Rot-Weiß Walldorf siegt glücklich in Ginsheim

Elfmeter in der Nachspielzeit sorgte für die Entscheidung

Nils Herdt, hier gegen Fernwald, sorgte mit seinem Tor für den Anschlusstreffer zum 1:1. (Foto: Sonnabend)

Ginsheim (dw). In einem hochklassigen, spannenden Derby gewann Fußball-Hessenligist SV Rot-Weiß Walldorf beim VfB Ginsheim mit 2:1 (0:0). Beim allerletzten Angriff in diesem Spiel entschied Schiedsrichter Julius Martenstein auf Handelfmeter, den RWW-Spielführer Julian Ludwig zum Siegtreffer nutzte. Der Ball war VfB-Torjäger Can Cemil Özer an die Hand gesprungen. Ob dies allerdings ein strafstoßwürdiges Vergehen war, darüber gingen die Meinungen weit auseinander.

"Wir sind alle sehr enttäuscht"

Mit einem Punkt hätte ich leben können“, sagte VfB-Trainer Matthias Güldener: „Dass du dann durch einen Elfmeter in der Nachspielzeit verlierst, das ist natürlich ganz bitter. Wir sind alle sehr enttäuscht.“ RWW-Trainer Max Martin sprach von einem glücklichen Sieg seiner Mannschaft. Aber egal, wie dieser Erfolg zustandekam: „Die drei Punkte sind für uns ganz, ganz wichtig“, so Martin. Denn der Aufsteiger beendete damit seine Negativserie von zuvor fünf Partien ohne Sieg und hielt seinen achten Tabellenplatz. Der VfB, bisher Vierter, findet sich jetzt auf dem fünften Rang.

Vor dem Tor in letzter Sekunde hätte Nils Herdt das Derby längst für den SV Rot-Weiß entscheiden können. Erst spitzelte er den Ball aus drei Metern am Tor vorbei (74.), dann verzog er aus halblinker Position: Am zweiten Pfosten sauste das Spielgerät vorbei ins Aus. In der zweiten Minute der Nachspielzeit hatte Herdt nur noch Torhüter David Staegemann vor sich – und scheiterte. „Der Dave hat heute ein überragendes Spiel gemacht“, sagte Güldener.

Deumlich und Ludwig wieder dabei

Auch die dritte Begegnung beider Mannschaften in dieser Saison bot dem Publikum viel. Findet auch Max Martin: „Ich denke, dass wir wieder ein hochklassiges Spiel gesehen haben. Da war viel drin an Zweikämpfen und an Laufbereitschaft.“ Das Walldorfer Spiel hatte gestern die Struktur, die ihm acht Tage zuvor – bei der 0:1-Niederlage gegen Fernwald – gefehlt hatte. Die Rückkehr der genesenen Jan Deumlich und Julian Ludwig war ein enormer Gewinn fürs zentrale Mittelfeld.

Der VfB spielte lange erstaunlich zurückgezogen. Die Heimelf reagierte über lange Phasen nur, der SV Rot-Weiß indes agierte mit hohem läuferischen Aufwand. Aber abgesehen von einer Chance von Takero Itoi, die Staegemann mittels Fußabwehr vereitelte, kam nichts dabei heraus (26.). Gegen das starke Walldorfer Pressing und Gegenpressing fanden die Ginsheimer zunächst kein Mittel. „In der ersten Halbzeit waren wir ein bisschen zu passiv, vielleicht auch ein bisschen zu ängstlich“, sagte Güldener dazu. Dem Trainer missfiel auch, dass seine Mannschaft oft die umständliche, risikobehaftete Lösung suchte, statt einfachen Fußball zu spielen: „Da wollten wir es zu schön, zu besonders machen.“ Die erste Torchance aber hatte der VfB: Nach sechs Minuten kam Daniel Thur nach scharfer Hereingabe von Simon Geisler einen Schritt zu spät. Einen Özer-Freistoß aus 17 Meter hielt RWW-Torhüter Kevin Darmstädter im Nachfassen (39.).

Nach der Pause legten die Ginsheimer ihre abwartende Haltung ab. Und weil auch die Walldorfer weiter aufs Tempo drückten, entwickelte sich ein Hochgeschwindigkeits-Derby. Als Thur frei vor Darmstädter auftauchte, tauchte der RWW-Keeper blitzschnell ab – und lenkte den Ball noch um den Pfosten (49.). Sieben Minuten später war aber auch Darmstädter machtlos, da Özer nach Pass von Geisler zwei Gegenspieler austanzte und die Kugel zum 1:0 ins Netz schob. Die Führung hielt aber nur zwei Minuten lang. Von Itoi mittels flacher Hereingabe bedient, nahm Herdt den Ball direkt – 1:1.

VfB Ginsheim: Staegemann – Baljak (69. Jakubovic), Teklab, Amoako (75. Ishii), Thomasberger, Kummer, Thur, Shojo, Hesse, Özer.

SV Rot-Weiß Walldorf: Darmstädter – Herberg, Jourdan, Deumlich, Ludwig, Hakimi, Herdt, Eichfelder, Itoi, Felter, Borger.

Tore: 1:0 Özer (56.), 1:1 Herdt (58.), 1:2 Ludwig (90+4. Handelfmeter).

Schiedsrichter: Martenstein (Marburg).

Zuschauer: 250.

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