„Mangelhaft bis ungenügend“

Schlechte Bedingungen für Pedaleure? WIK übt massive Kritik an der Stadt

MANGELHAFT, so das Fazit der WIK: Auf der wichtigen Alltagsroute in Richtung Flughafen ist trotz der Dringlichkeit im Radverkehrswegekonzept nichts passiert. Seit dem barrierefreien Umbau der Bushaltestelle im Taubengrund entfielen sogar die zuvor vorhandenen Schutzstreifen. (Foto: p/Wälther)

Kelsterbach (ula). Bereits 2014 wurde ein Radwegekonzept für die Stadt Kelsterbach verabschiedet. Die Wählerinitiative Kelsterbach (WIK) geht mit den Ergebnissen hart ins Gericht: „Nur sechs von 36 Schwachpunkten wurden beseitigt“, moniert die Fraktion, die umfängliche inner- und außerörtliche Forschungen anstellte, wo sich etwas für den Fahrradverkehr getan hat – oder eben nicht. Ihre Bewertung des bislang Umgesetzten lautet: „Mangelhaft bis ungenügend“.

Angesichts des zunehmenden motorisierten Verkehrs sei es dringend erforderlich, umweltfreundliche Formen der Mobilität konsequent zu fördern und auszubauen, so die WIK weiter – stattdessen gibt es nun eine stattliche Mängelliste: Unklare Vorfahrtsregelungen, Gefahrenstellen, zu schmale Radwege (Rüsselsheimer Straße und Langer Kornweg), schadhafter Untergrund (Staudenring), Stufen in der Unterführung (Dreieichstraße), fehlende oder gar falsche Hinweisschilder, Unterbrechung der Radwegeanbindungen (Staudenring) und etliches mehr wird moniert. Die umfänglichen Untersuchungen der Wählerinitiative Kelsterbach werden mit entsprechendem Fotomaterial dokumentiert: „In Kelsterbach gibt es nur wenige Radwege, selbst auf Hauptverkehrsstraßen inner- und außerorts sind oft keine besonderen Einrichtungen für Radfahrer vorgesehen“, so das Fazit des hauptverantwortlichen „Radverkehrsforschers“ der WIK, Jürgen Wälther. „Dort, wo Radverkehrsanlagen existieren, sind sie lückenhaft oder entsprechen nicht den erforderlichen Abmessungen und Normen“, meint Wälther.

Bahnhof mit Defizit von 260 Fahrrad-Stellplätzen

Ein Kritikpunkt betrifft auch den „ruhenden Verkehr“: An vielen öffentlichen Einrichtungen, wie Schulen, Bürgerhaus, Mehrzweckhallen, seien die Abstellanlagen nach wie vor ungeeignet und die Stellplatzanzahl zu gering. Wälther: „Im Konzept wurde 2014 am Bahnhof ein Defizit von insgesamt 260 Stellplätzen festgestellt. Seitdem wurden nur im nördlichen Bereich alte Fahrradständer durch neue Abstellplätze ersetzt.“ Auch die grundsätzliche Freigabe von Einbahnstraßen, um sie mit dem Rad beidseitig zu befahren, bleibt eine Absichtserklärung, lediglich die Gartenstraße ist für den Radverkehr für die Gegenrichtung freigegeben. Dass Kelsterbach im jüngsten Fahrradklimatest hessenweit den letzten Platz belegte, „kommt nicht von ungefähr“, meint die Wählerinitiative, „in der Verwaltung gibt es keine Ressourcen, keine Fachkompetenz, keine Stelle, die sich mit der Umsetzung des Radkonzepts und der Förderung des Radverkehrs effektiv befasst. Auch die Einrichtung eines ehrenamtlichen Radverkehrsbeauftragten hat keinerlei Wirkung entfaltet. Unsere Anträge zur Förderung des Radfahrens wurden jüngst von der Regierungsmehrheit mit dem Hinweis abgelehnt, dass es weiterer Konzepte bedarf.“
Begrüßt wird, dass der „Nahmobilitäts-Check“, der mit 23 400 Euro von Hessen Mobil gefördert wird, nun auf den Weg gebracht wurde, „eine Bestandsaufnahme, die Handlungsempfehlungen zum Ergebnis haben wird. Wir hoffen, dass der Check nicht auch in der Versenkung verschwindet“, so die Wählerinitiative, „angesichts des zunehmenden motorisierten Verkehrs ist es dringend erforderlich, umweltfreundliche Formen der Mobilität konsequent zu fördern und auszubauen.“

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