Neuer Dezernent in Mörfelden-Walldorf

Achim Sibeth ist für die Bereiche Sport, Kultur und Integration verantwortlich

Er will was in Mörfelden-Walldorf bewegen: Achim Sibeth geht seine neue Aufgabe als ehrenamtlicher Dezernent für Sport, Kultur und Integration mit Zuversicht an. (Foto: Koch)

Mörfelden-Walldorf (ako). Im neuen Magistrat haben zwei ehrenamtliche Stadträte wichtige Verantwortungsbereiche übernommen. Bernd Körner (CDU) ist neuer Bürger- und Ordnungsdezernent, Achim Sibeth (Grüne) ist als Dezernent für Sport, Kultur und Integration zuständig. Bürgermeister Thomas Winkler (Grüne) hatte Sibeth gefragt, ob er dieses Amt übernehmen wolle. „Für das mir entgegengebrachte Vertrauen bin ich sehr dankbar“, so Sibeth.

Der Rathauschef hatte angekündigt, ehrenamtlichen Stadträten mehr Verantwortung zu übertragen. Für den Zuständigkeitsbereich von Sibeth war zuvor Winkler selbst verantwortlich, Körner ist der Nachfolger von Steffen Seinsche (FDP). Sibeth geht seine neue Aufgabe mit Motivation und viel Zuversicht an. Die Bürger hätten bei der Kommunalwahl im März den Willen für Veränderung in der Stadtpolitik zum Ausdruck gebracht. Sibeth freut sich daher auf die Zusammenarbeit in der neuen Koalition aus Grünen und CDU, betont aber auch, dass er stets für gute Ideen von allen Seiten offen sei, auch aus der Opposition.

Begeisterung für Kunst und fremde Kulturen von Kindheit an

Der 1954 in Tübingen geborene Sibeth hat eine spannende 35-jährige Berufstätigkeit hinter sich, die er 2019 beendet hat. Das eröffnet ihm jetzt die nötige Zeit als Dezernent. Sein beruflicher Werdegang hatte sich früh abgezeichnet. „Kunst und fremde Kulturen haben mich schon seit Kindertagen intensiv beschäftigt. Ich möchte sie gerne anderen Menschen nahebringen.“ Nach dem Studium der Ethnologie und Kunstgeschichte war er als Wissenschaftler ab 1984 am Linden-Museum in Stuttgart und später am Weltkulturenmuseum in Frankfurt beschäftigt. Der berufliche Wechsel in die Mainmetropole war mit einem Umzug nach Südhessen verbunden. Seit 1990 wohnt Sibeth in der Doppelstadt, er lebt mit seiner Frau Gabriele Schuster in Mörfelden. Sibeth hat zwei erwachsene Töchter aus erster Ehe, zudem ist er Großvater einer Enkelin und eines Enkels. 
Im Weltkulturenmuseum in Frankfurt war Sibeth bis 2010 Kustos für südostasiatische Kulturen. Im Anschluss arbeitete er neun Jahre als Kurator der privaten Sammlung der Mandala Foundation mit Sitz in Singapur, was für Sibeth mit vielen Auslandsreisen, insbesondere nach Indonesien, verbunden war. Über die Kunst und Kultur dieses Landes hat er zahlreiche wissenschaftliche Bücher und Artikel verfasst. Es gehörte für ihn zum normalen Berufsalltag, Ausstellungen zu organisieren. Dies dürfte ihm in seiner neuen Position zugutekommen.

Seit vielen Jahren mit der Kommunalpolitik vetraut 

Mit dem politischen Geschäft ist Sibeth vertraut. So gehörte er von 1997 bis 2005 für die Grünen der Stadtverordnetenversammlung an. Er war Mitglied des Kultur- sowie des Haupt- und Finanzausschusses. Zudem war er in seiner Fraktion stellvertretender Vorsitzender. Die Mitgliedschaft bei den Grünen entstand nicht durch familiäre Prägung. „Mein Vater war für die CDU, meine Mutter für die SPD“, sagt Sibeth, der sich schon in den 80er-Jahren mit den Grünen identifizierte. Nach einer Veranstaltung der Partei 1996 in Mörfelden-Walldorf gab er sich zusammen mit seiner Ehefrau einen Ruck – beide traten ein. Sibeth ist stolz darauf, was die Grünen seiner Ansicht nach bewegt haben: „Flüsse, Seen und Luft sind heute viel sauberer als noch vor Jahrzehnten“, nennt er ihm sehr wichtige Punkte. Als ehrenamtlicher Dezernent hat Sibeth schnell Kontakt zu den Führungskräften, Mitarbeitern und Ehrenamtlichen in seinem Amtsbereich aufgenommen. „Ich habe bereits viele Gespräche geführt.“ In seine Zuständigkeit fallen das Sport- und Kulturamt, das Integrationsbüro, die Vereine, die Stadtbüchereien, das Waldschwimmbad, die Musikschule, die Heimatmuseen sowie der Skulpturenpark und die Kommunale Galerie. Für letztere hat sich Sibeth vor Jahren selbst ehrenamtlich engagiert.

Mehr Begegnungsmöglichkeiten zwischen den Bevölkerungsgruppen

Ihm ist wichtig, nach der Bewältigung der Corona-Pandemie mehr Begegnungsmöglichkeiten zwischen den Bevölkerungsgruppen der Doppelstadt zu schaffen. Die Beteiligung von bislang im politischen und gesellschaftlichen Leben unterrepräsentierten Gruppen soll erhöht werden. Hierbei wird Sibeth eng mit Anette Keim, der Leiterin des Integrationsbüros, zusammenarbeiten. Er kennt sie bereits sehr gut. „Ich bin seit 2015 ehrenamtlich im Netzwerk Miteinander bei der Betreuung von Geflüchteten tätig.“ Sibeth betont, dass die Integrationsarbeit der Stadt durch die hierfür eingerichtete Stabsstelle aufgewertet wurde. Als wichtige zeitnahe Aufgabe in Sibeths Amtsbereich steht die Eröffnung der Badesaison unter Corona-Bedingungen im Waldschwimmbad an. „Sofern die Inzidenzzahlen weiter niedrig bleiben, dürfen wir hoffentlich im nächsten Monat öffnen“, sagt der Dezernent.

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