"One Billion Rising" auf dem Mörfelder Dalles

50 Menschen bekundeten bei Tanzdemo ihr „Nein“ zu Gewalt an Frauen

TANZFLASHMOB AUF DEM MÖRFELDER DALLES: Rund 50 Bürger beteiligten sich an der Aktion „One Billion Rising“ am Valentinstag. (Foto: Friedrich)

Mörfelden-Walldorf (ula). Laute Musik, eine tanzende Menge, ein regenbogenfarbenes Banner: Der Dalles wurde am Valentinstag Bühne für einen „Tanzflashmob“. 

Doch die bunte Zusammenkunft der rund 50 Teilnehmer hat einen rabenschwarzen Hintergrund: „Jede dritte Frau weltweit erleidet nach einer Statistik der Vereinten Nationen mindestens einmal in ihrem Leben Gewalt“, erklärte Doris Schöneberger, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der Doppelstadt. „One Billion Rising“ (deutsch: Eine Milliarde erhebt sich) ist eine internationale Kampagne für ein Ende der Gewalt an Mädchen und Frauen. Immer am Valentinstag. Weitweit und zum zweiten Mal in Mörfelden-Walldorf. „Wir brauchen welche, die schreien können. Die das Unrecht beim Namen nennen können“, forderte Kristin Flach-Köhler vom Evangelischen Zentrum für interkulturelle Bildung vor der versammelten Menge. Es waren überwiegend Frauen, aber auch vereinzelt Männer. Gemeinsam mit der städtischen Gleichstellungsbeauftragten und den „Omas gegen Rechts“ initiierte Flach-Köhler die knapp 40-minütige Aktion.

Auch die „Omas gegen Rechts“ machen mit

Die Teilnehmer, angeleitet von TGS-Übungsleiterin Patricia Rauert, demonstrierten tanzend ihr „Nein“ gegen Missbrauch, Vergewaltigung, schweren Körperverletzungen bis hin zum Mord an Mädchen und Frauen. „Toll, dass so viele gekommen sind“, so die „Omas gegen Rechts“ – die erste Aktion in Walldorf startete 2019 mit 15 Teilnehmern. Die Omas, eine lockere Initiative der Älteren, Lebenserfahrenen, bekunden ihre Solidarität und mischen sich gesellschaftlich ein. Auch hier, wo man kreativ öffentlich auf weltweite Missstände hinweist. Die Initiative der Omas sei inzwischen auf rund 200 angewachsen, erklärt Ingeborg Lickteig, auch Opas machen mit. Das Bündnis ist lose, aber engagiert: Zivilcourage einer Generation älterer Bürger, die Faschismus, Antisemitismus und Hass in Deutschland zum Großteil selbst miterlebten. Aktionen gegen Gewalt, diesmal speziell am weiblichen Geschlecht, ist ein Fall für die „Omas“.

Einsatz für das Recht aller Menschen, in Geborgenheit und Sicherheit aufzuwachsen

„One Billion Rising“, die tanzende Protestwelle, war trotz des Wintertermins auch in der Doppelstadt angekommen. Kaum mehr als ein Dutzend demonstrierten vor einem Jahr in Walldorf. Nun waren es fast viermal so viele, die ihre Solidarität öffentlich tanzend bekundeten. „Und damit ihre Bereitschaft, nicht wegzusehen, sondern sich gemeinsam einzusetzen für das Recht aller Menschen, in Geborgenheit und Sicherheit aufzuwachsen und selbstbestimmt durchs Leben zu gehen“, sagte Doris Schöneberger. Weltweit beteiligen sich am Valentinstag geschätzt eine Milliarde Frauen an der Aktion „One Billion Rising“. In Deutschland wurden in über 130 Kommunen Demonstrationen gegen Gewalt an Frauen angekündigt. Die Kampagne wurde im September 2012 von der US-Amerikanerin Eve Ensler initiiert. Die Schriftstellerin und Künstlerin gründete bereits 1998 den V-Day, einen internationalen Aktionstag gegen Gewalt an Frauen. Enseler selbst wurde vom 5. bis zum 16. Lebensjahr von ihrem Vater missbraucht und misshandelt.

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