Ruhig ein bisschen anders sein

Rund 200 Fünftklässler an der Bertha-von-Suttner-Schule begrüßt

MIT BLUMEN wurden die neuen Schüler der Bertha-von-Suttner-Schule am Montag in der Aula empfangen. Insgesamt starteten rund 200 Fünftklässler in den neuen Schulalltag. Auch die IGS Kelsterbach begrüßte ihre 94 neuen Fünftklässler mit Blumen. Lesen Sie mehr darüber im aktuellen Freitags-Anzeiger. (Foto: Schwappacher)

Mörfelden-Walldorf. „Die Bertha-von-Suttner-Schule ist ein bisschen anders“, begrüßte Ute Zeller die neuen Fünftklässler und ihre Eltern am Montag. Die Rektorin stimmte auf ein abwechslungsreiches Angebot abseits der bekannten Fächer ein und freute sich auf einen Dialog mit den Neuzugängen. 

Diese sind längst so zahlreich, dass die Aufnahmefeier in vier Blöcken über die Bühne gehen musste. Insgesamt waren es rund 200 Kinder, die nach und nach in der Aula empfangen wurden. Anschließend hatten sie Gelegenheit, ihre neuen Klassenlehrerinnen kennen zu lernen. Umrahmt wurde die Begrüßungsfeier von Musik- und Tanzvorführungen.
„Ihr seid ab heute alle Berthaner“, sagte Zeller und stellte ihr persönliches Alphabet vor, in dem jeder Buchstabe von Bertha für eine Eigenschaft der Schulgemeinschaft steht. 
Mit dem B verbindet die Rektorin die Begabungen der Kinder, die sich in den nächsten Jahren weiter entfalten sollen. Dafür biete man ein spannendes Programm, das längst nicht nur aus Mathematik, Deutsch und Geschichte bestehe. Die Kultur- und Europaschule habe Musik- und Theaterprojekte im Angebot, zahlreiche Sportkurse und einen ungewöhnlichen Sprachunterricht, zu dem etwa Chinesisch gehört. 
Das E im Bertha-Alphabet stehe für Entdecken und Ermutigen, fuhr die Schulleiterin fort. Beim Buchstaben R machte sie auf die verschiedenen Richtungen aufmerksam, die eine Schullaufbahn einschlagen kann. Dabei gehe es darum, für jeden den besten Abschluss zu finden und zu erreichen. Dies müsse nicht immer das Abitur sein. 
Hinter dem T verberge sich der Teamgeist. Denn es gelte, zusammenzuarbeiten und eine starke Klassengemeinschaft zu bilden. Auch solle die Schule zur Heimat werden, was das H unterstreiche. An der Bertha verbrächten die Schüler mitunter mehr Zeit als zuhause bei ihren Eltern, so Zeller. Der letzte Buchstabe betone schließlich das Anderssein. „Die Bertha ist anders. Und es ist in Ordnung, wenn auch ihr anders seid. Das bringt die Welt voran“, schloss Zeller ihre Begrüßung.
Viele Lehrer warten nun auf die Fünftklässler und setzen alles daran, die Neuzugänge an der Hand zu nehmen, ergänzte Stufenleiter Jannis Kounatidis. Um es langsam angehen zu lassen, haben die Kinder bis Donnerstag Unterricht in ihren Klassenverbänden. Hier haben sie Zeit, alle organisatorischen Fragen zu klären und die Mitschüler kennen zu lernen.
Willkommen geheißen wurden die Kinder auch von der stellvertretenden Vorsitzenden des Schulelternbeirats, Sabine Yilanci, sowie dem Vorsitzenden des Fördervereins, Heinrich Viebrock. Letzterer nutzte die Gelegenheit, zu so vielen Eltern sprechen zu können, für einen kleinen Werbeblock. Die Schülerzahl steige zwar immer weiter an, die finanziellen Möglichkeiten des Fördervereins aber leider nicht im gleichen Maße, sagte Viebrock. Der Verein sei daher auf mehr Mitstreiter angewiesen und werde in Zukunft seine Unterstützung für einzelne Kinder auch davon abhängig machen müssen, ob die Eltern Mitglied sind. 
Aufgelockert wurde der Empfang von einem Bandprojekt der Klasse 7H2, das mit dem Song „Shape of you“ von Ed Sheeran auf die Bühne kam. Eine Mischung aus Tanz und Gesang zeigte der Kurs kulturelle Praxis aus der sechsten Klassenstufe, und am Klavier begleiteten die Oberstufenschüler Alexandra Mangold und David Mertens die Veranstaltung. 
Mit einer Mischung aus Ungeduld und Aufregung dürften die Fünftklässler Reden und Rahmenprogramm verfolgt haben. Als es dann für sie richtig losging, wurden die Kinder auf die Bühne gerufen und mit einer Sonnenblume begrüßt. Anschließend machten sie sich auf den Weg in die neuen Klassenräume. (seb)
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