Latino-Tanz und Honig vom Imker

Offener Unterricht, Künstlerisches und Kulinarisches beim Begegnungsfest der IGS

FAIRTRADE: Bürgermeister Manfred Ockel beim Unterschreiben des Fairtrade-Kompasses. (Foto: Kriewitz)

Kelsterbach. „Es ist ein tolles, friedliches Fest, bei dem man sich auch mal außerhalb der Schulzeit austauschen und plaudern kann“, so beschreibt Ines Wehe vom Festausschuss der Integrierten Ganztagsschule (IGS) das Begegnungsfest, das diesmal bei herrlichem Sonnenschein über die Bühne ging. Gemeinsam mit den Lehrern und vielen fleißigen Eltern und Helfern konnte sie etwa 400 Besucher begrüßen. Dabei erhielten diese Einblicke in den Unterricht. Auch wurde ein buntes Programm mit Musik, Tanz und Spiel sowie ein großes Büfett geboten.

Mit zwei Schulstunden, verkürzt auf 45 Minuten, nicht wie sonst 90 Minuten, starteten die Schülerinnen und Schüler in das Begegnungsfest. Besonders viele Eltern besuchten die 5. Klassen und konnten dabei zum ersten Mal beim Unterricht ihrer Kinder an der neuen Schule dabei sein. In der Klasse 5.3 von Lehrerin Jasmin Wolf stand Gesellschaftslehre (GL) auf dem Plan. Nach dem Vorbild der Fernseh-Quizsendung „Jeopardy“ veranstaltete die Lehrerin ein Quiz, bei dem sie den Schülern Fragen zu den Hauptstädten, Flüssen und Deutschlands Nachbarländern stellte. 
Im Biologieunterricht der Klasse 7.4 wurde das erste Mal mikroskopiert. „Wir haben im Unterricht die ganze Zeit darüber gesprochen. Heute dürfen wir zum ersten Mal die Geräte benutzen“, freute sich Anissa. Zusammen mit ihren Mitschülerinnen hatte sie zuerst ein Haar auf ein Blättchen gelegt und mit einer Pipette einige Wassertropfen darauf gegeben. „Das sieht ja komisch aus“, meinte Feyme, die durch das Okular blickte. „Da sind viele dicke schwarze Linien“. Auch eine Zwiebel schauten sich die Schülerinnen an. Als Lehrer Boris Vogt das Ende der Stunde ankündigte, murrten die Schüler widerwillig: Die wollten nämlich noch weitermachen. „Das hat Spaß gemacht“, meinte auch Oliwia. 
Währenddessen gestalteten die Schüler der Klasse 8.2 im Kunstunterricht von Susanne Freibert Coverbilder für Schallplatten. Für ein Lied aus einem Musical kreierte die dreizehnjährige Greta ein Cover für eine Schallplatte, auf dem zwei Menschen mit einem zerbrochenen Glas zu sehen waren. „Wir dürfen frei entscheiden, was darauf zu sehen sein soll und wie wir es umsetzen wollen“, so die Schülerin, die sich für eine Bleistiftzeichnung entschied. Ihr Vater Swen Schlobach schaute ihr dabei über die Schulter. „Das Begegnungsfest ist die Gelegenheit, einen Einblick in den Unterricht zu bekommen“, lobte der Vater. „Es ist ganz anderes als in meiner Generation.“
Die Klasse 8.3 beschäftigte sich derweil im Fach Berufsorientierung mit der Vorbereitung auf ein Telefoninterview. Bei einem kleinen Training simulierten die Schüler in Gruppenarbeit einen Anruf bei einer Firma. „Man muss einiges beachten“, erklärte Umut-Can Kanatli, der bereits einen Praktikumsplatz in einer Werkstatt sicher hat. „Man muss zum Beispiel erst mal etwas zum Schreiben bereit haben, bevor man anruft. Außerdem muss man darauf achten, dass man flüssig redet, damit man auch verstanden wird.“ Mit seinem Mitschüler Talha Özgenis ging er die Checkliste durch. Gemeinsam überlegten die beiden, was sie sagen und fragen könnten.
Nach der Arbeit kommt das Vergnügen: In der Mensa wartete ein riesiges Büfett auf die Besucher. Die Eltern hatten dafür über 70 Salate, 90 Kuchen und 30 Spezialitäten aus unterschiedlichen Ländern gespendet. „Die Eltern sind unglaublich engagiert“, betonte Ines Wehe. Die Eltern hätten die Bewirtung in die Hand genommen, mit Unterstützung des 10. Jahrgangs, .
Großer Andrang herrschte auch an der beliebten Tombola, die in diesem Jahr mit rund 500 Gewinnen und einer Musikanlage als Hauptpreis lockte. Der Erlös des Begegnungsfestes wird wieder einem guten Zweck in der Schule zugute kommen. In den vergangenen Jahren wurden unter anderem Spielgeräte für den Freizeitbereich besorgt und die Bühnentechnik aufgebessert. 
Im Außenbereich des Schulgeländes gab es Spiel- und Spaß-Aktionen für die kleinen Besucher. Die Latino-Tanz-AG präsentierte sich zu fetziger Musik vor Publikum. Währenddessen nutzen einige engagierte Schüler das Begegnungsfest, um Geld für einen guten Zweck zu sammeln. Die NaWi-Gruppe des siebten Jahrgangs setzte sich für den Erhalt der Bienen ein. „Wir haben schon einen Ausflug zum Imker gemacht “, erklärte der zwölfjährige Leon. „In unserer NaWi-Gruppe wollen wir den Schulteich mit einer Wanne erneuern und rund um den Teich viele Blumen pflanzen.“ Um für das Vorhaben Geld zu sammeln, verkauften die Schüler Honig vom Imker und leckere Honig-Waffeln. 
Auch die Fair-Trade-Gruppe war mit einem Stand vertreten, an dem es faire gehandelte Limonade, Kekse und andere Leckereien zu kaufen gab. „Wir verkaufen auch jeden Donnerstag in der Pause unsere Produkte“, so Helena Weiser, die sich mit ihren Freundinnen engagiert. „Im Vergleich zur Mensa ist es schon ein bisschen teurer, aber wir wollen etwas Gutes tun.“
Das Team nahm das Begegnungsfest zum Anlass, den Fairtrade-Kompass offiziell von der Schulleitung und Bürgermeister Manfred Ockel unterschreiben zu lassen. „In dieser Absichtserklärung halten wir fest, dass wir uns für die verbesserten Arbeits- und Lebensbedingungen der Erzeuger einsetzen und auch die Schulgemeinde für das Thema sensibilisieren wollen“, so Elmar Hoßfeld, der das Projekt mitbetreut. Neben den Lebensmitteln soll bald ein fair gehandeltes Schul-Shirt ins Sortiment aufgenommen werden. (mki)

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