Viele Treffer beim Ostereierschießen des SV Tell Mörfelden

Verein hat die Pandemie bislang fast unbeschadet überstanden

Ian Reinhard bekommt beim Ostereierschießen mit dem Lichtgewehr Tipps von Sandrine Arnoul. Foto: Schüler

Mörfelden-Walldorf – Gut besucht war das traditionelle Ostereierschießen des SV Tell Mörfelden in diesem Jahr am Donnerstagabend und Samstagmittag im Schützenhaus an der Rüsselsheimer Straße. Dort wechselten insgesamt 1440 Eier und viele Schoko-Hasen den Besitzer.

Nicht weniger, sondern mit mehr Besuchern rechnete der Schützenverein in diesem Jahr, weshalb die Organisatoren sogar 200 Eier mehr als im Vorjahr zur Verfügung stellten. „Und bei uns ist noch nie ein Ei übrig geblieben“, verrät der Vorsitzende Norman Müller-Salzmann. Bereits in den Vorjahren musste man die Besucher auf die weiteren Anbieter des Ostereierschießens in Mörfelden-Walldorf hinweisen, denn vor allem für die jüngeren Besucher geht es neben dem Spaß und der Erfahrung mal mit einer Licht- oder Luftdruckwaffe zu schießen auch darum, Ostereier und Osterhasen durch ihre Schießleistung zu gewinnen.
Die Pandemie überstand der Verein größtenteils unbeschadet, kaum Mitglieder gingen verloren, was auch daran lag, dass der Schießsport unter Auflagen weiterhin möglich war. „Wer eine Waffenbesitzkarte haben möchte, der muss auch einem Verein angehören. Wenn wir dem Verband eine Abmeldung weitergeben und diese dann an die Behörde weitergemeldet wird, kommt irgendwann die Aufforderung an den Besitzer eine Anmeldung vorzuweisen oder die Karte zurückzugeben und die Waffen nachweislich zu verkaufen oder zu vernichten. Darum hält sich unsere Mitgliederzahl eigentlich immer konstant zwischen 170 und 190“, erläutert der Vorsitzende des SV Tell. Lediglich die Veranstaltungen, wie das internationale Vorderladerturnier, fehlen dem Verein, denn sie generieren viele Einnahmen. Schwierig war aber auch diese Zeit für den Verein. „Wir mussten natürlich immer eine Bahn Abstand im Schießstand halten, mitunter haben wir bei Begegnungen auch jeweils im heimischen Schießstand geschossen und die Ergebnisse dem Gegner gemeldet“, erklärt Müller-Salzmann weiter. Die Gaststätte hingegen erlitt das Schicksal vieler Gastronomien und war stärker betroffen als der Verein.
Beim Ostereierschießen konnte jeder Interessierte mitmachen. Zehn Schuss konnten gekauft werden, diese wurden auf einen Streifen mit Zielscheiben abgegeben. „Wer ins Schwarze trifft, der bekommt ein Osterei, wer die absolute Mitte auch nur ankratzt, gewinnt einen Hasen“, erklärte der Tell-Vorsitzende die Regeln. Damit auch Kinder teilnehmen konnten, saß Sandrine Arnoul am Laptop und dem Licht-Gewehr-Schießstand, wo alle Nachwuchsschützen bis zwölf Jahre ihre Fähigkeiten austesten konnten. Für den zwölfjährigen Ian und den siebenjährigen Johannes Reinhard war es das erste Mal, dass sie im Schießstand um Ostereier schießen durften. „Das hat Spaß gemacht“, sagte Ian, stellte aber fest, dass es nicht so einfach ist, wie gedacht. Dennoch: Einmal hatte er die Mitte getroffen und somit den Schokoladenhasen gewonnen. „Das war eine 10,3, das war schon sehr gut“, sagte Sandrine Arnoul, die allen jüngeren Teilnehmern gerne Tipps gab, wie sie das Lichtgewehr richtig bedienen und zielen können. msh
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