„Ghostbike“ soll an tödlichen Fahrradunfall in Kelsterbach erinnern

Mahnmal für mehr Rücksichtsnahme im Verkehr

Ein weiß gestrichenes Rad als Zeichen der Erinnerung und Mahnung an alle Verkehrsteilnehmer, aufeinander Rücksicht zu nehmen. Zur offiziellen Aufstellung des „Ghostbikes“ kamen (von links) René Wollmerstedt, Eike Dreesen, Christian Hufgard, Mario Schuller, Hans Schuler (Magistrat) und Bürgermeister Manfred Ockel. (Foto: Postl)

Kelsterbach – Am Donnerstag, 13. August dieses Jahres, kam es an der Einmündung der Straße Langer Kornweg in den Staudenring zu einem tragischen Unfall. Eine Fahrradfahrerin, die geradeaus über die Kreuzung fahren wollte, wurde von einem in den Langen Kornweg abbiegenden Lastkraftwagenfahrer erfasst und tödlich verletzt. Die aus Tschechien stammende und in Kelsterbach lebende 58-Jährige verstarb noch am Unfallort.

Um ein Zeichen der Erinnerung, aber auch ein Zeichen zu mehr Aufmerksamkeit für alle Verkehrsteilnehmer zu setzen, organisierte Christian Hufgard ein „Ghostbike“, also ein neutrales, ganz in Weiß gehaltenes Fahrrad, um es am Ort des Unfallgeschehens aufstellen zu lassen.
Der Familienvater, Bürgermeisterkandidat für die Wählerinitiative Kelsterbach (WIK), Freifunker, Lego-Technik-Bastler und Radfahrer will keineswegs, dass dieses Ghostbike mit seinem politischen Engagement in Verbindung gebracht wird.
„Auch wenn viele denken, dass ich diese Aktion im Zusammenhang für mein politisches Wirken hier in Kelsterbach, oder gar als Werbung für meine Bürgermeisterkandidatur initiiert habe, täuscht sich. Mir war es ein Bedürfnis als Mensch hier ein Zeichen für den Tod eines Menschen, aber auch ein Aufmerksamkeitszeichen für alle Verkehrsteilnehmer zu setzen“, betonte Hufgard.
Nachdem er auf diese Idee gekommen war, hat sich Hufgard bei Freunden zunächst rückversichert, ob diese Aktion auch so angebracht sei.
Zustimmung erhielt er vom Radverkehrsbeauftragten der Stadt Kelsterbach, René Wollmerstedt, und auch von Mario Schuller, Vorsitzender des ADFC Kreis Groß-Gerau. Jetzt fehlte nur noch ein geeignetes Bike. „Ich habe in meinem Bekanntenkreis herumgefragt, wo es denn noch ausgediente Fahrräder gebe – da kamen mehrere zusammen“, berichtete Hufgard.
In Eike Dreesen, ebenfalls ein passionierter Radler, fand er einen hilfreichen Bastler, der beim Zusammenbau des Ghostbikes aus mehreren Fahrrädern half.
Das hat ganz gut funktioniert, dann fehlte nur noch der weiße Anstrich. „Das war dann das kleinste Problem, das ging recht schnell“, erklärte Dreesen. Der IT-Spezialist kommt nahezu täglich auf seinem Radweg zu seiner Arbeitsstelle in Raunheim an der Unfallstelle vorbei.
Schnell war mit Bürgermeister Manfred Ockel auch das Einverständnis zur Aufstellung des Ghostbikes gefunden. „Ich unterstütze dieses Vorhaben, da es zur Mahnung aller, die auf Wegen und Straßen unterwegs sind beiträgt“, betonte Ockel. Der ausgewählte Ort, direkt an der Abbiegungsstelle des Unfall-Lastwagens ist unübersehbar und dennoch so gelegen, dass kein Verkehrsteilnehmer behindert wird. Großes Lob für diese Aktion gab es auch von Mario Schuller: „Ich bin mir sicher, das hier ist das erste Ghostbike im ganzen Kreis und eine gute Sache um solche tragischen Unfälle verhindern zu helfen“, betonte er. 
Jetzt, drei Monate nach dem tragischen Unfalltod,   wurde das Ghostbike aufgestellt. Mit einer Gedenkminute für die an dieser Stelle ums Leben gekommene Frau, aber auch für alle Radfahrer, die bei Verkehrsunfällen ihr Leben lassen mussten, wurde das Ghostbike offiziell aufgestellt. Von Leo F. Postl

 

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