Walldorfer Kerb mit Rummel auf dem Festplatz

Fahrgeschäfte, Schießbuden und Stände sorgen für Spaß bei sonnigem Herbstwetter

Die Festwirte Dennis und Patrick Hausmann hatten auf dem Festplatz alles geboten, was man in Walldorf aus Vor-Coronazeiten kennt. (Foto: Friedrich)

 

Mörfelden-Walldorf (ula). Der Rummel auf dem Festplatz lässt vergangenes Wochenende nicht lange auf sich warten. Walldorfer Kerb? Nix wie hin!, lautet die Maxime. Unter prachtvoll blauem Oktoberhimmel stürmen Menschen Karussells und Buden auf dem Walldorfer Festplatz, kaum dass dieser am Samstag öffnet. Familienausflüge werden unternommen – selbst aus Mörfelden, wo die eigene Kerb zu diesem Zeitpunkt erst ein paar Tage zu Ende ist.

„Endlich kann man wieder raus“, verkünden sechs muntere Erwachsene, die es sich in Hausmanns Biergarten gemütlich machen, „und das Wetter ist herrlich!“ Festwirte Patrick und Dennis Hausmann haben ein Rummelplatzprogramm geschnürt, wie aus Vor-Coronazeiten bekannt. Alles ist da, vom Autoscooter über Riesenrad und Süßigkeitenstand bis zum Kinderkarussell und der Schießbude. Nur das Beiprogramm, ein Kerwebaum und ein paar singende junge Leute mit Kerwevadder an der Spitze, das fällt flach.
Letztmals war das Volksfest auf dem Platz 2019 so gefeiert worden – zwei Jahre später nun ist das Festplatzspektakel zurück. Besonders Familien entern den Rummel, um mit ihren Kindern ein paar vergnügliche Stunden zu verbringen. Und durchaus bereit, hier Bares zu lassen. „Im letzten Jahr fiel alles flach, wir sind froh, dass es wieder aufwärtsgeht“, so zwei junge Mütter, die am Kinderkarussell wachen, während zwei Knirpse Runde um Runde im Spritzenwagen drehen.

Schaustellerbetriebe nehmen den Mehraufwand gerne in Kauf

Ein Hygienekonzept ist für Veranstalter ein absolutes Muss. So sind Plexiglasscheiben aufgezogen worden, Maskierte frittieren Pommes, und das in der Öffentlichkeit allgegenwärtige Desinfektionsmittel steht auch hier in Spendern bereit. Schaustellerbetriebe nehmen den Mehraufwand gerne in Kauf. „Ich bin froh, dass wir wieder etwas zu tun haben“, sagt Volker Suermann-Zey, der mit seinem Raketenflieger und dem Schießstand angereist ist. „Wir waren fast 18 Monate zu Hause“, berichtet der Schausteller. Weil die Coronahilfen längst nicht reichten, ging es ans Eingemachte – das Ersparte auf der Bank.
Viele Mitarbeiter aus Polen und Rumänien haben sich nach anderen Jobs umgeschaut, da wird es eng mit Personal. Trotzdem: Es ist der dritte Rummel, den der Familienbetrieb nach langer Pause wieder bestückt, „und es wird besser“, sagt Suermann-Zey, Schausteller durch und durch. Den Bettel hinzuschmeißen, daran hätten er und seine Frau Astrid nie gedacht. Beide entstammen Schaustellerfamilien, lernten sich 1984 in Bad Nauheim auf dem Volksfest kennen und lieben. Und sie halten zusammen, auch in schweren Zeiten. Volker Suermann-Zey: „Schausteller, das geht nur mit Leib und Seele. Die anderen feiern, du bist am arbeiten, bei jedem Wetter und unter Termindruck.“
In Walldorf jedenfalls haben Traumwetter und ein ausgehungertes Publikum am Kerwewochenende für gute Voraussetzungen gesorgt. Am Dienstagabend dann begann das große Aufräumen. Und Schausteller Volker Suermann-Zey nimmt derweil schon das nächste Ziel ins Visier: den Weihnachtsmarkt in Fulda.

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