Neues Ärztehaus soll kommen

Statt Sanierung: Zwei dreigeschossige Gebäude sollen Platz für bis zu acht Praxen bieten

DAS ÄRZTEHAUS IN DER SCHUBERTSTRASSE soll abgerissen werden. Pläne des Magistrats sehen einen Neubau an gleicher Stelle vor, in dem außerdem eine Kita und ein Nachbarschaftszentrum vorgesehen sind. (Foto: Schwappacher)

Mörfelden-Walldorf (seb). Lange sah es danach aus, als komme in die immer dringender werdende Sanierung des Ärztehauses keine Bewegung. Nun hat der Magistrat einen Antrag vorgelegt, der weit über eine Modernisierung hinaus geht. Nachdem die Stadt das Grundstück vergangenes Jahr ankaufte, ist geplant, einen komplett neuen Gebäudekomplex zu bauen.

Das neue Gebäude soll Platz für bis zu acht Arztpraxen bieten, außerdem über eine Tiefgarage verfügen, eine Kindertagesstätte sowie ein Nachbarschaftszentrum beheimaten. „Wir müssen die Höhe ausnutzen“, sagte Bürgermeister Heinz-Peter Becker bei der Projektvorstellung.
 
Zwei dreigeschossige Gebäude
 
Bauland ist in Mörfelden-Walldorf knapp, die Nachfrage nach Betreuungsplätzen und Ärzten nimmt zu. Die Lösung sollen daher zwei dreigeschossige Gebäude werden, die über eine Tiefgarage verbunden sind. Da das Ärztehaus aufgrund seiner Bausubstanz nicht für eine wirtschaftliche Sanierung infrage komme, habe man sich für diesen Weg entschieden, sagte der Rathauschef.
Neben dem Grundstück des Ärztehauses plant der Magistrat einen angrenzenden Parkplatz. Gebaut werden soll auf dem Areal in mehreren Abschnitten. Erst will man das neue Ärztehaus errichten, dann sollen die Mediziner umziehen. Im Anschluss würde ein neuer Kindergarten an die Reihe kommen. Mindestens 100 Plätze soll es geben, womöglich sogar 125. Dafür ist die Einrichtung über zwei Stockwerke hinweg angelegt, sagte der Bürgermeister. Zusätzlich ist ein Außenbereich für Kinder vorgesehen.
 
 
Bundes- und Landesmittel
 
Damit die Pläne Realität werden, muss aber nicht nur das Stadtparlament seine Zustimmung geben. Denn das Großvorhaben will der Magistrat im Rahmen des Förderprogramms „Soziale Stadt“ umsetzen. Mit Bundes- und Landesmitteln könnten die städtischen Ausgaben niedrig gehalten werden. Doch ob es dafür einen Förderbescheid gibt, ist zunächst offen. Im Februar soll dies bei einem Gespräch in Wiesbaden geklärt werden, sagte Becker.
Insgesamt beziffert die Vorlage die Investition auf knapp 9,3 Millionen Euro. Setzt man die maximale Förderhöhe voraus, blieben für die Stadt Eigenmittel von 2,1 Millionen Euro übrig. Die Gesamtkosten für die Kita sind mit rund 3,8 Millionen Euro angegeben, das neue Ärztehaus ist mit 4,1 Millionen Euro veranschlagt. Für das Nachbarschaftszentrum sind es rund 1,4 Millionen Euro. Nach welchem Konzept das Zentrum arbeiten soll, steht laut Bürgermeister noch nicht fest. Man wolle einen Ort schaffen, an dem sich Menschen aus dem Stadtviertel kennenlernen können. Vergleichbare Einrichtungen werde der Magistrat noch besuchen und sich Anregungen holen, kündigte Becker an. 
 
"Soziale Stadt"
 
Mit dem Nachbarschaftszentrum wird unmittelbar an das Förderprogramm „Soziale Stadt“ angeknüpft. Dies zielt darauf, das Wohnquartier im Nordwesten Mörfeldens langfristig aufzuwerten und sozial zu stärken. Das Fördergebiet erstreckt sich vom Bahnhof bis zur Bambergerstraße sowie von der Bürgermeister-Klingler-Straße bis zum nördlichen Ortsrand. Dort liegen mehr als zwei Drittel der Sozialwohnungen von Mörfelden-Walldorf und es gibt den höchsten Anteil von Sozialleistungsbeziehern. Auch berichtete die Verwaltung, dass viele Kinder aus problematischen oder sozial schwachen Familienverhältnissen in dem Viertel leben.
Wie genau das Wohnquartier aufgewertet werden kann, fasst die Verwaltung derzeit in einem Handlungskonzept zusammen, erklärte der Bürgermeister. Die Planungen für Ärztehaus, Kita und Nachbarschaftszentrum seien daher ein Vorgriff. Allerdings habe man signalisiert bekommen, dass eine Förderung dennoch möglich sei. Ob das Großprojekt in seiner aktuellen Form eine Zukunft hat, stellt sich bei dem Arbeitstreffen im Februar heraus. Kommt es zur Umsetzung, geht der Magistrat von vier bis fünf Jahren bis zur Fertigstellung aus
 
 
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