Hunde beenden Freibadsaison

Über 220 Vierbeiner kühlen sich mit ihren Besitzern im Waldschwimmbad ab

FÜR DEN EINEN ODER ANDEREN braucht es aber manchmal auch etwas gutes Zureden. (Foto: Postl)

 

Mörfelden-Walldorf (pos). Das sonnige Herbstwetter hätte auch gut zu einem Badetag für normale Gäste gepasst, doch am Sonntag war das Waldschwimmbad Mörfelden, genauer gesagt die Wasserbecken, nur für Hunde geöffnet. Bereits zum dritten Mal beschloss das Hundeschwimmen die Sommerbadesaison und die Resonanz war wieder einmal überzeugend. Über 220 Hunde und noch mehr Begleiter, es sollen 380 gewesen sein, kamen am Sonntag in das Waldschwimmbad.

„Wir haben acht Pfoten dabei“, zeigte ein junges Paar auf zwei freudig mit dem Schwanz wedelnden Labrador-Hunde. „Macht acht Euro“, konstatierte die Kassiererin an der Kasse und setzte einen weiteren Strich auf die Liste. Aus dem Bereich der verschiedenen Wasserbecken war bereits freudiges Hundegebell zu hören. Immer wieder klatsche es mal laut, dann folgten Rufe wie „Sandy! Ich bring dich um, wenn du das nochmal machst“. Sandy, eine agile Labrador-Hündin, verstand dies eher als Motivation. Sie sprang erneut ins Wasser um ein darin schwimmendes Spielzeug zu erhaschen, obwohl es ihr nicht gehörte, brachte es voller Freude an Land und schüttelte sich wieder kräftig. Umgebracht wurde sie aber dennoch nicht. „Ich habe ihr das beigebracht, dass sie sich nicht in der Nähe von Menschen das Wasser aus dem Fell schütteln soll, bis gestern hat es gut geklappt“, versicherte die Hundebesitzerin. Heute war Sandy so aufgebracht, dass sie alle guten Manieren vergessen hat. 

Tolle Atmosphäre, entspannte Hunde

Besser machte es da schon Merle. Sie versicherte sich am Beckenrand, ob es denn auch nicht zu tief sei und testete mit der Pfote erst einmal die Wassertemperatur. „Das Wasser ist warm, du kannst ruhig hineingehen“, meinte Frauke Fichtner. Doch Merle war noch nicht überzeugt und so ging ihr Frauchen voraus ins Wasser. Dort fühlten sich beide wieder vereint und Merle zeigte sogar kleine Kunststücke. Auf der anderen Seite des Nichtschwimmerbeckens sprangen gleich drei Vierbeiner auf einmal ins Wasser, jeder wollte als Erster am Bällchen sein und es Herrchen oder Frauchen bringen. „Neo, das gehört dir doch gar nicht“, sah eine Hundebesitzerin mögliches Unheil im Wasser aufkommen. Doch nichts passierte, die Sache wurde friedlich unter den Vierbeiner geklärt. „Das ist hier so eine tolle Atmosphäre, die Hunde sind alle total entspannt und die Menschen sind es dann auch“, beschrieb Axel Schüller seine Eindrücke. Er war mit seiner Labrador-Hündin und seiner Frau Christina hierher gekommen. Auch Holger Mischlich ließ seinem Lennox freien Lauf, ob er ins Wasser wollte, durfte der Vierbeiner selbst entscheiden. „Manchmal braucht er etwas Nachhilfe, aber wenn er einmal drin ist, dann hat er sein Vergnügen“, erklärte der Hundebesitzer. Für Buddy, dem vierbeinigen treuen Freund von Zina Berhard kostete es etwas Überwindung, in die klare Tiefe zu springen. „Der geht in jede Dreckbrühe, weil er dort die Wassertiefe nicht erkennt. Hier hat er aber erst einmal ein Problem“, sagte die Hundebesitzerin.

"Wir haben eines der schönsten Freibäder im Rhein-Main-Gebiet"

Am Ende war es wieder einmal eine ganz große Erfolgsgeschichte für Vierbeiner und ihre stolzen Besitzer. Nach dem Bad im Wasser galt es jedoch, das Fell vom Chlorwasser zu reinigen und abzutrocknen. Den Hundeschwimmbadtag nutzten aber auch Händler von Hundespielzeug und anderem Zubehör, mit dabei war sogar Tier-Physiotherapeutin Chantal Fernandez. „Können Sie nicht auch mal mich betreuen? Ich stelle mich sogar auf Hände und Füße, wenn es sein muss, mache ich auch Wuff, Wuff?“, fragte eine Besucherin mit Rückenproblemen. „Gestern war noch offizieller Menschen-Badetag mit vielen Besuchern, heute hatten die Hunde ihre Vergnügen. Ich denke, wir haben in dieser Saison wieder einmal alles richtig gemacht“, konstatierte Betriebsleiter Renato Ribic. Übrigens: Nach Angaben des Sport- und Kulturamtes wurden in diesem Sommer 119 000 Waldschwimmbad-Besucher gezählt. Zum Vergleich: Das Freibad Groß-Gerau registrierte 45 000 Besucher. „Wir haben eines der schönsten Freibäder im Rhein-Main-Gebiet“, sagt Amtsleiter Ralf Baitinger. Kein Wunder also, dass schätzungsweise etwa 65 Prozent der Besucher gar nicht aus der Doppelstadt kommen.

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