Marathon-Mannschaftslauf der SKV Mörfelden

75 Staffeln nahmen unter 2G-Regel teil

Anders als gewohnt wurde der traditionelle Wettbewerb der SKV Mörfelden diesmal als Marathon-Mannschaftslauf organisiert, dabei laufen die Teams mit vier Läufern gemeinsam los. (Foto: Koslowski)

Mörfelden-Walldorf (rko). Der Rockklassiker „Hells Bells“ von AC/DC dröhnt aus den Lautsprechern über das Waldstadion. Die Hard-Rock-Nummer ist der Startschuss für die 44. Marathonstaffel der SKV Mörfelden am Sonntag. 280 Läufer starten durch, sie stehen wohl ein bisschen dichter zusammen, als es ursprünglich angedacht war. Aber schnell wird die Gruppe durch die unterschiedlichen Geschwindigkeiten der Läufer auseinandergezerrt. 

Der Abteilungsleiter Leichtathletik, Hans Hormel, räumt ein, dass die Aufstellung der Sportler beim Start durchaus nicht so gestreckt war, wie gedacht. Aber er weist auch darauf hin, dass die Leichtathleten bei Weitem nicht so dicht gestanden hätten, wie es bei solchen Starts üblich sei. Trotz Corona und den hohen Inzidenzen geht im Stadion die traditionelle Marathonstaffel des SKV Mörfelden an den Start. Seit über 40 Jahren gibt es diese Laufveranstaltung am Jahresanfang. 
Die Läufer nehmen den Wettkampf gerne an. Gelöste Stimmung stellt sich im und am Stadion ein. Hier werfen sich einige noch schnell in ihre Sportkleidung, dort machen sich andere bereits warm, strecken und dehnen sich – man unterhält sich. Noch steht der überdimensionale Zeitmesser auf Null. Aber in wenigen Minuten startet der Lauf. 

Kein Staffelholz wegen Corona

Allerdings anders als gewohnt und eben heuer nicht als Staffel, sondern als Marathon-Mannschaftslauf, erklärt Elmar Sistermanns, der Sportwart für den Langlauf. Denn es wird kein Staffelholz im Stadion übergeben. Stattdessen laufen die Mannschaften mit vier Läufern gemeinsam los, legen die Strecke von 10,55 Kilometer gemeinsam zurück, ihre Zeiten werden am Ende addiert. 
Wegen Corona und des Ansteckungsrisikos könnten die Läufer nicht am Stadion im Pulk auf die Übergabe des Staffelholzes warten, erläutert Sistermanns. Der Verein habe durchaus gezweifelt, ob der Marathon überhaupt stattfinden könne, sagt er. Dies sei abhängig von den Auflagen gewesen. Wären die Hürden zu hoch gewesen, wäre die Sportveranstaltung abgesagt worden. 
Stattdessen konnte aber die Teilnehmerzahl erhöht werden. Zunächst sei nur mit 250 Startern geplant worden. Das Land Hessen habe dann die Teilnehmerzahl für Veranstaltungen im Außenbereich auf 1000 Personen erhöht, so Sistermanns. Die SKV begnügte sich aber mit maximal 300 Läufern und 75 Staffeln. Mehr Teilnehmer ließen sich unter den Corona- und Hygienebedingungen nicht organisieren. In den Zeiten vor Corona seien auch schon bis zu 200 Staffeln gestartet. 
Im vergangenen Jahr musste der Marathon ausfallen. „Wir wollten den Marathon immer durchführen, die Frage war nur, ob wir es dürfen“, schildert Sistermanns. Denn der Verein finanziere sich neben den Mitgliedergebühren über die Laufveranstaltungen. Bei dem Marathon gilt für alle Beteiligten die 2G-Regel. Am Eingang zum Stadion wird streng kontrolliert. Die Läufer und alle anderen müssen ihre Genesung oder ihre Impfung nachweisen und ihren Personalausweis vorlegen. 
Torsten Becker ist einer der Kontrolleure. „Bisher hat alles geklappt“, gibt er zufrieden Auskunft. Zwei Läufer hätten bisher keinen Ausweis vorzeigen können, sie seien aber aufgrund der Meldeliste in das Stadion gelassen worden. Bei Zuschauern werde indessen diese Ausnahme nicht gemacht. Im Eingangsbereich gilt zudem Maskenpflicht, einige Läufer tragen ihre Maske gleichwohl auch innerhalb des Stadions. Die Innenräume im Stadion sind geschlossen, beim Toilettengang sollten die Teilnehmer drauf achten, dass dort kein Gedrängel entsteht. 
„Ich glaube nicht, dass das Ansteckungsrisiko hoch ist“, sagt Sistermanns. Der Wettbewerb sei im Freien. Man müsse sich mit der Pandemie, mit dem Virus arrangieren, meint er. Mit vielen Zuschauern rechnet Sistermanns zudem ohnehin nicht. Eigentlich würden sich vielmehr die Betreuer und die Begleiter der Läufer im Stadion befinden. 

Gastgeber war mit neun Teams am Start

Der Gastgeber ist mit dem Team Mörfelden-Walldorf Triathlon gleich mit neun Mannschaften am Start. Die Stimmung ist ausgelassen, die Freude über den Laufwettbewerb groß. „Es ist viel ausgefallen“, stellt Andi Reisner fest. Er habe das Wettkampfgefühl vermisst, das sich hier wieder einstelle. Er sei froh, dass der Marathon trotz des großen Aufwandes stattfinde. Auch Julia Hormel ist begeistert von der super Stimmung und dem großen Engagement des Traditionsvereins. „Wir freuen uns alle, dass es stattfindet“, sagt sie.
Frank Albat aus Mannheim ist Fahrer und Betreuer für seine Freundin und am Ende auch Zuschauer. Es sei toll, mal wieder Wettkampfatmosphäre zu schnuppern, sagt er. Die Veranstaltung sei perfekt organisiert, er lobt die Kontrollen am Eingang, die bei solchen Veranstaltungen viel zu selten zu sehen seien. Man zeige mit dem Marathon auch, dass es wieder Dinge gebe, die normal seien. 
Zuschauer gibt es denn also tatsächlich nur wenige im Stadion. Stattdessen stehen am Streckenabschnitt am Mönchbruch unweit der Mönchbruchmühle drei Rüsselsheimer, die mit dem Fahrrad unterwegs sind, um die Läufer der LG Rüsselsheim aber auch ihre Konkurrenten anzufeuern. „Wir sind extra hier hergefahren“, sagt Constanze Mai. Auch sie findet es klasse, dass der Marathon ausgetragen werde. Im Anschluss wollen sie noch den Zieleinlauf im Stadion bejubeln. 

 

Mannschaftswertung

Mannschaft Männer: Die vier lustigen drei!: Fabian Fiedler, Lars Holder, Thomas Wittwer, Fabian Trzewik - 2:25:05. Mannschaft Damen: ASC Darmstadt: Emma Waßmer, Anke Werner, Alexandra Rechel, Nora Jägemann - 2:55:30. Mannschaft Mixed: LaufLeben Running Crew Mix: Carlo Nenast, Tobias Kaufhold, Clara Bormann, Juliane Rößler - 2:32:59. Mannschaft Senioren M40: Spiridon Frankfurt Sen 1: Christian Weber, Markus Lohnes, Hans Dietmar Jäger, Andreas Menk - 2:48:27. Sondermannschaft: LaufLeben Running Crew Mix 2: Gert-Jan Wetzelaer, Gerd-Jan Wetzelaer_a, Jean-Marie Heßler, Camilla West - 2:37:56. 

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