Hein wieder Weltmeisterin

SKV Mörfelden – Kunstrad

WELTMEISTERIN: Corinna Hein von der SKV Mörfelden holte sich am Sonntag in Aschaffenburg zum nunmehr dritten Mal WM-Gold im Kunstradfahren. Sie bewies Nervenstärke und bezwang ihre starke Konkurrenz mit einer tollen Kür. (Archivfoto: A. Keim)

Vor den Augen von über 30 mitgereisten Hallenradsportfans der Radsportabteilung der SKV Mörfelden und unter den Augen von Bürgermeister Heinz-Peter Becker, sicherte sich Corinna Hein am Sonntag vor 4600 Zuschauern in der ausverkauften Frankenstolz-Arena in Aschaffenburg ihren dritten WM-Titel im 1er Kunstradfahren. Sie verteidigte damit erfolgreich ihren im vergangenen Jahr in Kagoshima/Japan gewonnenen Weltmeistertitel.
 

Nachdem sie bei der WM 2010 in Stuttgart noch den zweiten Platz belegt hatte, gelang ihr nun der ganz große Coup bei einer Weltmeisterschaft im Heimatland. „Allein schon deshalb war diese WM mit keiner anderen vergleichbar“, meinte Corinna. Ob es tatsächlich am Heimvorteil gelegen hat oder an anderen Dingen, jedenfalls bewies Corinna Hein Nervenstärke.
„Die Tage vor der WM liefen optimal, aber am Wettkampftag kam doch die Nervosität durch“, berichtete Trainer Wanja Lindner. Diese Nervosität äußerte sich bereits in einem Sturz im Vorkampf. Die letzten drei Wettkämpfe vor der WM hatte Corinna Hein gegen ihre stärkste Konkurrentin Sandra Beck, ebenfalls aus Deutschland, verloren. Allerdings plagte sie schon seit Wochen eine Erkältung. Bereits im Vorkampf, nur zwei Stunden vor dem Finale, hatte Corinna dann die Nase vorn. Beck zeigte in beiden Durchläufen jeweils am Ende ihrer Kür Schwächen, hatte aber im Finale mit 177 Punkten mächtig vorgelegt. „Das wird eine harte Nummer“, meinte Abteilungsleiter Robert Geiss zu Räderwart Erwin Schulmeyer, dem die Abteilung so viel zu verdanken hat und ihn deshalb zum Finaltag der WM eingeladen hatte.
Im Finale der besten vier Starterinnen begann Corinna, als letzte startend, mit zwei Wacklern beim Lenkerstand und beim „Mautesprung“, dem Sprung vom Sattel auf den Lenker, der nach dem Bundestrainer Dieter Maute benannt ist. Corinna zeigte sich jedoch unbeeindruckt von den anfänglichen Schwierigkeiten, gab sich im weiteren Verlauf Ihrer fünfminütigen Kür aber keine Blöße, und konnte am Ende mit knappen zwei Punkten Vorsprung ihre bisher führende Konkurrentin Sandra Beck hinter sich lassen. Den dritten Platz erreichte Adriana Mathis aus Österreich.
Dass Corinna nervenstark sein kann, beweist auch, dass sie neben ihrem Training – vier Mal in der Woche – nebenbei in diesem Jahr ihre Doktorarbeit in Materialwissenschaft geschrieben hat, so dass sie die erste Kunstrad-Weltmeisterin mit Doktortitel sein dürfte. (ig)

 

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