Ganzes Viertel wird zum Flohmarkt

Nachbarschafts-Aktion rund um den Wasserturm findet tolle Resonanz

DIE AKTION im Wasserturmviertel lockte viele Besucher an. Besonders in der Liebknechtstraße war was los. (Foto: Schwappacher)

Mörfelden-Walldorf. Wer am Sonntag zufällig im Viertel rund um den Wasserturm unterwegs war, erlebte eine Überraschung. Die Straßen waren voll mit Spaziergängern, an Gartentoren flatterten Luftballons im Wind, und es herrschte eine ganz besondere Atmosphäre. Warf man einen Blick über die Zäune, sah man Flohmarktstände mit Spielsachen, Kleidung, Büchern und vielem mehr. 

Hier und da wurden außerdem noch Waffeln oder andere Leckereien gegen eine Spende angeboten. So konnte man bei schönstem Wetter entspannt durch das Viertel schlendern und Ausschau nach einem Schnäppchen halten. Wer alles von der Liebknechtstraße bis zur Wilhelm-Leuschner-Straße und der Herweghstraße bis zur Stoltze Straße ablief, entdeckte rund 60 Hoflohmärkte.
„Ich bin erschlagen. Es ist der Hammer“, zeigte sich Silke Haase angesichts der großen Resonanz ebenso überrascht wie begeistert. Als sie sich mit Petra und Gerald Bamberg, Ute Hechler und Marisa Hermsdörfer an die Organisation des Flohmarkts machte, hatte niemand mit so vielen Teilnehmern gerechnet. Die letzten meldeten sich ganz spontan am Sonntagmorgen an und bauten Stände vor Garagen und in Gärten auf. Weit tragen musste man die aussortierten Sachen für den Flohmarkt nicht, was viele als großen Vorteil und Erleichterung erlebten. 
Das Konzept kam aber nicht nur bei der Nachbarschaft im Viertel bestens an. Auch zahlreiche Besucher aus Mörfelden-Walldorf und dem Rhein-Main-Gebiet sorgten für einen tollen Erfolg der Premiere. 
Die ersten Schnäppchenjäger kurvten schon gegen acht Uhr durch die Straßen, erzählte Gerald Bamberg, der zusammen mit seiner Frau viel Arbeit investiert hatte. So gab es eine Homepage samt Übersichtsplan, Einladungen an Bewohner im Viertel wurden verteilt und Plakate in der ganzen Stadt aufgehängt.
Dabei ging es den Organisatoren nicht darum, möglichst viel zu verkaufen. Der Flohmarkt sollte vielmehr als Gelegenheit dienen, Nachbarn besser kennenzulernen und Menschen in der eigenen Straße zu besuchen, erzählte Gerald Bamberg.
Ins Boot geholt hatte man den Verein Projekt Wasserturm, der das denkmalgeschützte Gebäude von 1929 aufsperrte und Führungen anbot. Auch hier war das Interesse groß und am Vormittag musste eine zusätzliche Turmbesteigung ins Programm genommen werden.
Den ganzen Tag über schauten Neugierige vorbei, und auch aus dem Viertel waren Besucher dabei, die noch nie die Aussicht aus rund 35 Metern genossen hatten. Ganz nebenbei konnten noch neue Mitstreiter gewonnen werden, freute sich Andrea Vinson vom Vorstand. Der Verein verbucht den Flohmarkt so als Erfolg und bereitet für die nächsten Monate einen DJ-Abend, ein Konzert und den Tag der offenen Tür im Oktober vor.
Nach der gelungenen Premiere scheint an einer Fortsetzung nichts vorbeizuführen. „Viele würden es im nächsten Jahr gerne wiederholen“, sagte Gerald Bamberg. Auch über ein Straßenfest und weitere Aktionen im Viertel werde schon gesprochen. „Das kann sich alles noch entwickeln.“ Fürs erste sind die Organisatoren zufrieden, dass sie die Menschen rund um den Wasserturm näher zusammengebracht haben. (seb)

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