Künstler aus Baugé zeigen ihre Werke

Ruheoasen und Boule de Fort in der Stadt- und Schulbibliothek

KLEINE RUHEOASEN, wie die Herz-Jesu-Kirche am Mainufer und die Mönchhofkapelle hat Catherine Mameri (rechts) gemalt. Ihre Bilder und die von vier anderen Künstlern aus Baugé-en-Anjou sind noch bis 28. Juni in der Stadt- und Schulbibliothek zu sehen.  (Foto: Scherer)

Kelsterbach (nad). Auf der linken Seite des Bildes ragt, klar erkennbar, die gelbe Kelsterbacher Herz-Jesu-Kirche in die Höhe. Rechts davon, ein wenig versteckt hinter weißen Häusern, schiebt sich der Turm der Kirche Saint-Pierre et Saint-Laurent von Baugé ins Blickfeld des Betrachters.

Beide Städte, vereint in der Kunst, aber auch in tiefer Freundschaft, und das seit vielen Jahren. Zum 40-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft sind unter dem Motto „Salut Baugé-en-Anjou“ aktuell 30 Werke von fünf Künstlern aus der Partnerstadt in der Stadt- und Schulbibliothek zu sehen. Neben Catherine Mameri und René Le Quillec, die ihre Werke schon im Rahmen der jährlichen Hobbykünstler-Ausstellung im Fritz-Treutel-Haus gezeigt hatten, präsentierten außerdem Deeljeet Heerasing, Sylvie Bassard und Pascal Pithon der Malschule Hôtel Dieu ihre Bilder. 

Bibliothek ein Ort der Begegnung

Vor 15 Jahren hatte die Einrichtung erstmals unter dem Motto „Künstler der Region“ Aquarelle der Kelsterbacherin Herta Schäfer ausgestellt, berichtete Christine Reinhardt, Leiterin der Erwachsenenbibliothek bei der Vernissage  vor über 50 Gästen. Seitdem habe es regelmäßig Schauen mit Werken von Künstlern aus den Nachbarstädten gegeben und 2017 sei das Motto sogar erweitert worden, als der aus dem Iran geflüchtete Fotograf Hassan Houseini Bilder aus seiner früheren Heimat zeigte. Es freue sie, dass nun auch französische Künstler Malereien aus ihrer Heimat und Kelsterbach präsentierten. „Ich wünsche mir, dass die Bibliothek so ein Ort der Begegnung wird, für Franzosen und Deutsche aber auch alle anderen Nationen“, sagte Reinhardt.
Driss Mameri, Vizepräsident des Verschwisterungskomitees von Baugé-en-Anjou, erinnerte an die ersten Kontakte mit den Kelsterbachern Hobbykünstlern, namentlich Herbert Bunz und Margot Herth. Mameri dankte den Initiatoren dafür, dass sich Maler aus Baugé an der Ausstellung im Fritz-Treutel-Haus beteiligen konnten. Zwölf Künstler zählt die Malschule Hôtel Dieu, benannt nach ihrem Wirkungsort: eine einstigen Schlossresidenz, später ein Hospital, in dem nun unter anderem Künstler ihre Ateliers haben, darunter Maler und Bildhauer. 
Unmittelbar mit der langjährigen Städtepartnerschaft haben sich Catherine Mameri und René Le Quillec in ihren Bildern auseinandergesetzt und präsentieren Motive aus Kelsterbach und Baugé. Vor allem die markanten Kirchen Kelsterbachs oder das Mainufer hatten es Mameri angetan. Sie wollte möglichst die ruhige Atmosphäre Kelsterbachs einfangen.
Die Untermainstadt sei im Vergleich zu Baugé größer, habe aber trotzdem auch kleine Oasen der Ruhe. Auch die Mönchhofkapelle hat Mameri in einem ihrer Acrylbilder festgehalten. Faszinierend sei vor allem der Kontrast zwischen der kleinen Kapelle und den großen modernen Gewerbebauten herum. Mit feinem Pinselstrich hat Le Quillec markante Punkte aus Baugé in seinen Aquarellen festgehalten, darunter die Rue Basse, den Brunnen im Ortskern oder die Kirche Saint-Denis mit ihrem gedrehten Turm. Ein Bild mit dem Titel „Vier Rosen auf dem Main“ widmet sich der 40-jährigen Freundschaft mit Kelsterbach und zeigt vor einem Papyrushintergrund vier rote Blumen, die aus dem Main wachsen, links und rechts davon die Herz-Jesu-Kirche und die Kirche Saint-Denis aus Baugé. 

Melancholische Landschaften 

Einen Kontrast dazu bilden die Werke mit bunten und abstrakten Formen von Pascal Pithon, der nicht mit nach Kelsterbach kommen konnte. Ruhe strahlen die atmosphärischen Bilder von Sylvie Bassard aus. In zurückhaltenden Farben zeigen die Werke melancholische Landschaften mit vereinzelten, wie von einem Nebel umgebenen Bäumen. Anders dagegen kommen die Bilder von Deeljeet Heerasing daher. In kräftigen Formen und Farben hat der Maler Spieler beim Boule de Fort porträtiert. Im Fokus stehen die Personen, beim Kugelwurf oder Nachmessen, die sich von einem schlichten Hintergrund abheben.
Während die Gäste am Sonntag wieder die Heimreise nach Frankreich antraten, verweilen die Bilder der Künstler noch etwas länger und können noch bis Freitag, 28. Juni, zu den Öffnungszeiten der Bibliothek bestaunt werden.

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