Favorit kommt unter die Räder

Sternstunde für Rot-Weiß Walldorf: 5:2-Sieg über Tabellenführer 1. FC Hanau

AUSGETANZT: Nils Herdt schüttelt die Hanauer Defensive ab. Mit einem 5:2-Sieg gewinnt Rot-Weiß Walldorf das Duell gegen den Tabellenführer. (Foto: Sonnabend)

Rot-Weiß Walldorf – Fußball (em). Rot-Weiß Walldorf – 1. Hanauer FC 5:2.
Am Sonntag kam der aktuelle Tabellenführer der Verbandsliga, der Hanauer FC, im Stadion an der Okrifteler Straße gehörig unter die Räder. Mit einer 5:2-Packung mussten die Hanauer die Heimreise antreten und durften noch froh sein, dass es nicht noch schlimmer gekommen ist.

Wie es zu diesem deutlichen Ergebnis kam, konnte RW-Trainer Max Martin schnell erklären. „Meine Mannschaft hat heute zu 98 Prozent meine Vorgaben und unsere gemeinsamen Ziele umgesetzt!“. Dieses Lob gab es in dieser Form in dieser Saison noch nicht zu hören. 
„Wir müssen auf jeden Fall gewinnen“, sagte Martin. „Das heißt aber nicht, dass wir deshalb auf ‘Teufel-komm-raus’ von der ersten Minute an nach vorne rennen. Wir müssen Geduld haben.“ Die Rechnung ging auf.

Überfallartige Umschaltspiel von Rot-Weiß

Die Hanauer begannen sehr druckvoll und mit frühem Pressing. Die Walldorfer Deckung federte das hohe Anlaufen der Gäste souverän ab und machte dann etwas, womit der HFC wohl nicht gerechnet hatte. Es war das überfallartige Umschaltspiel von Rot-Weiß, was es an diesem Sonntag ausmachte. Bestimmt zehn Mal musste Hanau fast tatenlos zusehen, wie sich Daniel Beck, Nico Struwe, Nils Herdt oder Marc Eichfelder auf und davon machten und für Alarm im gegnerischen Strafraum sorgten. Für die Zuschauer ein Zungenschnalzer, was sie an dem verregneten Nachmittag zu sehen bekamen.
Das Führungstor in der vierten Minute fiel nach einem solchen Flügellauf von Beck. Ein knackiger Sprint auf der rechten Seite und schon hatte er sich den Raum geschaffen‘, um eine präzise Vorlage auf Marc Eichfelder zu schlagen. Mit gutem Auge und einem gefühlvollen Schlenzer, netzte Eichfelder zum frühen, wenn auch überraschenden Führungstor ein.
Eine ähnliche Situation ergab sich in der 14. Minute für die Gäste. Es war Patrick Gischewski, der sich Raum verschaffte. Doch Kevin Darmstädter im Walldorfer Tor war auf der Hut. „Feuer, Feuer!“ munterte Trainer Martin seine Leute auf. Und wieder – ohne erkennbaren Ansatz – legte Rot-Weiß den Schalter auf Angriff um. Im Gegenzug passte Eichfelder steil auf Beck, der erneut den Sprint gewann, dann noch die Kaltschnäuzigkeit besaß Torhüter Jens Westenberger zu umspielen und zum 2:0 (15.) einschoss. Es folgten noch weitere gute Chancen von Nico Struwe (17. und 20.), Eichfelder (25.) und Julian Ludwig mit einem 25-Meter-Freistoß (33.), die aber an Westenberger scheiterten.
Statt des 3:0 verkürzten die Gäste auf 2:1 in der 35. Spielminute. Der 14-fache Nationalspieler Afghanistans, Khaibar Amani, drückte nach einem Eckball das Leder aus kurzer Distanz über die Torlinie. Mehr ließen die Walldorfer aber vorerst nicht zu. Was folgte, war keine Hast oder Unüberlegtheit, sondern striktes halten an die Vorgaben – mit Erfolg! In der 43. Minute spitzelte Christopher Felter von der rechten Seite eine Ecke kurz zu Eichfelder, der am 16ner lauerte. Von da flog das Leder in den Strafraum. Tobias Werther hielt den Kopf hin und traf die Latte. Der Abpraller flog an den Rücken des Torhüters und von dort ins Tor – 3:1. 

Walldorf hatte dem Hanauer FC den Schneid abgekauft

Nach dem Seitenwechsel änderte sich nicht viel am allgemeinen Spielgeschehen. Walldorf hatte dem Hanauer FC den Schneid abgekauft. Hätte Beck in der 48. Spielminute nicht freistehend übers Tor gepulvert, wäre es mit einem frühen Tor weitergegangen. Einen 20-Meter-Freistoß von Eichfelder parierte Westenberger mit einer sehenswerten Flugeinlage gen linken Torwinkel (51.). Ab der 57. Minute wurde es hektisch – im Sinne von Hochspannung mit Torfolgen. Marc Eichfelder (57.) und Nils Herdt (58.) sorgten erst einmal für klare Verhältnisse. Das 5:1 gegen den Tabellenprimus sprach eine deutliche Sprache – das Spiel war entschieden. Auch Hanau kam jetzt noch zu einem Treffer. Erneut war es Khaibar Amani, der nach einem Konter in der Mitte lauerte und zielsicher zu 5:2 abschloss.
Walldorf kam in der 74. Minute noch ein weiteres Mal in die Bredouille. Beck musste einen Schuss von HFC-Stürmer Jörn Kohl für den bereits geschlagenen Darmstädter retten. Das war es dann aber auch gewesen. Walldorf hatte sich den deutlichen Sieg mit einer überragenden Mannschaftsleistung mehr als verdient. Es spielten: Darmstädter, Werther, Ludwig, Herdt (71. Nguyen), Struwe (79. Deumlich), Eichfelder, Beck (76. Tayboga),Matheisen, Borger, Felter, Matheis. Tore: 1:0 Eichfelder (4.), 2:0 Beck (14.), 2:1 Amani (35.), 3:1 Werther (43.), 4:1 Eichfelder (57.), 5:1 Herdt (58.), 5:2 Amani (60.). Rot: Prümm (83. FC).

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