Schon 15 Projekte umgesetzt

Bermeg auf Wachstumskurs – Blockheizkraftwerk in Heidelberger Straße geplant

DIE KITA V in der Heidelberger Straße soll an eine geplante Wärmezentrale der Energiegenossenschaft angeschlossen werden. Auch die Seniorenwohnanlage und die im Bau befindlichen Sozialwohnungen auf dem Nachbargrundstück will die Bermeg so mitversorgen. (Foto: Schwappacher)

Mörfelden-Walldorf. Die Energiegenossenschaft „BürgerEnergieRheinMain“ ist weiter auf Wachstumskurs. 15 Projekte wurden seit ihrer Gründung vor rund fünf Jahren realisiert, weitere sind bereits in Planung oder kurz vor der Umsetzung. Aktuell sucht die Genossenschaft neue Mitglieder zur Finanzierung einer Wärmezentrale in der Heidelberger Straße.

Das Blockheizkraftwerk solle sowohl Wärme als auch Strom für drei Gebäude liefern, berichtete Bermeg-Vorsitzender Thomas Otterbein. Dabei handelt es sich um die Kindertagesstätte V, die Seniorenwohnanlage auf dem Nachbargrundstück sowie die derzeit noch im Bau befindlichen neun Sozialwohnungen Am Schlichter.
Alle drei Immobilien sind im städtischen Besitz, gebaut und betrieben wird die geplante Wärmezentrale von der Genossenschaft. Eine Refinanzierung ist über den Verkauf von Wärme und Strom an Mieter sowie die Stadt vorgesehen.
Durch die Einbeziehung der drei Gebäude könne man auf ein mittelgroßes Blockheizkraftwerk setzen, das effizienter als kleinere Anlagen laufe, so Otterbein zum wirtschaftlichen Aspekt. Das Kraftwerk soll 90 Prozent des Strombedarfs der Gebäude abdecken, zusätzlich für Warmwasser sorgen und Heizungsanlagen ersetzen.
„Jetzt ist eine gute Gelegenheit dazu“, meinte der Vorsitzende. Denn ohne das geplante Blockheizkraftwerk müssten die Heizkessel in der Kita und der Seniorenwohnanlage bald ersetzt werden. Außerdem spare sich die Stadt den Einbau eines eigenen Heizkessels in den Sozialwohnungen. Die Technik für alle drei Gebäude würde zukünftig in der Seniorenwohnanlage untergebracht sein und könnte schon im Sommer in Betrieb gehen.
Rund 150 000 Euro braucht die Genossenschaft zur Finanzierung, etwa ein Drittel der Summe ist bereits abgedeckt. Und Otterbein ist sich sicher, genügend Mitglieder zu finden, die den restlichen Betrag aufbringen. Eine Informationsveranstaltung in der letzten Woche war gut besucht, auch schlossen sich neue Mitglieder der Genossenschaft an. „Eines unserer Prinzipien ist, Zinsen lieber an unsere Mitglieder statt an eine Bank zahlen zu wollen“, ergänzte Pressesprecher Jörn Burger. Einen regulären Kredit wolle man daher nur im Notfall aufnehmen. 
Wer sich an der Wärmezentrale beteiligen möchte, muss mindestens zwei Geschäftsanteile à 200 Euro kaufen. Danach hat man die Möglichkeit, der Genossenschaft ein Nachrangdarlehen zu gewähren, das mit dem festen Satz von drei Prozent verzinst wird. Sollte das Geld für die Anlage schnell eingesammelt sein, sind schon die nächsten Vorhaben zur Aufnahme von Neumitgliedern in Sicht.
Unter anderem ist man dabei, eine Fotovoltaikanlage auf der Waldenser-Schule sowie weitere Wärmezentralen zu konzipieren. „Andere Genossenschaften haben das Problem, dass ihnen die Projekte ausgehen“, so Otterbein. In Mörfelden-Walldorf sehe das anders aus. Der Wachstumskurs der nächsten Jahre sei bereits vorgezeichnet.
Weitere Informationen und Kontaktadressen sind auf der Homepage www.bermeg.de zu finden. (seb)

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