Müllsammelaktion in Mörfelden-Walldorf mit 155 Freiwilligen

Trotz Corona packten viele für eine saubere Umwelt an / Erstes Fundstück war eine Axt

Aktiv für ein sauberes Umfeld: Siebtklässler der Bertha-von-Suttner-Schule samt Eltern und Geschwistern haben sich an der zweiten Müllsammelaktion der Stadt beteiligt. Unser Bild zeigt (von links): Sotirios Vernisoglou, Jule Ritter, Semina Vujic, Daris Vujic, Erna Braumann, Artemis Vernisoglou und Naser Vujic. (Foto: Schüler)

Mörfelden-Walldorf (msh).  Anders als gewohnt ist die zweite Müllsammelaktion der Stadt Mörfelden-Walldorf in diesem Jahr gelaufen. Aufgrund der Corona-Pandemie gab es dieses Mal keine zentralen Anlaufpunkte, vielmehr sollten sich die angemeldeten Kleingruppen ein Areal zum Müllsammeln aussuchen und bekamen Müllzangen und Müllsäcke vom Bauhof dorthin gebracht. Auch das traditionelle Schnitzelessen zum Abschluss des Sammel-Vormittags musste entfallen, stattdessen erhielten die Teilnehmer eine kleine Verpflegung, welche die Stadt bereitgestellt hatte.

„Wir sind sehr froh, dass wir doch noch mit einer Müllsammelaktion starten können, denn in den vergangenen Monaten wurde leider mehr Müll achtlos weggeworfen oder beim Picknick liegen gelassen, als in Zeiten vor Corona“, merkte Bürgermeister Thomas Winkler an. Sein Aufruf wurde gehört, dennoch waren es weniger Freiwillige als in den vergangenen Jahren, die sich angemeldet hatten. Nachdem im Vorjahr mehr als 200 Teilnehmer freiwillig die Umgebung von Mörfelden-Walldorf aufräumten, hatten sich dieses Mal nur 155 eingefunden. Angesichts der kurzfristigen Bekanntgabe der Müllsammelaktion und der veränderten Organisation dennoch ein Erfolg für das Umweltamt der Stadt. 

Auch viele Schulklassen der "Bertha" waren wieder dabei

Engagiert beim Müllsammeln zeigten sich nicht nur Einzelpersonen, sondern auch diesmal wieder einige Vereine und Schulklassen, wie etwa die Klasse 7R der Bertha-von-Suttner-Schule. Die Mittelstufenschüler nahmen mit ihrer Klassenlehrerin Annette Labusek an der Müllsammelaktion teil und füllten die bereitgestellten Müllsäcke fast schon in Rekordzeit. „14 Schüler sind mit Eltern und Geschwistern dabei, für samstags eine schöne Zahl, vor allem, weil die Aktion eher kurzfristig organisiert worden war“, bemerkte die Lehrerin. 
Aufgeteilt in zwei Gruppen nahmen sich die Schüler das Gebiet südlich der Schule und in der Nähe des Grünabfallplatzes vor. „Im Internet konnten wir uns ein Gebiet aussuchen, daher haben wir uns für dieses entschieden, um auch indirekt etwas für das Umfeld unserer Schule zu machen“, sagte Labusek weiter. Und die Gruppe wurde auch sofort fündig. Erster Fund war eine weggeworfene Axt.
„Da waren zum Glück keine Blutspuren dran“, scherzte Naser Vujic, der seine Tochter Semina begleitete und kräftig mit anpackte. „Eigentlich unfassbar, was die Leute hier so alles wild entsorgen. Ich komme aus der Baubranche und weiß daher auch, wie wichtig es ist, die Umwelt zu schützen und sauber zu halten.“

 „Ich finde es wichtig, etwas für die Umwelt zu tun"

Gespannt waren die Schüler auf jeden Fall, was ihnen in diesem Gebiet noch begegnen würde. „2019 haben wir ein Dach gefunden und einen Feuerlöscher. Heute bisher die Axt, Nacho-Soße und Feuchttücher“, berichtete Jule Ritter. „Ich finde es wichtig, etwas für die Umwelt zu tun. Mit unseren Freunden aus der Klasse macht es auch noch mehr Spaß.“
Am Ende kam ein sehr großer Container Müll zusammen, für Teilnehmer und Verantwortliche der Aktion ist dies Erfolg und Schrecken zugleich: Denn auf der einen Seite stand die Freude, die Umwelt von dem Abfall befreit zu haben, auf der anderen Seite jedoch auch das Entsetzen über die Mitmenschen, die diese Vielzahl an verschiedenem Unrat einfach in der Natur entsorgen. Dabei hätte noch mehr gesammelt werden können. Denn an verschiedenen Stellen war so viel Abfall und Sperrmüll entsorgt worden, dass die bereitgestellten Müllsäcke überhaupt nicht ausreichten.
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