Schon im März geht es weiter

Ausstellung in der Kommunalen Galerie endete mit Aufführung und Konzert

ALLES KANN KUNST SEIN, auch diese Bürste. Diese Position wurde zumindest in der Aufführung von Hans Bolz vertreten. Das augenzwinkernde Stück war am Samstag in der Kommunalen Galerie zu sehen. (Foto: Schwappacher)

Mörfelden-Walldorf. Drei Wochen bot die Kommunale Galerie einen Blick auf die Kunstszene des Kreises. Mit einem Konzert der Maniac Bullfrogs und einer Aufführung von Hans Bolz ging die Gemeinschaftsausstellung „Kunst von uns“ nun zu Ende. 

Die Kommunale Galerie versteht sich nicht als reiner Ausstellungsraum, sondern bietet Literatur, Musik und Schauspiel immer wieder ein Forum. So war es auch bei den Abschlussveranstaltungen am Samstag und Sonntag. Doch bevor das Kulturprogramm begann, schlenderten Besucher ein letztes Mal an den Gemälden, Installationen und Skulpturen vorbei. 
Zu sehen gab es Arbeiten von Künstlern aus dem ganzen Kreisgebiet. Zum Thema Natur präsentierten Gerhard Schüpfer-Maciolek, Claudia Eckstein-Strehlow, Jannie Frühwald, Anita Kilbert, Beate Michel, Siegfried Michl, Klaus Nitt, Siggi Liersch, Brigitte Pons, Jutta Sauerborn, Oleksiy Dolinskyy und Reiner Kemmler ihre Werke.
Ob die Ausstellungsobjekte denn als Kunst zu verstehen seien, diskutierte Hans Bolz am Samstag in seinem augenzwinkernden Stück. „Eigentlich solle es eine Performance geben“, begrüßte er die Zuschauer. Weil ihm aber der Sinn nach etwas Lustigem stand, entwickelte er kurzerhand eine kleine Aufführung um die Frage nach dem Kunstverständnis. Dafür schlüpfte Bolz in die Rolle des Moderators Hans Himmelreich von „Walldorf TV“ und seinen drei Talkgästen. Gemeinsam wollte man klären, was denn überhaupt Kunst ist. 
Aber wie mitunter bei echten Talkshows, gab es auch hier kein befriedigendes Ergebnis, was angesichts der Gäste auch nicht verwunderte. Ein Kunstexperte mit Schal um den Hals setzte zu akademischen Ausführungen an, die allesamt keine nachvollziehbare Erklärung lieferten. Den passenden Gegenpol gab ein erklärter Kunstfeind. Die Beine lässig auf dem Tisch, postulierte er, dass jeder Kunst könne, wenn er nur selbstbewusst auftrete. 
Der dritte Gast der Runde war ein Bienenzüchter, der die Debatte auch nicht weiterzubringen vermochte. So erlebte man stereotype Charaktere, die sich vor allem selbst gefielen und mit ihrem Auftreten für so manchen Schmunzler sorgten. 
Den musikalischen Schlusspunkt der Gemeinschaftsausstellung setzten am Sonntag die Maniac Bullfrogs mit einer Mischung aus Folk, Country- und Rockmusik. 
Schon im März werde es weitergehen, kündigte Otto Schaffner von der Kommunalen Galerie an. Dann hat man den Frankfurter Galeristen Ulrich Gering zu Gast. Der renommierte Kunstkenner hat sich seit vielen Jahren dem Realismus verschrieben und wird entsprechende Arbeiten präsentieren.
Insgesamt sind in diesem Jahr sechs bis sieben Ausstellungen geplant. Erstmals soll parallel zum Skulpturenpark eine Werkschau zu sehen sein. Nachdem sich die Teilnehmer der letzten Freiluftschau in Mörfelden-Walldorf gut aufgehoben fühlten, möchte Schaffner mit ihnen eine Ausstellung für die Kommunale Galerie konzipieren. 
Über die Sommermonate bekommen Kunstfreunde dann einiges geboten und können sich schon jetzt auf zwei spannende Skulpturenausstellungen freuen. (seb)

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