Mittelalter-Ferienspiele im Mörfelder Museumsgarten

Kinder entdecken Buchmalerei, Burgleben und Wappenkunde

So war es im MIttelalter: Die Buchmalerei machte den Teilnehmern sichtlich Spaß. (Foto: Koch)

Mörfelden-Walldorf (ako). Besondere Ferienspiele finden derzeit im Garten hinter dem Heimatmuseum Mörfelden statt. Dort können in der letzten Ferienwoche 13 Kinder und Jugendliche Mörfelden im Mittelalter erkunden. Ein sechsköpfiges Betreuerteam, dem vier Museumspädagogen angehören, hat ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, in dem das Mittelalter von einer anderen Seite betrachtet wird.

„Das Mittelalter besteht aus sehr viel mehr als aus Kreuzzügen, Pest und Kriegen“, erläutert Museumsleiterin Claudia Battistella. Zusammen mit Jan Heartmann, Daniela Herbst, Bastian Lotz, Martin Sammt und Elea Achenbach gehört sie dem Betreuungsteam an. Die hohe Anzahl der Betreuer macht es möglich, individuell auf die Kinder und Jugendlichen und ihre Interessen einzugehen. „Langweilig gibt es bei uns nicht“, betont Battistella.

Projekt durch Bundesprogramm „Kultur macht stark!“ gefördert

Die Ferienspiele rund um das Mittelalter sind in Mörfelden eine Premiere. Jan Heartmann, Daniela Herbst und Martin Sammt bieten kontinuierlich Ferienspiele für Kinder und Jugendliche zu historischen Themen an. „Mittelalter ist ein Klassiker“, so Heartmann. Zusammen mit Herbst und Sammt sorgte er in dieser Woche für einen besonderen Hingucker, als sie zu den Ferienspielen in mittelalterlichen Kostümen kamen. Sie hätten außerdem die Römer und weitere historische Epochen im Programm. Battistella holte das Team nach Mörfelden.
Die Ferienspiele können ohne Teilnahmebeitrag angeboten werden, da das Projekt durch das Bundesprogramm „Kultur macht stark!“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert wird. „Gerade Kinder und Jugendliche sind in den letzten anderthalb Jahren zu kurz gekommen. Ich freue mich daher, dass wir mit den Ferienspielen einen Beitrag dazu leisten können, ihnen wieder Normalität sowie Spaß, Spiel und Bewegung anzubieten“, freut sich Battistella. Daniela Herbst hat eine interessante Beobachtung gemacht: „Die Stimmung unter den Kindern ist ausgesprochen entspannt.“ Allen tue es gut, wieder in der Gemeinschaft zusammenzukommen. Dies gelte für alle Altersgruppen. Auch die jüngeren Kinder würden sehr gut mit den älteren Jugendlichen klarkommen. 

Auftakt für die Programmreihe „Junges Museum“

Eine Woche lang können die Teilnehmer in die Welt des Mittelalters abtauchen. Hier lernen sie Buchmalerei, klösterliche Schreibstuben, Rittertugenden und Turniere, Essenszubereitung, das Leben auf der Burg sowie Wappen- und Waffenkunde kennen. „Es wird viel ausprobiert, selbst gemacht und nachgeforscht. Das Mittelalter war eben auch eine Welt von Kunst und Wissen und starker Veränderung – da gibt es jede Menge zu erfahren“, so Battistella. Zu oft werde das Mittelalter auf Seuchen, Kriege und grausame Foltermethoden reduziert. In Wahrheit sei das Gesamtbild deutlich komplexer. Daher würden die Teilnehmer nicht nur Spaß haben, sondern auch viel Wissen mitnehmen. Ein Höhepunkt der Ferienspiele war am Mittwoch eine Waffen- und Kostümschau. 
Die Ferienspiele über Mörfelden im Mittelalter sind der Auftakt für die Programmreihe „Junges Museum“, die von Battistella organisiert wird. „Mit dem Projekt möchte ich in erster Linie Kinder und Jugendliche für die Museumswelt begeistern.“ Innerhalb der Programmreihe sind viele Aktionen geplant. Nach den Sommerferien wird es mit der Museumswerkstatt in den Heimatmuseen Mörfelden und Walldorf ein generationenübergreifendes handwerkliches Angebot für Kinder, Jugendliche und Erwachsene geben.
Die Museumswerkstatt wird in Kooperation mit Priska Eck von der Fachstelle Altenhilfe organisiert. Von Papierschöpfen über Upcycling-Projekte sowie Laubsägen und dem Bau von Blumenpressen wird eine Menge geboten. Darüber hinaus möchte Claudia Battistella Führungen durch das Museum für Vorschulkinder und spezielle Themenführungen für Grundschulkinder und Schüler weiterführender Schulen anbieten. 

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