Portal kommt beim Publikum an

Skulpturenpark-Ausstellung endet mit Preisvergabe – Riesenfrüchte zum Bahnhof

JAZZFRÜHSCHOPPEN mit der Magic Sound Big Band. Im Hintergrund ist das Gewinner-Objekt des Publikums, „Das Portal“, zu sehen. (Foto: Friedrich)

Mörfelden-Walldorf. Jazzfrühschoppen, Kunstgenuss und ein strahlender Sieger. – am Sonntagmorgen wurde Abschied genommen vom 20. Skulpturenpark. Ein letztes Mal ließen Gäste der Finissage Objektkunst und Installationen von zehn jungen Künstlern in der Parkanlage am Mörfelder Bürgerhaus auf sich wirken. Die Magic Sound Big Band umrahmte den Vormittag musikalisch. 

Otto Schaffner, Erfinder des Skulpturenparks und „Motor“ der Kommunalen Galerie, rieb sich erwartungsvoll die Hände. Natürlich wusste er bereits um die diesjährigen Preisträger, sitzt er doch Jahr um Jahr in der Fachjury, die den Sieger auslobt. Dennoch, die Anspannung war ihm anzusehen.
„Diesmal haben wir zwei Preisträger“ erklärte Christine Rother, Vorsitzende des Galeristenverbands Hessen und Rheinland-Pfalz. Jury und Publikum waren sich uneins – das war in den vergangenen Jahren häufiger der Fall. 
„100 bis 150 Besucher des Skulpturenparks geben meist ihr Votum ab“, erklärte Simone Strupp vom Sport- und Kulturamt. Deren Wahl war 2017 deutlich: Das Publikum kürte das ebenso trutzige wie filigran ausgearbeitete Stahlportal des Berliners Felix Cornelius Rombach zum Sieger.
Die Jury hatte eine andere Wahl getroffen, entschied sich jedoch ebenfalls für eine großes imposantes Werk: Die Holzkonstruktion von Marco Poblete Young. Der Offenbacher hatte seine Installation eigens für den Skulpturenpark entwickelt. „Ich habe mir zunächst den Park angeschaut“, erzählte der Preisträger, „ein recht neutraler Ort.“
Young schuf mit seiner hölzernen Gebirgssilhouette Kontraste, ließ grobzackige Gegensätze erwachsen. Der Eindruck wurde umso stärker, durchwanderte man den schmalen Weg, der durch das begehbare Werk führte. „Beim nächsten Mal lege ich den Weg aber barrierefrei an“, so der Künstler pragmatisch, sodass auch ältere Menschen mit Rollator seine Kunst mühelos anschauen können. Ein nächstes Mal könnte es bereits im Oktober 2018 geben, denn beiden Preisträgern wird dann die Möglichkeit einer Ausstellung in der Kommunalen Galerie geboten.
Ein bisschen an den Rand gerückt, vom Publikum jedoch keineswegs verkannt, waren die Objekte, die erstmals eine Gruppe der Kommunalen Galerie im Rahmen des Skulpturenparks präsentierte. Das Betonsofa und poppig bemalte, überdimensionale Früchte wird der Bauhof nun vom Bürgerhauspark an den Mörfelder Bahnhof verpflanzen. Ein weiteres Objekt, der Flaschenbaum, soll dort ebenfalls einen Platz finden, berichtete Schaffner.
Kunst zu schaffen, dazu bedarf es nicht unbedingt eines Studiums. Die Resultate des Kinderkunst-Wochenendes mit Filipe Mirante wurden am Sonntag ebenfalls gezeigt. Die 20 jungen Künstler waren zur Stelle und gaben mit Liedermacher Siggi Liersch ihren Kunstsong zum Besten, der ebenfalls im kreativen Workshop entstand. 
„Bei uns gestalten auch die Bürger Kunst“, kommentierte Bürgermeister Heinz Peter Becker die Kreativität der Einwohner. Wer offenen Auges in der Doppelstadt unterwegs ist, könnte sich durchaus einen Sport daraus machen, welches der vielen Objekte im öffentlichen Raum von der Hand eines Profis oder aus einem Hobbyatelier stammt. (ula)

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