Grundsatzbeschluss für Gerätehäuser steht

Grünes Licht für Neubau neben dem Bauhof / Luley-Knoten als Standort für Mörfelden geplant

Veraltet und zu klein: Die Mängelliste der Feuerwehrgerätehäuser ist lang und seit Jahren ein Thema. Mit dem einstimmigen Beschluss im Haupt- und Finanzausschuss kann nun mit der Modernisierung des Feuerwehrstützpunktes in Walldorf begonnen werden. (Foto: Friedrich)

Mörfelden-Walldorf (ako). Besonders 2018 wurde kontrovers diskutiert, ob es eine zentrale oder weiter zwei Feuerwachen geben soll. In einem Bürgerentscheid fiel die Entscheidung: Es bleibt bei zwei Gerätehäusern, einem pro Stadtteil. In der bislang einzigen Stadtverordnetenversammlung dieses Jahres wurde im Februar überraschend ein einstimmiger Beschluss zur Feuerwehr gefasst.

Inhaltlich ging es darum, dass finanzielle Mittel für Planungsleistungen für den Architekten für die neuen Feuerwachen in Walldorf und Mörfelden freigegeben und in einem ersten Schritt die Leistungsphasen eins bis drei mit einer Honorarsumme von rund 140 000 Euro brutto beauftragt werden. Dies wurde an die Genehmigung des Haushalts 2020 gekoppelt. Da diese Genehmigung vom Regierungspräsidium bereits erteilt wurde, können die Planungsleistungen nun in Auftrag gegeben werden. In der nichtöffentlichen Telefonkonferenz des Haupt- und Finanzausschusses am 23. April – diese fand anstelle der ausgefallenen zweiten regulären Sitzungsrunde des Jahres statt – wurde zur Feuerwehr einstimmig ein Grundsatzbeschluss gefasst. Ein zentraler Aspekt ist: „Es wird ein neues Feuerwehrgerätehaus geplant und entwickelt, in dem alle erforderlichen Funktionen modular zusammengefügt sind und das für beide Standorte in Mörfelden und Walldorf gleichermaßen geeignet ist.“ Diese Maßnahme soll Kosten senken.

Gerätehaus wird emeinsam mit Wehrführung und Stadtbrandinspektor konzipiert 

Nach dem politischen Grundsatzbeschluss soll mit der Modernisierung der Feuerwehrstützpunkte in Walldorf begonnen werden. Dort seien die Mängel am größten, erklärt der Leiter des Stadtplanungs- und -bauamts Roger Manger. Das neue Gebäude soll auf dem Gelände neben Bauhof und Feuerwehr entstehen. Auf dem Areal an der Ecke Okriftler Straße/An den Sportplätzen ist ein zweigeschossiges Gerätehaus vorgesehen, das gemeinsam mit Wehrführung und Stadtbrandinspektor konzipiert wird, so Manger weiter. Die Entscheidung, in welchem Stadtteil die Werkstätten und wesentlichen Arbeitsbereiche der Gerätewarte vorgesehen werden, ist noch offen. Sie hängt davon ab, ob Hessen Mobil für den Standort am Luley-Knoten an der B44 die erforderlichen Maßnahmen der verkehrlichen Erschließung gestattet. Für diesen Fall werden die Werkstätten und Arbeitsbereiche der Gerätewarte in Mörfelden untergebracht. Sollte der Standort Luley-Knoten hingegen planerisch nicht umsetzbar sein, solle beides in Walldorf angeordnet werden. Die neue Feuerwache in Walldorf soll nahe des jetzigen Standorts auf dem gleichen Areal entstehen. In Mörfelden ist ein Standort am Luley-Knoten geplant. Dieser wird von der Stadtverwaltung favorisiert, auch weil die Hilfsfristen für das Wohnviertel „An den Eichen“ von dort besser einzuhalten seien. Die Entscheidung bezüglich der Werkstätten und Arbeitsbereiche der Gerätewarte ist spätestens Ende 2020 zu treffen, bevor die Bauantragsunterlagen für den Standort Walldorf final fertiggestellt und bei der Genehmigungsbehörde eingereicht werden.

 Flächenbedarf des DRK Walldorf könne gedeckt werden

Der Bedarfs- und Entwicklungsplan befinde sich seit dem 27. Februar zur Prüfung beim Kreis Groß-Gerau. Bezüglich der vorgesehenen Sozialwohnungen auf dem Areal von Feuerwehr und Bauhof in Walldorf wird ausgeführt, dass erst im Zuge der vertiefenden Planung beantwortet werden kann, ob das Vorhaben realisierbar ist. Zudem wurde den Stadtverordneten mitgeteilt, dass eine Prüfung ergeben habe, dass die von den Stadtwerken genutzten Flächen im Südwesten des Areals für diese derzeit nicht entbehrlich seien. 
Der Flächenbedarf des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Walldorf könne nach Inbetriebnahme der neuen Feuerwache im alten Gerätehaus gedeckt werden. Gleiches gelte für die Teile des Bauhofs, die dem Feuerwehr-Neubau weichen müssen. Darüber hinaus werde geprüft, inwieweit auch die Ordnungspolizei nach Inbetriebnahme der neuen Feuerwache im alten Gerätehaus untergebracht werden kann. Die neuen Feuerwehrgerätehäuser werden laut Vorlage so konzipiert, dass für den Bedarf einer Berufsfeuerwehr eine Erweiterung oder Aufstockung grundsätzlich möglich wäre.

Für das Mörfelder Gerätehaus gibt es drei Varianten 

Um für die nächsten Jahrzehnte auf der sicheren Seite zu sein, sollen die neuen Feuerwehrgerätehäuser so konzipiert und geplant werden, dass eine Erweiterung oder Aufstockung der Gebäude möglich ist. Die Kosten für einen Neubau in Walldorf sind derzeit mit knapp 7,9 Millionen Euro veranschlagt. Enthalten sind in dieser Summe eine Anpassung des aktuellen Gerätehauses für eine zukünftige Nutzung durch Bauhof und DRK sowie Auslagerungen und Umzüge. In Mörfelden sind drei Varianten ausgearbeitet worden. Für die Sanierung und Erweiterung im Bestand sind 6,3 Millionen Euro kalkuliert und für einen Neubau auf dem Bestandsgrundstück am Gärtnerweg etwa 5,5 Millionen Euro. Der bevorzugte Neubau am Luley-Knoten käme auf 5,7 Millionen Euro. 
Der Vor-Corona erstellte Zeitplan sieht den Baubeginn in Walldorf im Februar 2022 vor. Bis dahin müssen Werkplanung, Vergabe, Auslagerung des Bauhofs und des DRK Walldorf erfolgt sein. Eine Fertigstellung ist für August 2023 geplant. In Mörfelden soll es im Herbst 2023 losgehen und im Frühling 2025 Eröffnung gefeiert werden.

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