Leichtathletikwettkampf der LG Mörfelden-Walldorf

Sportfest ohne Zuschauer und Siegerehrung und unter strengen Auflagen

Endlich wieder im Wettkampffieber: 160 Athleten starteten beim LG-Sportfest, darunter Dennis Edelmann (USC Mainz) im Kugelstoßen. (Foto: Schüler) 

Mörfelden-Walldorf (msh). Für die meisten der gut 160 Athleten war der Samstag ein Tag zum Freuen: Zum ersten Mal seit Ausbruch der Corona-Pandemie konnten sie wieder an einem Wettkampf teilnehmen. Die LG Mörfelden-Walldorf hatte es sich nicht nehmen lassen, ihr alljährliches Sportfest im SKV Stadion zu veranstalten. In diesem Jahr offiziell als Sommersportfest, statt als Stadionfest wie in den vorherigen Jahren.

„In den früheren Jahren waren wir einen Monat früher dran und hatten weitaus mehr Disziplinen und Starter. 2019 hatten wir alleine 560 Starter bei unserem Stadionfest, durch die Beschränkungen aufgrund der Hygienevorschriften haben wir in diesem Jahr eine Grenze bei 250 Personen auf der Sportanlage“, erklärte Hans Hormel, der die Organisation für die LG Mörfelden-Walldorf in der Hand hatte und am Mikrofon die einzelnen Wettbewerbe durchsagte. „Aufgrund der Beschränkungen machen wir auch keine Siegerehrung, wer eine Urkunde möchte, dem schicke ich sie gerne zu“, verkündete Hormel schon bei der Begrüßung. Um möglichst viele gute Sportler nach Mörfelden-Walldorf zu locken, beschränkten sich die Organisatoren auf fünf Disziplinen: Kugelstoßen, Diskuswurf, Stabhochsprung und Laufwettbewerbe über 100 und 200 Meter. 160 Anmeldungen nahmen die Organisatoren an und so kamen die meisten Sportler aus dem Bereich Rhein-Main-Neckar. Aber auch aus Mittelhessen oder Köln waren einzelne der insgesamt 60 verschiedenen Vereine am Start. „Für uns ist die Rechnung einfach: 160 Athleten dürfen an den Start gehen, rund 30 Kampfrichter überwachen die Wettbewerbe. Die restlichen 60 Personen sind Trainer, Betreuer, Presse und Helfer des Vereins“, so Hormel weiter.

Keine Zuschauer erlaubt: Athleten feuerten sich gegenseitig an

Dies ist insofern ungewöhnlich, als Leichtathletik meist ein Individualsport ist und nicht selten ein Sportler einen eigenen Trainer hat, vor allem in der Spitze der Leistungs- und Jahrgangsklassen. „Wir haben uns auch aus diesem Grund dazu entschieden neben der Konkurrenz der Herren und Damen nur noch die Jahrgänge U20 und U18 zuzulassen.“ Draußen bleiben mussten die Zuschauer, was einige Athleten bedauerten, andere durch Anfeuerung und Applaus für die Konkurrenten aber wieder wettzumachen versuchten. Seit 2001 gibt es das Sportfest der LG Mörfelden-Walldorf und mittlerweile werden von den Organisatoren in 43 Disziplinen Rekorde geführt. Auch wenn es in diesem Jahr nur fünf Wettbewerbe waren und somit je fünf Konkurrenzen bei den Damen und den Herren, hatten sich die Organisatoren bemüht, ein hochkarätiges Starterfeld ins Waldstadion zu locken.
„Wir haben in diesem Jahr Starter beim 100-Meter-Lauf der Herren, dem 200-Meter- Lauf der Herren und im Stabhochsprung, deren persönliche Bestleistung besser sind als der Stadionrekord“, kündigte Hormel an. Am Ende klappte es doch nicht. Favorit Christian Kiemstedt von ABC Ludwigshafen brach den Vorlauf ab, am Ende siegte Severin Zentgraf (USC Mainz) in 11,03 Sekunden, auch bei den 200 Metern und im Stabhochsprung fiel der Rekord nicht. Für die Schwestern Karla und Maren Foos von der LG Mörfelden-Walldorf war die Teilnahme am Stabhochsprung beim Sportfest erst der zweite Wettkampf der sportlichen Karriere. „Daher ist das heute etwas Besonderes für uns“, sagte Maren Foos dazu.

Schön, wieder einen Wettkampf absolvieren zu können

Sowohl sie als auch ihre Schwester Karla stellten persönliche Bestleistungen auf und waren mit ihrem Abschneiden in der weiblichen U18 der Jugend sehr zufrieden. „Nur die Zuschauer fehlen leider. Trotzdem ist es toll, dass wir überhaupt antreten können.“ Dass beide Schwestern die Zwei-Meter Marke knackten, werteten sie als Erfolg, denn sie konnten zu Hause nur sehr eingeschränkt trainieren. „Immerhin konnten wir als Schwestern zusammen trainieren. Der Verein hat uns einen Trainingsplan gemacht, dann haben wir in den vergangenen Wochen Sprung- und Lauftraining gemacht. Seit etwas mehr als vier Wochen können wir wieder auf der Anlage trainieren, mittlerweile dürfen wir sogar in einer Gruppe von bis zu zehn Personen wieder üben“, so Maren Foos weiter. Auch Bea Schultheiß vom TSV Schott Mainz hat ähnliche Erfahrungen. „Ich bin eben im Feld laufen gegangen, habe zu Hause Krafttraining gemacht und es mit Sprungtraining versucht. Aber am Stab zu trainieren war während Corona eben nicht möglich. Daher ist es richtig schön, heute hier wieder einen Wettkampf absolvieren zu können.“  
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