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Aufstieg im Doppelpack besiegelt

KAUM ZU BREMSEN: Rot-Weiß-Stürmer Nico Struwe war im Spiel gegen die SKV Büttelborn gut aufgelegt und erzielte das 2:0 für Walldorf. (Foto: Friedrich)

Rot-Weiß Walldorf – Fußball. Am vergangenen Wochenende schrieben die beiden Seniorenteams von Rot-Weiß ein neues Kapitel für die Vereinsgeschichte. 

Sowohl die Kreisliga A-Mannschaft als auch die Gruppenligamannschaft erreichten vorzeitig den Titelgewinn und somit den Aufstieg in die nächsthöhere Spielklasse. So etwas gab es in der Vereinsgeschichte des 1914 gegründeten Sportvereins noch nie. 
Zufällig hieß der Gegner für beide Mannschaften an diesem Tag „SKV Büttelborn“. 
Im ersten Spiel des Tages zeigte das Team von Trainer Ercan Dursun erneut seine Klasse. Unter der exzellenten Leitung von Schiedsrichter Thomas Kandziorowsky rappelte es bereits nach drei Minuten im gegnerischen Kasten. Trainer Dursun hatte verlangt, schon in der ersten Halbzeit den Sack zu zu machen, um nicht Gefahr zu laufen, über die ganze Spielzeit Druck machen zu müssen. Damit war der erste Schritt getan. 
Aktas Yakub bediente Steffen Gernandt am rechten Flügel. Der wiederum lief noch einige Meter bis zur Grundlinie, um von dort einen cleveren Rückpass zu Florian Wotzlaw zu treten. Wotzlaw schweißte den Ball aus 16 Metern mit der Innenseite unhaltbar ins Netz. Danach folgte für eine knappe halbe Stunde ein kleiner fußballerischer Durchhänger. In der 28. Minute war es erneut Gernandt, der den finalen Pass zu Sebastian Wind (2:0) spielte. Und vor der Halbzeit machte Markus Karakut mit seinem 3:0 in der 40. Minute den Sack tatsächlich schon zu. Im zweiten Durchgang hätten die „Roten“ durchaus einen Gang zurückschalten dürfen, doch wo es gerade so lief, wollte keiner der Walldorfer zurückstecken. Corbinian Topmöller traf in der 58. Spielminute mit einem 22-Meter-Schuss zum 4:0. Es folgten das 5:0 durch Fabian Stauber (74. FE), das 6:0 durch Mirwais Kamili und in der 81. Minute das siebte und letzte Tor des Tages durch Markus Karakut (86.). 
Weil Ligaverfolger Wolfskehlen in den verbleibenden drei Spielen nur noch auf 72 Punkte kommen kann, ist Rot-Weiß Walldorf II mit den jetzigen 72 Punkten (nach 29 Spieltagen und Sieger im direkten Vergleich) vorzeitig Meister. 
Bei der SKV Büttelborn I ging es eigentlich um nichts mehr. Doch sie wollten den Meisterschaftsgewinn der Gastgeber etwas hinauszögern. Aber bereits nach 35 Sekunden war diese Idee vom Tisch. 
Marc Eichfelder überrannte auf der linken Seite alles, was sich ihm in den Weg stellte und dann folgte die als Hereingabe gemeinte Flanke. Und weil sich keiner für den Ball zuständig fühlte, inklusive Torwart, landete der flache Schuss an dreißig Beinen vorbei im langen Eck. Nach diesem Tor folgte eine fußballerische „Dürrezeit“, in der Walldorf keinen richtigen Zugriff auf den Gegner fand. Die Büttelborner hatten sogar einige gute Chancen zum Ausgleich. So in der 26. Minute, als Torhüter Kevin Darmstädter unnötigerweise seine Schutzzone verließ und dabei von Sebastian Krieg überlupft wurde. Der Ball hoppelte aber am Ziel vorbei. Oder drei Minuten später, als Nihad Nedzibovic nach einer Ecke die Kugel beinahe über die Linie gestochert hätte. 
In der ersten Trinkpause gab Trainer Max Martin seinen Leuten klar und deutlich zu verstehen: „Das reicht heute nicht, Männer“. Die restliche Zeit der ersten Halbzeit verlief unspektakulär. Erst nach dem 2:0 von Nico Struwe in der 57. Minute ging der Puls von Max Martin auf unter 200 zurück. Walldorf gewann im Mittelfeld den Ball. Mario Gotta passte in den Lauf von Struwe, der dann noch den Torwart stehen ließ und aus spitzem Winkel einnetzte. 
Den Deckel drauf machte der zweite „Außenflitzer“ Daniel Beck. Für das Zuspiel bedankte sich dieser bei Dennis Wohn, der im SKV-Strafraum nach einer geschickten Körpertäuschung das Auge für Beck hatte. Da keiner der Verfolger in den noch ausstehenden drei Spielen die Punktzahl von 73 Zählern mehr erreichen kann, steht auch in der Gruppenliga bereits jetzt der Meister und erste Aufsteiger fest.
Bereits im Nachholspiel am Donnerstag empfing Rot-Weiß Walldorf den Tabellenzweiten aus Unter-Abtsteinach. Tobias Werther (5.) und Jannik Luxenburger (15.) durften nicht lange mitspielen. Der Schiedsrichter hatte die Beiden nach durchaus zweifelhaften Entscheidungen vorzeitig zum Duschen geschickt. Das wollte die Elf um Trainer Max Martin aus vielerlei Gründen wieder ausbügeln. 
In der dritten Minute deutet Schiedsrichter Lars Wacker auf den „Punkt“. Dabei war es von Dennis Wohn ein ganz normaler Zweikampf im Strafraum, so wie er hundertmal in einem Spiel passiert. „Eine krasse Fehlentscheidung“ meint Pressechef Erwin Mader. Serdar Özbek verwandelte den Elfer zum 0:1. Walldorf brauchte eine Viertelstunde, um sich von dieser Situation zu erholen. Doch danach wendete sich das Blatt recht deutlich. Walldorf holte zum Gegenschlag aus. In der 19 Minute wurde Mario Gotta im Strafraum gelegt. Doch die Pfeife blieb stumm. Nico Struwe sorgte mit seinem Halbvolley-Schuss in der 31. Minute für den längst fälligen Ausgleich, nachdem Mario Gotta ihm den Ball steil vorgelegt hatte.
Das Führungstor bejubelten die Walldorf-Fans in der 53. Spielminute. Fabian Borger flog über den rechten Flügel an drei Gegenspielern vorbei und konnte zum Schluss noch eine stramm getretene, halbhohe Flanke servieren. Matheisen lief diesem Ball im Fünfmeterraum entgegen und drückte aus kurzer Distanz das Leder mit der Brust ins kurze Eck. Nach einem Foul an Gotta (73.) legte sich Fabian Borger den Ball zurecht. Bestimmungsgemäß landete die Kugel auf dem Kopf von Zweimetermann Jan Deumlich, der das Ding entgegen der Laufrichtung des SGU-Torstehers im Kasten unterbrachte. Der eifrigste Walldorfer Spieler, Mario Gotta, scheiterte zunächst mit seinem Sololauf an Torwart Imre Knyaz (73.) und nur zwei Minuten später versenkt er den Ball im langen Eck. Walldorf führte zu Recht mit 4:1. 
Für Rot-Weiß Walldorf spielten: Kevin Darmstädter, Tobias Werther, Fabian Borger, Marcel Hammann, Christian Matheisen, Julian Ludwig, Nico Struwe, Dennis Wohn, Jan Deumlich, Marc Eichfelder, Mario Gotta. (em)

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