Walzer durch die Musikmetropolen

Walzer durch die Musikmetropolen
Johann-Strauß-Orchester präsentierte Melodien aus Wien, Berlin und New York

SCHWUNGVOLLER AUFTAKT: Beim Neujahrskonzert im Fritz-Treutel-Haus spielte das Johann-Strauß-Orchester Frankfurt unter der Leitung von Dirigent Witolf Werner groß auf. (Foto: Scherer)

Kelsterbach. Vom Wien der k.u.k.-Monarchie über das Berlin der Goldenen Zwanziger bis ins schillernde New York der 40er Jahre – Eine musikalische Zeitreise in pulsierende Metropolen erlebten die knapp 400 Besucher des Neujahrskonzerts im Fritz-Treutel-Haus.

Dort spielte unter dem Motto „Neujahr in Wien, Berlin und New York“ das Johann-Strauß-Orchester Frankfurt groß auf, das sich bereits seit 1991 regelmäßig zu Beginn des neuen Jahres in der Untermainstadt die Ehre gibt. Neben den Musikern, die schwung- und anspruchsvolle Stücke von Strauß, Lehar, Verdi und Porter darboten, begeisterten auch die Solisten Aljoscha Lennert (Tenor) und Maryna Zubko (Sopran) mit ihren kraftvollen Stimmen.
Ein flotter Einstieg gelang dem Orchester unter Dirigent Witolf Werner, der erstmals in Kelsterbach auf der Bühne stand, mit der Ouvertüre zu Emmerich Kálmáns „Gräfin Mariza“. Mit einem warmen Applaus wurde auch Moderator Rainer Zagovec begrüßt, der es wieder verstand, das Programm mit kleinen Anekdoten zu den Operetten und Komponisten sowie kleinen Gedichten und Geschichten aufzulockern.
Für den Abend versprach Zagovec „viele harmonische Klänge“. Diese seien angesichts arger Misstöne in der Politik auch nötig. „Es braucht mehr Harmonie und das ist bei der Musik der Fall“, so der Moderator, der zunächst dem Ersten Stadtrat Kurt Linnert das Wort überließ.
Dieser überbrachte die Grüße von Bürgermeister Manfred Ockel, der mit Stadtverordnetenvorsteherin Helga Oehne gleich mehrere Neujahrsempfänge in der französischen Partnerstadt Baugé-en-Anjou zu absolvieren habe.
Er hoffe, dass alle mit guten und erfüllbaren Vorsätzen ins neue Jahr starteten. „Weniger essen, gesünder essen, mehr Sport treiben und die Damen: weniger Schuhe und Handtaschen kaufen“, scherzte Linnert, der mit der Entwicklung der Gewerbegebiete und der Eröffnung der Stadtmitte zwei Höhepunkte aus „einem bewegten Jahr 2017“ nannte. Auch 2018 sei es wichtig, Gewerbe nach Kelsterbach zu holen, um die Kasse zu füllen, damit die Bürger nicht weiter zu selbiger gebeten würden.
Damit ging es für die Zuhörer hinein ins winterliche Wien, wo sich zu Neujahr die Altstadt rund um den Graben in eine Partymeile mit Blitzwalzer-Tanzschulen verwandele und man noch schnell vor Mitternacht den Tanz lernen könne, berichtete Zagovec. So gab das Orchester den Walzer aus der Operette „Zigeunerliebe“ von Franz Lehar zum Besten, dann durften die Solisten mit ihren ersten Auftritten des Abends glänzen. 
Mit der Wien-Hommage „Du Märchenstadt im Donautal“ aus Johann Strauß‘ (Sohn) Operette „Das Spitzentuch der Königin“ begeisterte Tenor Aljoscha Lennert – auch wenn, so erläuterte Zagovec, die Operette in Portugal spiele und von der Affäre der Königin mit dem Dichter Cervantes handele. Lennert glänzte auch mit dem Lied des Symon „Ich hab‘ kein Geld, bin vogelfrei“ aus Carl Millöckers „Der Bettelstudent“.
Ebenfalls stimmgewaltig war der Auftritt von Maryna Zubko, die „Was in der Welt geschieht“ aus Emmerich Kálmáns „Die Zirkusprinzessin“ sowie die atemberaubende Violetta-Arie „E strano“ aus Giuseppe Verdis „La Traviata“ sang. Auch im Duett wussten Zubko und Lennert zu begeistern und gaben mit viel Spielfreude das kokette Lied „Mausi, süß warst du heute Nacht“ aus Paul Abrahams „Viktoria und ihr Husar“.
Mit Paul Linckes Ouvertüre zur Operette „Frau Luna“ begab sich das Orchester dann nach Berlin. Dort verbuchte Komponist Eduard Künneke mit „Der Vetter aus Dingsda“ einen Erfolg. Aus dieser Operette sang Lennert das Lied „Ich bin nur ein armer Wandergesell“ und Zubko das romantische Stück „Strahlender Mond“. 
Mit Leroy Andersons flottem Walzer „The belle of the ball“ ging es über den großen Teich ins schillernde New York mit seinen bekannten Musicals. Aus „My fair Lady“ gab Lennert das Lied des Freddy „On the street where you live“zum Besten, während Zubko das Publikum mit dem Stück „I want to be a primadonna“ aus dem Musical „The Enchantress“ erfreute.
Den gelungenen Schlusspunkt unter das Neujahrskonzert setzten die Solisten mit dem Duett „Wunderbar“ aus „Kiss me Kate“ sowie das Orchester, das als Zugabe unter anderem den „Radetzky-Marsch“ von Strauß spielte.

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