Heimsieg für Rot-Weiß Walldorf gegen Griesheim

Martin-Elf gewinnt klar gegen Hessenliga-Schlusslicht

Walldorfs Daniel Beck sorgt im Griesheimer Strafraum für Unruhe. (Foto: Sonnabend)

Mörfelden-Walldorf (dw). Noch in der 58. Minute schien es, dass sich der SV Rot-Weiß Walldorf schwertun würde. Mit 3:2 führte der Fußball-Hessenligist zu diesem Zeitpunkt gegen den SC Viktoria Griesheim. Am Ende stand am Sonntag ein Walldorfer 6:2-(3:1)-Sieg, der sogar noch höher hätte ausfallen können. Während die Rot-Weißen ungeschlagen auf den dritten Tabellenplatz gestürmt sind, müssen sich die punktlosen Griesheimer erst einmal hinten anstellen.

"Jetzt nicht anfangen zu spinnen"

RWW-Trainer Max Martin entschuldigte sich fast, als er bekannte, an der Leistung seiner Mannschaft so einiges auszusetzen zu haben. Andererseits: „Man darf jetzt aber auch nicht anfangen zu spinnen. Wir haben sieben Punkte. Es ist ein ordentlicher Saisonstart.“ Sein Griesheimer Trainerkollege, Richard Hasa, äußerte sich tief enttäuscht über den schwachen Auftritt seines Teams, das „ohne Biss und ohne Leidenschaft“ gespielt habe.    

Die Rot-Weißen machten anfangs mit enormem Tempo Druck. Dieses fußballerische Überfallkommando schien die Gäste überrollen zu wollen. Allein, es kam erst einmal nichts dabei heraus. Nils Herdt köpfte nach einer Ecke von Christopher Felter vorbei (9.), eine Minute später wurde eine Koproduktion von Herdt und Fabian Borger gerade noch von der Viktoria entschärft. So dauerte es bis zur 17. Minute, da Herdt den Ball kraftvoll nach vorne trieb. Seinen Querpass leitete Nico Struwe weiter zum in die Tiefe des Strafraums eilenden Borger, der schlenzte die Spielkugel an Torhüter Paul Jivan vorbei – 1:0.

Es ließ sich also gut an für die Rot-Weißen. Aber dann ging Felter im eigenen Strafraum ungestüm – und regelwidrig, wie der Schiedsrichter befand – in den Zweikampf mit Dario Stange. Den Foulelfmeter nutzte Younes Bahssou zum 1:1 (19.). Der Rückschlag zeigte Wirkung bei der Heimelf. Zwischen den RWW-Spielern, die den ballführenden Griesheimer anliefen, und der Abwehrkette „haben wir dem Gegner viel zu viel Raum gelassen“, monierte Martin. Dass genau dies nicht passiere, sei in der vergangenen Woche Trainingsinhalt gewesen. Ordnung im Spiel habe seine Mannschaft nur in den ersten 25 bis 30 Minuten gehabt.

Ergebnis hätte noch höher ausfallen können

Die Rot-Weißen brauchten eine Anlaufzeit, bis ihr Spiel wieder lief. Genauer gesagt, bis zur 34. Minute, da Daniele Toch steil in eine Riesenlücke im Gästestrafraum passte. Diese füllte Daniel Beck trefflich – 2:1. Jener Beck, der kurz vor der Pause eine Struwe-Flanke, clever durchgelassen von Herdt, aus neun Metern zum 3:1 einschoss (44.). Dass der SC Viktoria zum Anschlusstreffer kommen würde – Stange vollendete einen Konter (58.) –, „hat sich vorher schon angedeutet“, sagte Martin: „Wir haben viel zu viele Torchancen zugelassen, weil wir nicht gut und konzentriert angefangen haben.“ In dieser Phase hätte die Partie kippen können.

Das 4:2 von Christian Matheisen schon vier Minuten später, kam für den SV Rot-Weiß genau zur rechten Zeit. Während sich der SC Viktoria allmählich aufgab, legte die Heimelf stürmisch nach. Eine Felter-Flanke nahm Herdt volley, und via Pfosten flipperte der Ball über die Torlinie (76.). Mit einem herrlichen Flugkopfball nach Hereingabe von Christopher Nguyen komplettierte Struwe das halbe Dutzend (80.). Zwischenzeitlich konnte auch RWW-Torhüter Kevin Darmstädter zeigen, was er kann, als er gegen den freistehenden Ali Kazimi per Fußabwehr rettete (78.).

Den siebten Treffer hätte Beck schießen müssen, doch er verfehlte das in diesem Moment leere Tor (83.). In der Schlussminute landete ein 17-Meter-Freistoß von Marc Eichfelder an der Latte.          

SV Rot-Weiß Walldorf: Darmstädter – Herberg, Werther, Ludwig, Herdt (78. Nguyen), Struwe, Beck, Felter, Matheisen (82. Wendnagel), Borger, Toch (71. Eichfelder).

SC Viktoria Griesheim: Jivan – Kern (46. Royo), Bender, Kazimi, Muhl, Stange, Bahssou, Volk (66. Laguenaoui), El Fahfouhy, Schumacher, Houdek (78. Stork).

Tore: 1:0 Borger (17.), 1:1 Bahssou (19./Foulelfmeter), 2:1, 3:1 Beck (34., 44.), 3:2 Stange (58.), 4:2 Matheisen (62.), 5:2 Herdt (76.), 6:2 Struwe (80.).

Schiedsrichter: Schmidt (Frankfurt).

Zuschauer: 300.

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