SKG Walldorf peilt Aufstieg in Kreisoberliga an

Fußballer haben nach Fusion mit HSC Mörfelden ehrgeizige Pläne

Ambitioniert: der neue Kader der SKG Walldorf, rechts im Bild Vereinschef Walter Klement. (Foto: Schüler)

SKG Walldorf – Fußball (msh). Die Fußballer der SKG Walldorf haben sich nach ihrem Zusammenschluss mit dem HSC Mörfelden ambitionierte Ziele gesteckt. Der Aufstieg der ersten Mannschaft aus der A-Liga in die Kreisoberliga ist das Saisonziel, für das der Verein alles tun will, um es zu erreichen.

„Ich denke, durch den Zusammenschluss haben wir einen starken Kader, zudem haben sich auch einige Spieler der Mannschaft angeschlossen, die bereits höherklassig aktiv waren und Erfahrung mitbringen“, erklärt der stellvertretende Vorsitzende der Fußballabteilung Oliver Lenz. Vor einigen Jahren sprachen beide Vereine schon über einen Zusammenschluss der beiden Mannschaften, doch erst vergangenen Oktober intensivierten sich die Gespräche. Mit Besim Nukovic übernahm zudem eine treibende Kraft des B-Ligisten aus Mörfelden den Posten des Vorsitzenden bei der SKG Fußballer. „Wir haben diskutiert, einen gemeinsamen Nenner gefunden und einen Plan entwickelt. Dann ging alles schnell“, so Lenz dazu.
In der vergangenen Saison spielte die SKG jedoch eher gegen den Abstieg aus der A-Liga. Im Winter verstärkte sich die Mannschaft noch einmal und schloss die Runde im Mittelfeld ab. „Wir haben 28 Punkte geholt und dabei die besten vier Mannschaften der Spielklasse geschlagen“, gibt sich auch der neue SKG-Trainer Hakim Azougagh zuversichtlich. Azougagh trainierte bislang die HSC Mörfelden.

Fusion ist für beide Seiten von Vorteil

Eine Fusion, die für beide Seiten vorteilhaft ist, denn bislang waren die Mörfelder Untermieter der SKG, während der SKG nun frische, junge Talente und ein engagiertes Team zufließen. Dabei freut sich der Walldorfer A-Ligist über Verstärkungen, wie Stürmer Kouami Edem Dalmeida, der einmal beim FSV Frankfurt spielte und in der B-Liga in 25 Spielen 48 Tore erzielte. „Er ist ein Spieler, der immer den Unterschied machen kann – auch jetzt hier in Walldorf in der A-Liga“, so der Trainer. Neuzugang Zakaria Sarssar (ehemals Dersim Rüsselsheim) hat ebenso Verbandsliga-Erfahrung wie Yassin Sariano, Cemre Aksoy spielte früher bei Viktoria Griesheim in der Hessenliga. Kenny Winter, Yassin Araychi und Kadir Kuscu haben Erfahrung in der Gruppenliga. „Zudem haben wir ein paar Akteure aus der A-Junioren Bundesliga-Mannschaft von Eintracht Frankfurt derzeit bei uns im Probetraining“, hofft Oliver Lenz auf weitere Verstärkungen.
Für den ehemaligen Drittliga-Akteur des SV Wehen-Wiesbaden und heutigen SKG (Spieler-) Trainer Hakim Azougagh zählt hingegen nur die Leistung auf dem Feld. „Das Saisonziel ist der Aufstieg. Wenn alle mitziehen und Gas geben, ist das auch realisierbar. Unser Vorteil ist, dass sich zahlreiche unserer Spieler bereits kennen und sich gut verstehen. Für mich zählt aber nur eins: Es ist egal, in welcher Liga jemand gekickt hat, die Leistung auf dem Platz muss stimmen. Leider gibt es immer wieder auch Fußballer, die höherklassig gespielt haben, es nun in der Kreisliga locker angehen lassen und das Privatleben in den Vordergrund stellen. Die könnten sich auf der Bank wiederfinden, wenn andere Spieler ihre Leistung bringen“, warnt Azougagh.
Für den Trainer war das 0:0 gegen den Wiesbadener Verbandsligisten Sportfreunde 04 Frankfurt ein Erfolg. „Einige Jungs aus der zweiten Reihe haben die Chance bekommen sich zu beweisen und diese gut genutzt.“ Gespannt blickt Azougagh aber nicht nur auf die neue Punktspielrunde, auch den 15. September hat er sich im Kalender markiert. „Da haben wir unser Kreispokal-Heimspiel gegen den Aufsteiger in die Kreisoberliga Hilal Rüsselsheim. Sicher ein guter Härtetest“, so Azougagh.

Dritte Mannschaft absolviert vorerst nur Freundschaftsspiele 

In der B-Liga tritt die zweite Mannschaft an, die von Chris Friesecke trainiert wird und ebenfalls im oberen Tabellendrittel mitspielen möchte. „Hier haben wir durch die Fusion ebenfalls neues Blut in die Mannschaft bekommen. Ich denke, beide Teams ergänzen sich gut und stehen im Austausch“, so Oliver Lenz. Auch eine dritte Mannschaft wird es bei der SKG geben, jedoch soll diese erst einmal Freundschaftsspiele absolvieren und konstant besetzt sein, ehe der Verein sie zum Spielbetrieb anmeldet. „Wenn wir Punktspiele absagen, dann kostet es Strafe, das muss nicht sein. Daher wollen wir erst einmal sehen, dass wir mit der Mannschaft konstant spielen können, ehe wir einen Schritt weitergehen.“ Gleiches gilt auch für die neue Jugendmannschaft, die der Verein derzeit aufbaut. 20 F-Jugendliche werden unter dem Dach der SKG Walldorf trainieren und sollen nach einer Saison mit Freundschaftsspielen im kommenden Jahr in den Punktspielbetrieb einsteigen, so die Hoffnung der Verantwortlichen.
Ausgetragen wird dieses jedoch noch auf dem alten Rasenplatz, denn auch wenn der neue Platz bereits gut aussieht, wird er möglicherweise erst nach der Winterpause bespielbar sein. „Das ist ein strapazierfähiger Winterrasen. Er ist engmaschiger als der normale Naturrasen und ersetzt den Hartplatz. Wir wollten keinen Kunstrasen, denn dieser ist nicht so gut für die Gelenke, zudem haben wir dem Umweltgedanken mit der Entscheidung für den Naturrasen Rechnung getragen. Derzeit liegt schon die Drainage und Bewässerungsanlage, die Vulkanasche folgt noch und dann muss der Rasen nur noch richtig anwachsen“, so Lenz abschließend.
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