Heike Seidel-Hoffmann ist neue Pfarrerin der evangelischen Gemeinde Walldorf

Die Doppelspitze ist wieder besetzt

Die Gemeinde und die neue Pfarrerin – das passt, ist sich die Dekanin sicher: Am ersten Adventssonntag führte Birgit Schlegel (links) Heike Seidel-Hoffmann offiziell in ihr neues Amt in der evangelischen Gemeinde Walldorf ein. Foto: Koch

 

Mörfelden-Walldorf – Pfarrerin Heike Seidel-Hoffmann ist jetzt auch offiziell Pfarrerin in der evangelischen Kirchengemeinde Walldorf. Birgit Schlegel, Dekanin im Evangelischen Dekanat Groß-Gerau – Rüsselsheim, führte sie in einem Gottesdienst am ersten Adventssonntag formal in ihr neues Amt ein. Zum feierlichen Anlass waren zahlreiche Gemeindemitglieder gekommen, darunter die Pfarrer Jochen Mühl und Thomas Stelzer – Letzterer ist Heike Seidel-Hoffmanns Amtsvorgänger, sowie die Vorsitzende des Kirchenvorstands, Marion Meffert-Kreß. Für die Stadt gratulierten Bürgermeister Thomas Winkler und Erster Stadtrat Karsten Groß der neuen Pfarrerin.

Viele Gemeindemitglieder aller Generationen wirkten mit Ideen, Aktionen sowie Wort- und musikalischen Beiträgen aktiv an dem Gottesdienst mit. Die Dekanin lobte die aktive und vielfältige Kirchengemeinde in Walldorf und zeigte sich optimistisch, dass Seidel-Hoffmann gut in diese passen werde. Da die neue Pfarrerin hier bereits ihre Tätigkeit aufgenommen hat, ist sie gewissermaßen schon angekommen. Die Dekanin führte aus, dass die Pandemie zwar aktuell das Leben in der Gemeinde stark einschränke, dennoch werde Seidel-Hoffmann neue Impulse und Ideen einbringen können. Im Anschluss ging Schlegel kurz auf den Lebensweg der Pfarrerin ein, die 1962 in Offenbach geboren wurde, wo sie auch aufgewachsen ist und ihr Abitur gemacht hat. Seidel-Hoffmann war in einer zwar evangelischen, aber eher kirchenfernen Familie groß geworden. Sie fand dennoch den Weg zum Theologiestudium und wurde Pfarrerin. Hierzu hatte sie insbesondere eine Deutsch-Lehrerin ermutigt, der das rhetorische Talent der späteren Pfarrerin aufgefallen war.
Nach vielen beruflichen Stationen – unter anderem arbeitete Seidel-Hoffmann zuletzt in Frankfurt jahrelang für das Diakonische Werk in der Seelsorge für geflüchtete Menschen – steht für sie nun mit der Stelle als Gemeindepfarrerin in Walldorf eine neue Herausforderung an. Zwar sei es generell nicht leicht, in Corona-Zeiten eine neue Stelle anzutreten. Doch lasse sich aus dem christlichen Glauben stets Kraft schöpfen: „Gott ist immer bei uns“, betonte Schlegel. Sie erteilte ihren Segen und fragte die Pfarrerin öffentlich, ob sie die neue Stelle antreten wolle, was Seidel-Hoffmann laut bejahte. Anschließend tat dies ebenfalls die Gemeinde, als Schlegel diese fragte, ob sie die neue Pfarrerin in ihre Mitte aufnehmen wolle. 
In ihrer Predigt ging Seidel-Hoffmann insbesondere auf die Themen Adventszeit und die Corona-Pandemie ein. Die Adventszeit, in der sich Christen auf die nahende Ankunft des Herrn freuen, ist eigentlich eine sehr gute Zeit. Doch wird die Stimmung derzeit durch die Corona-Pandemie stark eingetrübt. Gerade jetzt, sagte Seidel-Hoffmann dazu, werde das Licht der Adventszeit mehr denn je gebraucht, müssten sich die Menschen Lichtquellen suchen.
„Die Kirche ist für mich eine Lichtquelle“, betonte die Pfarrerin. Gott gebe Kraft und ermögliche jedem Menschen, Licht und Wärme in die dunkle und kalte Welt zu bringen – und sei es in kleinem Rahmen. Hierbei erinnerte sie an Jesus Christus, der dies in ganz besonderer Weise tat und den Menschen Kraft gab.
Seidel-Hoffmann ermutigte die Gemeinde, sich zu engagieren, beispielsweise im Kampf gegen den Klimawandel oder gegen Rassismus. Zudem erinnerte sie auch an die Geschichte der Waldenser. Diese waren ebenfalls in dunkler Zeit wegen religiöser Verfolgung aus ihrer Heimat geflohen, hatten sich aber – unter anderem – in Walldorf eine neue Existenz aufgebaut und hier ihr Glück gefunden. „Lassen wir das Licht leuchten“, forderte die neue Pfarrerin die Gemeinde auf. VON ALEXANDER KOCH

 

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