Verweis auf die Hilfsfristen

Feuerwehren leisten 13 718 Stunden – Standort der Gerätehäuser erneut Thema

FÜR JAHRZEHNTELANGEN EINSATZ ehrte Kreisbrandinspektor Friedrich Schmidt die Feuerwehrleute Gerhard Semmler, Günther Knodt, Jens Trapp, Werner Gruber, Oliver Bohrer und Hermann Fritz (von links). (Foto: Schwappacher)

Mörfelden-Walldorf. Die Freiwillige Feuerwehr Mörfelden-Walldorf hat im letzten Jahr stolze 13 718 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet. Bei der Jahreshauptversammlung am Freitagabend stand nicht nur der Rückblick auf 2016 an. Auch die Zukunft der Gerätehäuser war Thema in der Stadthalle. 

In einer Stellungnahme hat sich die Wehrführung vor Kurzem klar gegen eine Zusammenlegung der Gerätehäuser ausgesprochen (wir berichteten). Bürgermeister Heinz-Peter Becker (SPD) erklärte nun, dass der Meinungsbildungsprozess in der Politik noch nicht abgeschlossen sei. An beiden Gebäuden werden in absehbarer Zeit größere Sanierungsmaßnahmen nötig, weshalb immer wieder über einen Neubau oder gar einen Umzug an einen anderen Standort diskutiert wird. Die Koalition aus SPD, Freien Wählern und FDP stellte dazu im Dezember einen Prüfantrag. 
„Es muss erlaubt sein, dass die Politik Fragen formuliert, auch wenn diese einem nicht gefallen“, so der Rathauschef. Mit dem Antrag ist die Verwaltung aufgefordert, zu untersuchen, ob es alternative Standorte für die Walldorfer Feuerwehr gibt. Weiter soll geprüft werden, ob eine Zusammenlegung der Wehren möglich ist.
Bis zum Sommer möchte der Bürgermeister einen Workshop der Brandschutzkommission abhalten, in dem es um diese Fragen und die grundsätzliche Zukunft der Gerätehäuser gehen wird. Auch innerhalb der Feuerwehren gebe es unterschiedliche Meinungen, die in dem Workshop berücksichtigt werden sollen, so Becker. Die Ergebnisse sollen anschließend dem Parlament präsentiert werden.
Natürlich dürfe alles gefragt und diskutiert werden, erwiderte Friedrich Schmidt. Der Kreisbrandinspektor betonte aber, dass es dabei seine Aufgabe sei, den gesetzlichen Rahmen in den Vordergrund zu rücken. Und die vorgeschriebenen Hilfsfristen ließen ein Gerätehaus für beide Stadtteile nun mal nicht zu. 
Die Fristen regeln, dass im Zuständigkeitsbereich jeder Einsatzort innerhalb von zehn Minuten erreichbar sein muss. Und das sei schon heute mit Standorten in Mörfelden und Walldorf nicht einfach, so der Kreisbrandinspektor.
Den zehn Kameradinnen und 139 Kameraden aus Mörfelden-Walldorf sprach Schmidt Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit aus. Angesichts die vielen Einsätze, Fortbildungen und der Instandhaltung von Fahrzeugen und Ausrüstung seien die Einsatzabteilungen täglich gefordert, rief er in Erinnerung. 
Was es im letzten Jahr alles zu bewältigen galt, erläuterte Stadtbrandinspektor Jörg Bormann. Unter den 282 Einsätzen waren demnach 93 Brände. Zu Hilfeleistungen, wie Verkehrsunfällen und Gefahrguteinsätzen, wurde die Feuerwehr 88 Mal gerufen. Für Unmut sorgten 101 Fehlalarmierungen.
Beide Einsatzabteilungen brachten es damit insgesamt auf 6801 Stunden, allerdings ohne Brandsicherheitsdienste, Brandschutzerziehung, Schulungen sowie Übungen. Addiert man alles auf, steht unterem Strich ein ehrenamtlicher Einsatz von 13 718 Stunden. Die Jugendfeuerwehr kam mit Übungen, Ausbildung und Freizeitprogramm auf weitere 1520 Stunden. Aktuell sind 40 Nachwuchskräfte aktiv, schilderte Günther Knodt.
Bevor es mit dem gemütlichen Teil der Versammlung weiterging, standen Ehrungen und Beförderungen an. Für 25 Jahre Feuerwehreinsatz sind Günther Knodt, Jens Trapp und Oliver Bohrer ausgezeichnet worden. Gerhard Semmler und Werner Gruber sind seit 40 Jahren dabei, und stolze 60 Jahre kann Hermann Fritz vorweisen. 
Zum Oberfeuerwehrmann befördert wurde Patrick Finkel. Christian Zwilling ist nun als Löschmeister im Einsatz, und Christoph Geiß stieg in den Rang des Oberlöschmeisters auf. Mit einer Anerkennungsprämie bedankte sich die Stadt bei langjährigen Einsatzkräften. Isabelle Filusch, Marcel Pons und Pascal Schwarz wurden für zehn Jahre gewürdigt. Doppelt so lange sind Oliver Bohrer, Jens Filusch und Lars Rehwinkel schon dabei. (seb)

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