Mit viel Schwung ins neue Jahr

Walzer, Arien und Sinfonien: Johann-Strauss-Orchester begeistert im Bürgerhaus

IM WALZERTAKT schwebte die Volkstanzgruppe der SKV Mörfelden vor der Bühne über das Parkett. (Foto: Postl)

Mörfelden-Walldorf (pos). Die Tradition ist geblieben, der Veranstaltungsort hat jedoch gewechselt. Da die Stadthalle Walldorf „in Reparatur ist“, wie man sagen würde, gastierte das Johann-Strauss-Orchester Wiesbaden um seinen Dirigenten Herbert Siebert diesmal im Bürgerhaus Mörfelden.

 

Die einen Besucher hatten es je nach Stadtteil etwas näher, die anderen etwas weiter – und einige suchten vor Beginn noch rasch einen Parkplatz. „Also, bei uns ist das einfacher“, meinte ein Paar aus Walldorf. „Ja, weil ihr euch dort auskennt, wir hatten kein Problem“, meinten ihre Bekannten aus Mörfelden. Dennoch schafften es alle Gäste, darunter auch Bürgermeister Heinz-Peter Becker, rechtzeitig zum Konzertbeginn in den großen Saal des Bürgerhauses.
Dirigent Siebert hat zwar das Johann-Strauss-Orchester gegründet, ist aber dennoch ein großer Fan von Beethoven. Dies belegte er denn auch gleich mit dem ersten Satz von Beethovens 7. Sinfonie, den das Orchester zur Konzerteröffnung musizierte. „Das ist aber auch eine wirklich schöne Komposition“, war selbst Moderator Bernd-Peter Arnold begeistert und verriet schon mal die nächsten Pläne des Dirigenten.
„Beethoven wäre im übernächsten Jahr 250 Jahre alt geworden, deshalb arrangiert Herbert Siebert ein Konzertfestival nur mit Beethoven-Kompositionen“, erklärte der Moderator. „Das Orchester wird dann im Kurhaus Wiesbaden, vielleicht in der Carnegie Hall in New York – und wenn Sie es wünschen, möglicherweise auch in Mörfelden-Walldorf auftreten“, warb Arnold für die geplante Beethoven-Konzerttournee.
Dann ging es aber wirklich mit einer Strauss-Komposition weiter. „Wenn ich Ihnen sage, dass der folgende Walzer aus der Operette „Das Spitzentuch der Könige“ stammt, dann wird ihnen dies überhaupt nichts sagen – aber Sie werden die Walzer-Melodie bestimmt erkennen“, meinte der Moderator. Und schon bei den ersten Takten war vielen klar: Ja, den Walzer kennen wir. Nun war auch der Titel bekannt: „Rosen aus dem Süden“. Da regte sich die Tanzlust in den Reihen der Besucher.
Auch die Mitglieder der SKV-Folkloregruppe hielt es nicht auf ihren Plätzen und die Tanzpaare schwebten im Walzertakt über das Parkett vor der Bühne. Dazwischen ertönte immer wieder eine klare Stimme aus dem Hintergrund. Zu wem sie gehörte, erfuhren die Konzertbesucher, als Sopranistin Claudia Grundmann das Lied „Heia, in den Bergen“ aus der Operette „Die Csárdásfürstin“ emotional präsentierte.
Mit den Kompositionen „Perpetuum mobile“ von Johann Strauss und „Mein Lebenslauf ist Lieb und Lust“, aus der Feder von Josef Strauss, war das Orchester wieder „auf Linie“. Mit dem Lied vom „Waldmägdelein“ aus der Operette „Die lustige Witwe“ war Sopranistin Grundmann wieder in ihrem Element.
„Die Komposition Fledermaus ist eine der am meisten gespielten Melodien und gehört zu jedem Neujahrskonzert“, kündigte Moderator Bernd-Peter Arnold die bevorstehende Pause an.
Auch im zweiten Teil begeisterten die Musikerinnen und Musiker, bestens „eingesetzt“ vom Konzertmeister Artur Wendt und gefühlvoll, doch bestimmend geführt von Dirigent Siebert, das Publikum.
Ob „Wien bleibt Wien“ oder die Arie der Helena – das Wechselspiel von musikalischen Darbietungen und gesanglichen Höhepunkten, wie „Meine Lippen, die küssen so heiß“, wurden mit großem Applaus bedacht. Und als das offizielle Programm mit dem „Cachucha-Galopp“ endete, forderte das Publikum weitere Zugaben, die das Orchester gerne erfüllte.

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