Ausblick für Kelsterbach mit gemischten Gefühlen

Bürgermeister Manfred Ockel sieht Gesellschaft und Kommune 2022 vor Herausforderungen

Die Frankfurter Skyline mit Kelsterbach im Vordergrund: Bürgermeister Manfred Ockel schaut zurück auf 2021 und auf die Projekte seiner Stadt für 2022. (Foto: Koslowski)

Kelsterbach (rko).  Bürgermeister Manfred Ockel (SPD) wirft für den Freitags-Anzeiger einen Blick auf das vergangene Jahr und schaut auf die großen und wichtigen Projekte, die 2022 angegangen werden.

Bei aller Bedeutung der Pläne und realisierten Vorhaben: 2021 konnte Ockel auch seine Wiederwahl als Bürgermeister feiern. „Das war ein persönlicher Erfolg“, urteilt er über das Votum der Wähler. Habe er doch seine Arbeit in Kelsterbach fortsetzen wollen. Er sei wohl innerhalb seines Wahlkampfteams am entspanntesten gewesen, habe nie Zweifel gehabt und damit gerechnet, im ersten Wahlgang zu gewinnen. 

Corona hat einige Projekte verzögert

Mit Blick auf die Projekte des vergangenen Jahres stellt der Rathauschef fest, dass mit allen Vorhaben begonnen worden sei, die auch starten sollten. Coronabedingt habe das eine oder andere Projekt allerdings ein wenig länger gedauert als geplant. Denn die Kommunikation war eingeschränkt, viele Dinge mussten im Homeoffice bearbeitet werden. An erster Stelle nennt Ockel den Straßenausbau im Wohngebiet Länger Weg II und III. In dem Baugebiet, mit dessen Erschließung schon vor zehn Jahren begonnen wurde, sei ein großer Teilabschnitt des Straßenausbaus abgeschlossen worden. In diesem Jahr sollen die Arbeiten zu Ende geführt werden, kündigt Ockel an. 
Ein großer Erfolg sei die Eröffnung des Mainuferweges entlang des Kerosinhafens gewesen. Der umgestaltete Weg habe eine große Bedeutung für die Naherholung der Bürger, schätzt der Bürgermeister die Verbesserung der Wegeführung hoch ein. 
Kritisch äußert sich der Rathauschef dagegen über die Versetzung des Stadtteiltreffs im Quartier Mainhöhe an der Rüsselsheimer Straße. Wegen versteckter Baumängel hätten die Arbeiten zu lange gedauert. Jetzt sei der Stadtteiltreff am neuen Standort jedoch fast fertig, er sei schon in Betrieb genommen worden. Nunmehr müsse noch die Außenanlage hergestellt werden. 
Beim Ausbau der Bürgermeister-Hardt-Schule, einem weiteren Großprojekt, ist inzwischen der Dachausbau abgeschlossen. Jetzt startet der Innenausbau der Grundschule. Ockel kündigt den Abschluss der Arbeiten für den Herbst dieses Jahres an.
Wichtig ist für ihn auch die Bildung der Integrationskommission: Weil der bisherige Ausländerbeirat aus ethnischer Sicht sehr einseitig besetzt gewesen war, habe man eine Integrationskommission bevorzugt. Zu deren Bildung wurden die zehn bevölkerungsstärksten Nationen angeschrieben. Die Interessen würden nun fachlich, nicht politisch vertreten, ist sich Ockel sicher. 
Für das Jahr 2022 kündigt der Bürgermeister keine neuen, sondern die Fortführung bereits begonnener Projekte an. Dazu zählt etwa der Neubau der Karl-Treutel-Schule, der derzeit im Ausschreibungsverfahren ist. Baubeginn werde im Herbst sein. 
Ockel hebt zudem den Neubau der Feuerwache der Freiwilligen Feuerwehr hervor. Derzeit befinde sich die Stadt in der Ausführungsplanung, die im zweiten Quartal 2022 abgeschlossen sein soll. Für ihn sei der Neubau ein wichtiges Projekt, weil ohne die Feuerwehr die Entwicklung der Stadt nicht möglich sei. Die Einsatzkräfte seien motiviert, jetzt müsse bei der technischen Einrichtung nachgelegt werden. 
Der Neubau sei eine große Herausforderung, muss doch die Einsatzfähigkeit der Wehr während der Bauphase gewährleistet bleiben. Deshalb werden im Herbst die ersten provisorischen Hallen gestellt. Wenn dann die Feuerwehr in die neue Feuerwache eingezogen ist, wird der Kelsterbacher Kommunalbetrieb die Halle weiter nutzen. Das Verkehrsprojekt am Edeka-Markt mit einem Kreisel an der Einmündung der Straße Am Südpark und der Südlichen Ringstraße habe ebenfalls einen hohen Stellenwert, so Ockel. Baubeginn des Kreisels und des Marktes soll noch in diesem Jahr sein. 

Schwieriges Haushaltsjahr 2022

Auch den Kunstrasenplatz für den Sportpark vergisst der Bürgermeister nicht: Die Stadt habe den Förderbescheid des Landes über rund 750 000 Euro erhalten (wir haben berichtet). Der Kunstrasen wird in diesem Jahr gelegt. Aufgrund der Corona-Pandemie rechnet der Bürgermeister alles in allem mit einem schwierigen Haushaltsjahr, weil die Stadt von der Gewerbesteuer lebe. Diese Einnahmequelle werde sich in diesem Jahr erheblich reduzieren. Deshalb bleibe ein Griff in die Rücklagen nicht aus. Außerdem wurden die Hebesätze für die Grundsteuer B auf 690 Punkte und für die Gewerbesteuer auf 450 Punkte für einen Zeitraum von drei Jahren angehoben.
Beim Thema Corona blickt Ockel mit gemischten Gefühlen auf das neue Jahr. Der Bevölkerung sei Hoffnung gemacht, Versprechungen aber teils nicht eingehalten worden. Für viele Menschen bedeute dies eine große Ernüchterung. 
Der Rathauschef verweist auf die Impfaktion diesen Sonntag, 9. Januar, im Fritz-Treutel-Haus mit Erst-, Zweit- und Drittimpfungen. Auch Kinder ab fünf Jahren können sich dort impfen lassen. Er selbst sehe sich in der Verpflichtung, dass so viele Menschen wie möglich geimpft werden können und empfinde die Kluft zwischen Geimpften und Impfverweigerern als besorgniserregend. In Kelsterbach sei dies aber nicht so stark zu beobachten. 

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