Sanierung dringend nötig

Bahnbrücke wird keinen breiten Fuß- und Radweg bekommen

IN DIE JAHRE GEKOMMEN: Vor allem das Geländer der Bahnbrücke in der Aschaffenburger Straße muss erneuert werden, damit bei einem Verkehrsunfall nichts auf die Riedbahnstrecke stürzt. (Foto: Schwappacher)

Mörfelden-Walldorf. Noch im Sommer sollen die Sanierungsarbeiten an der Bahnbrücke in der Aschaffenburger Straße beginnen. Angesichts der klammen Stadtkasse möchte der Magistrat nur die dringlichsten Arbeiten erledigen lassen. Das Parlament stimmt in seiner Sitzung am 8. April über die Vorlage ab. Die Baukosten werden mit knapp 478 000 Euro angegeben.

Vom Tisch ist mittlerweile die einst diskutierte Verbreiterung der Bahnbrücke, die einen offiziellen Fuß- und Radweg ermöglicht hätte. Die Kosten dafür seien schlicht zu hoch, erklärte Bürgermeister Heinz-Peter Becker (SPD). Investitionen in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro wären nötig geworden, um auf der Brücke einen drei Meter breiten Weg anlegen zu können.
Eine komplette Radwegeverbindung über die Aschaffenburger Straße zum Badesee gebe es damit aber ohnehin nicht. Denn vor und nach der Brücke bestehe kein offizieller Weg, so Becker. Die hohen Ausgaben für eine aufwendigere Brückensanierung machten daher keinen Sinn. Nun soll der Weg über die Brücke eine Breite von 1,5 Metern bekommen.
Wenn die Stadt ganz auf eine Sanierung verzichte, drohe im schlimmsten Fall eine Sperrung, erläuterte der Referent des Bürgermeisters, Heinrich Viebrock. Denn bei der letzten Kontrolle stellten Prüfer einen kritischen Zustand des Bauwerks fest. Um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, seien nach der nächsten Kontrolle Maßnahmen von Geschwindigkeitsbeschränkungen bis hin zu einer Vollsperrung zu erwarten.
Bei einem Blick auf das Brückengeländer fällt der Sanierungsbedarf sofort ins Auge. In den letzten Jahren wurde das Geländer nur notdürftig repariert. Überall sind Roststellen und Ausbesserungen zu sehen. Die Magistratsvorlage sieht neben einer Erneuerung des Geländers weiter vor, die Brückenkappen von 15 auf 20 Zentimeter zu erhöhen. Die kleinen Betonmauern sollen bei einem Verkehrsunfall die Wucht der Fahrzeuge abfangen und verhindern, dass sie durch das Geländer brechen und auf die Bahnstrecke stürzen. Zusätzlich ist vorgesehen, die Geländer mit Drahtseilen zu sichern.
Die Bauarbeiten sind für den Zeitraum vom 14. Juli bis 10. November vorgesehen und sollen insgesamt 14 Wochen betragen. Ab dem 18. August ist eine Sperrung der Aschaffenburger Straße angedacht. Abgestimmt werden musste der Termin mit der Bahn, da eine Beeinträchtigung des Zugverkehrs durch Bauarbeiten zwei Jahre im Vorfeld angemeldet werden müsse, erläuterte Becker. Es sei daher unbedingt notwendig, den vorgegebenen Zeitplan einzuhalten. Andernfalls sei nicht abzusehen, wann die Bahn einen neuen Termin genehmige.
„Nach der Sanierung ist die Brücke für mehr als zehn Jahre ertüchtigt“, sagte Becker abschließend. Die ursprünglichen Pläne für einen Neubau sind daher nicht ganz vom Tisch, aber vorerst zurückgestellt. Zu Beginn der Diskussion über den Zustand der Bahnbrücke war ein kompletter Neubau geplant. Rund 6,2 Millionen Euro sollte das Projekt kosten. Nachdem sich die Haushaltssituation zuspitzte, verzichtete die Stadt auf das Vorhaben. (seb)

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