Mörfelden-Walldorf: 752 Teilnehmer machen beim Stadtradeln mit

Eifrigste Pedaleure ausgezeichnet / Winkler: Impulsgeber für Verkehrswende

Nicht nur stramme Waden gab es für die Teilnehmer des Stadtradelns 2021, sondern auch Präsente und Urkunden, die Bürgermeister Thomas Winkler (Sechster von rechts) überreichte. (Foto: Friedrich)

Mörfelden-Walldorf (ula). Rennrad, Mountainbike, Pedelec oder Crossrad – welches hat welche Vorzüge? Auf dem Spielplatz am Gundhof wurde zunächst gefachsimpelt, bevor Bürgermeister Thomas Winkler den formellen Teil ansteuerte: Die Siegerehrung der besten Stadtradler, die in fünf Kategorien prämiert wurden.

Drei Wochen lang wurde tüchtig in die Pedale getreten, um ein Zeichen „pro Rad“ und für den Klimaschutz zu setzen. Mörfelden-Walldorf beteiligte sich zum elften Mal an der bundesweiten Fahrrad-Aktion – mit starker Bilanz. Auch wenn es im Kreis nur für Platz zwei reichte. Landesweit haben Mörfelden-Walldorfs stramme Radler Platz drei und damit einen weiteren Podestplatz erobert. Insgesamt 138 213 Kilometer erstrampelten die Teilnehmer des diesjährigen Stadtradelns und sorgten so für 20 317 eingesparte Kilogramm an klimaschädlichem CO2. „Wir hatten 100 Teilnehmer mehr als im vorigen Jahr“, freute sich Thomas Winkler bei der Preisverleihung zum Finale des Stadtradelns 2021 in Walldorf. 752 Radler machten diesmal mit.

Junge Generation macht vor, wie Klimaschutz funktioniert

Und eine ganz junge Generation hat vorgemacht, wie Klimaschutz funktioniert: Mit 130 Teilnehmern stellte die Bertha-von-Suttner-Schule das größte Teilnehmerfeld, das 14 462 Kilometer in 21 Wettkampftagen strampelte. Im Ranking der meistgefahrenen Kilometer liegen die Schüler an zweiter Stelle, den Sieg trug Titelverteidiger SKV Mörfelden mit 14 615 geradelten Kilometern davon.
Wichtige Signale für Thomas Winkler, der selbst als Fahrrad-Bürgermeister mit gutem Beispiel vorangeht. Der seit dem Bürgermeisteramt in Summe zwar jährlich weniger Kilometer macht – doch täglich, auch bei unattraktiver Radfahrwitterung Arbeitswege auf dem Drahtesel zurücklegt. Das Stadtradeln sei ein wichtiger Impulsgeber für die nötige Verkehrswende.
Und zu deren Umsetzung nimmt Winkler die Bundes- und Landesregierung in die Pflicht: „Dürre und Starkregenereignisse zeigen, dass der Klimawandel nicht mehr aufzuhalten ist, wir können nur dafür sorgen, dass es nicht schlimmer wird. Es muss einen Schub für eine Verkehrswende geben“, so Winkler, und damit sich etwas bewege, müsse von der großen Politik ein ordentlicher Push kommen, etwa um den Öffentlichen Personennahverkehr zu verbessern. Grundsätzlich müsse jeder sein Mobilitätsverhalten überdenken und gegebenenfalls ändern.
Dafür stellt man in Mörfelden-Walldorf die Weichen: Die Verwaltung prüft die Einrichtung von Fahrradstraßen, erneuert und erweitert Markierungen, verbessert Radwege, wie den „Gesamtschulweg“, der frisch geteert wurde. Die Attraktivität, auf das Fahrrad oder Pedelec umzusatteln, knüpft sich an sichere Verkehrswege. „Wenn Pendler besser mit dem Rad zur Arbeit kommen, beeinflusst das die Verkehrswende positiv“, so der Bürgermeister, auch mit Blick auf den Ausbau von Schnellradwegen Richtung Flughafen und Frankfurt. Die Aktion Stadtradeln rücke das Thema in den Fokus. 

Geführte Touren mit dem Rad als zusätzliches „Schmankerl“

Rund 30 geführte Touren ehrenamtlicher Guides, des Bunds für Umwelt und Naturschutz (BUND) und der Stadt, waren ein zusätzliches „Schmankerl“ via Drahtesel unterwegs zu sein. Die Kommunale Galerie musste ihre Kunst-Tour wetterbedingt streichen, will sie aber noch nachholen. Unter fachkundiger Führung wurden vielseitige und abwechslungsreiche Ziele in Mörfelden-Walldorf und Umgebung angesteuert, von leicht bis richtig anspruchsvoll. Zwischen einem und über 30 Radlern bewegte sich die Zahl der Tourenteilnehmer. Für die tüchtigsten Teilnehmer des Stadtradelns gab es Urkunden und Geschenke, für die Guides ebenfalls Präsente – und für alle Gefrorenes aus der mobilen Eis-Bar. Gewertet wurde in fünf Kategorien: Die beste Einzellleistung unter den Frauen erbrachte Hildegard Nimmesgern mit 734 Fahrradkilometern und 108 Kilogramm CO2-Einsparnis. Eifrigster Radler war Thorsten Schäfer (1643 Kilometern) und bei den fahrradaktivsten Teams pro Teilnehmer hatte die Mannschaft „Putenschnitzel“ mit 672 Kilometer pro Kopf die Nase vorn.

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