Flagfootball: Sechs Walldorf Wanderers im WM-Viertelfinale

Platz acht im World Championship

Sechs Spieler der Walldorf Wanderers kämpften im Nationalteam im Flagfootball um die Plätze: In dieser Szene ist der Walldorfer Jerome Saxon am Ball. Foto: Greenfel

Jerusalem/Walldorf – Am Ende der Vorrunde der IFAF Flag Football World Championships gab es für das deutsche Herren-Nationalteam mit den sechs Walldorfern Fabian Achenbach, Michael Danny Bell, Benjamin Keber, Heiko Krämer, Tim Petri, Jerome Saxon (Walldorf Wanderers, TGS Walldorf) sowie Flemming Klein, Philipp Klein und Timo Straßburger (Kelkheim Lizzards) kein Halten mehr. Zu groß war die Freude über den Einzug ins Viertelfinale.

Das erkämpfte sich das Team nach der Niederlage gegen den späteren Vize-Weltmeister und den Siegen gegen die Slowakei und Finnland am zweiten Tag der WM mit zwei großartigen Siegen. Bereits im ersten Spiel gegen Israel musste nach der Niederlage gegen Mexiko und den Pflichtsiegen gegen die Slowakei und Finnland ein Erfolg her, da die Gastgeber ihre ersten drei Partien deutlich gewonnen hatten.
Israel ging schnell mit 8:0 in Führung, doch das Team von Head Coach Maximilian Groß ließ sich nicht beeindrucken und hielt dagegen. Zur Halbzeit war das Spiel ausgeglichen, doch im zweiten Abschnitt dominierte die deutsche Auswahl immer mehr und siegte am Ende mit 52:41.
Da das Team Deutschland gegen Thailand das allerletzte Spiel der gesamten Vorrunde bestreiten musste, konnte man auch ein bisschen auf die Begegnung Mexiko – Israel schielen. Da die Mittelamerikaner mit 48:41 gewannen, war klar, dass ein Sieg gegen die Asiaten zum Einzug ins Viertelfinale reichen würde. Und den fuhren die Deutschen dann mit 34:12 mehr als souverän ein.
Das Wichtige daran: Die Qualifikation zur Runde der letzten Acht war gleichbedeutend mit einer vorläufigen Einladung der IFAF für die World Games 2022 in Birmingham, Alabama.
Aufgrund der sich andeutenden schlechten Wetterlage wurde entgegen des Spielplans entschieden, alle weiteren Spiele bis auf das Halbfinale und Finale noch am gleichen Tag zu absolvieren.
Im Viertelfinale traf das deutsche Nationalteam dann auf den Turnierfavoriten USA und verlor letztendlich gegen den späteren Weltmeister deutlich mit 18:64.
Da auch noch die Platzierungsspiele am gleichen Tag erfolgten, ging dem Team von Maximilian Groß am Ende ein wenig die Kraft aus. Zwei knappe Niederlagen gegen Österreich (20:28) und Europameister Dänemark (31:37) bedeuteten nach fünf Spielen innerhalb von 14 Stunden letztendlich den 8. Platz, der im Hinblick auf die World Games so wichtig war.
Die Walldorferin Kyra Fischer hat mit dem deutschen Damen-Nationalteam dagegen das Viertelfinale knapp verpasst. Zwar gab es im abschließenden Spiel einen 21:6-Erfolg gegen die Schweiz – durch die knappe 25:30-Niederlage von Österreich gegen Mexiko musste man sich aber hinter den Mittelamerikanern und den Österreicherinnen aufgrund der schlechteren Punktedifferenz mit dem dritten Platz in der Gruppe zufriedengeben.
Am ersten Tag hatten die Damen gegen den späteren Vize-Weltmeister Mexiko mit 20:33 verloren und sich von Österreich mit 38:38 getrennt. Wie groß die Moral und das Potenzial des Teams von Head Coach Stefan Buch war, zeigten es im ersten Platzierungsspiel mit einem 31:19 gegen Gastgeber Israel. Auch im abschließenden Spiel gegen Spanien stand die deutsche Mannschaft bis 40 Sekunden vor Schluss vor dem Sieg – und musste sich am Ende doch mit 30:34 geschlagen geben. So erreichte man den zehnten Platz und die Rückkehr unter die TOP Ten der Welt. fa
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