach) und Erhard Stenzinger (Kolpingsfamilie).
Die Ehrenplakette in Silber für 15-jähriges Engagement erhielten Sabine Baur und Christel Piontek (Kirchenvorstand Friedensgemeinde), Monika Krüger-Jeschek (Paddler-Gilde), Werner Przypadlo und Alfred Rothkugel (Kegelclub Teutonia) sowie Robert Reuter und Brigitte Schmidt (Tierschutzverein).
Mit der Ehrenplakette in Gold für über 20-jährige ehrenamtliche Tätigkeit wurden Thomas Fendler und Nelson Faria Pinto (Freiwillige Feuerwehr), Jochen Schmidt (DRK Raunheim-Kelsterbach), Ulrich Siegfried (Trägerverein Werkstätte für Behinderte), Tassilo Fischer (Segelflugverein Ikarus), Ursula Hornig (Volksbildungswerk) und Cornelia Martin (Stenografenverein Gabelsberger) ausgezeichnet.
Die höchste Auszeichnung – der Ehrenbrief der Stadt – erhielten drei Aktive der Rettungsdienste für ihre mindestens 25-jährige ehrenamtliche Tätigkeit: Swen Schreiber, der seit 1991 in der Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr aktiv ist, sowie Volker Drees und Alexander Hänel vom DRK Ortsverein Raunheim-Kelsterbach. Drees ist seit 1991 Sanitätshelfer in der Einsatzabteilung und seit 2012 Vorsitzender des Vereins. Hänel ist ebenfalls seit 1991 im DRK aktiv, unter anderem als Rettungssanitäter und Lehrrettungsassistent, und war von 2000 bis 2008 stellvertretender Leiter der Einsatzabteilung. Zusätzlich ist er für den DRK Kreisverband Groß-Gerau als Einsatzkoordinator und Fachdienstbeauftragter im Sanitätsdienst tätig.
Beim Ehrenabend gab es ein unterhaltsames Showprogramm samt üppigem Büfett. Für die musikalische Untermalung sorgte das Gloria Reuter Sextett. Spektakulär waren die Showeinlagen, zunächst von Julia Wahl, die einen akrobatischen Pole Dance an der Stange zeigte. Showtanz präsentierten die beiden Hessenmeisterinnen Julia Eisen und Xenia Isabell Lämmle vom TSV Raunheim. Viel Applaus gab es auch für Boy Looijen von „Wheel Sensation“, der atemberaubende Kunststücke am Rhönrad vorführte. (nad)

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