Er hält regelmäßig den Arm hin

Im Einsatz um frische Blutreserven hat Berndfried Lupus eine Bestmarke aufgestellt

KAM BESONDERS HÄUFIG ZUM ADERLASS: Berndfried Lupus (links) spendete 150 Mal Blut. Bei seinem Jubiläum wurde er von Sven Tolksdorf vom DRK-Walldorf begrüßt und geehrt. (Foto: Schwappacher)

Mörfelden-Walldorf (seb). Um jemanden mit 150 Blutspenden zu finden, muss man in Hessen schon suchen. Am Ende kommen im gesamten Bundesland nur rund 80 Menschen auf diese stolze Zahl. Einer davon ist Berndfried Lupus, der für seinen unermüdlichen Einsatz beim Blutspendetermin des DRK Walldorf geehrt wurde.

„Ich habe 1967 während meiner Ausbildungszeit damit begonnen“, erzählt der Ruheständler. Damals war es ein heißer Sommer, und Lupus wusste, dass man auch in der warmen Ferienzeit dringend auf Blutspenden angewiesen ist. So werden in Deutschland unabhängig von der Jahreszeit jeden Tag rund 15 000 Spenden benötigt. Also fing Lupus damit ein, sich regelmäßig auf die Pritsche zu legen. Anfangs drei Mal pro Jahr, längst ist er bei der maximalen Anzahl von sechs Spenden in zwölf Monaten angekommen. „Mir hat das nie etwas ausgemacht“, sagte der 70-Jährige. Die Termine sind so fester Bestandteil seines Alltags. Zum Spenden fährt er nach Frankfurt, geht zum DRK Mörfelden und Walldorf. Er sei sozial eingestellt, wolle anderen helfen und etwas Sinnvolles machen, meinte er auf seine Motivation angesprochen. 

Blut verdünnt und verjüngt

„Es tut auch den Spendern gut“, ergänzte Angelika Sievers vom Blutspendedienst. Wer regelmäßig komme, reduziere das Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt. Außerdem werde das eigene Blut verdünnt und verjüngt. Jeder Besuch ist mit einem kleinen Gesundheitscheck verbunden. So wisse man immer, ob alles in Ordnung ist, sagte Angelika Sievers weiter. Um die Versorgung der Kliniken mit Blutkonserven jederzeit sicherstellen zu können, sei man besonders auf regelmäßige Spender angewiesen. Mit ihnen könne man rechnen und sie garantierten eine kontinuierliche Versorgung. Dass jemand aber auf 150 Termine komme, sei die absolute Ausnahme und etwas ganz Besonderes, unterstrich Angelika Sievers. 
Etwas Besonderes waren auch die beiden vergangenen Blutspendetermine in Walldorf. Aufgrund des Sturmschadens an der Stadthalle musste sich das Rote Kreuz nach einer Alternative umschauen. Die katholische Gemeinde Walldorf habe zum Glück das Pfarrzentrum bereitgestellt, freute sich Sven Tolksdorf vom Vorstandsteam. Dort wurde man mit offenen Armen empfangen und musste keine Saalmiete bezahlen. Für den Ortsverein war das ein Glücksgriff. Denn andere Räume kamen wegen des hohen Platzbedarfs nicht in Frage, sagte Tolksdorf.

224 Blutspender

Bei den Terminen in den vergangenen beiden Wochen kamen 224 Bürger ins Gemeindezentrum. Für Anmeldung, Spende und den anschließenden Imbiss braucht es mehrere Räume und einiges an Quadratmetern. Unter den Besuchern war auch Jörg Meffert aus Büttelborn, der seine 100. Spende absolvierte. 
Wer es den regelmäßigen Spendern nachmachen möchte, kann am 13. und 20. März im Bürgerhaus zum nächsten Termin kommen. In Walldorf geht es am 8. und 15. Mai weiter. Aktuell sieht es danach aus, als sei die Stadthalle bis dahin wieder geöffnet.

 

 

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