„Hier wird gute Arbeit geleistet“

Gut besuchtes Sommerfest der WfB – Großer Aufwand für Produktionsumstellung

UNTER SCHIRMEN: Der leichte Regen beim Sommerfest der Werkstatt für Behinderte schreckte die Besucher nicht ab. (Foto: Schwappacher)

Mörfelden-Walldorf. Immer wieder setzte leichter Regen ein, aber der Stimmung auf dem Sommerfest der Werkstatt für Behinderte tat das keinen Abbruch. Hunderte Besucher kamen in die Opelstraße, wo ein buntes Programm für einen unterhaltsamen Samstagnachmittag sorgte.

Unter den großen Schirmen blieb es auch bei Regen gemütlich, und wer hier keinen Platz mehr fand, wanderte einfach in die Cafeteria weiter. Dorthin wurde wegen des Wetters auch das Konzert des SKV-Blasorchesters verlegt. Die Band „Phunky Souls“ aus Ingelheim spielte derweil auf der kleinen überdachten Bühne im Hof. 
Gegenüber standen Helfer der Feuerwehr Mörfelden am Grill, die sich mit ihrem Einsatz bei der Werkstatt für Behinderte (WfB) revanchierte. Stehen Metallarbeiten an, wendet sich die Feuerwehr seit einigen Jahren an die Werkstatt und hilft dafür im Gegenzug beim Sommerfest.
Mit Musik, einer Vorführung der WfB-Tanzgruppe, Tombola und Schminkstand sowie Wasserspielen der Feuerwehr kam der gesellige Teil des Sommerfests nicht zu kurz. Wer sich für die Arbeit in der Werkstatt interessierte, konnte sich einer Führung anschließen. 
Ein wichtiges Produkt der WfB sind die gelben Spanngurte, mit denen am Frankfurter Flughafen die Ladung von Frachtmaschinen gesichert wird. Um diese auch in Zukunft herstellen zu können, steht eine große Produktionsumstellung an, berichtete Werkstattleiter Mike Maisack. Da es neue Sicherheitsanforderungen gibt, müssen die Gurte noch einmal zertifiziert werden. Dafür hat die WfB bereits eine neue Prüfmaschine für 100 000 Euro gekauft. Als nächstes muss eine Rückverfolgung der Produktion sichergestellt werden, erklärte Maisack. „Das ist alles ein riesiger Aufwand“. Ab 2016 gelten die neuen Anforderungen, bei der WfB möchte man aber bis Ende dieses Jahres schon dafür gerüstet sein.
„Hier wird gute und wirtschaftliche Arbeit geleistet, bei einer hohen Qualität“, freute sich der Erste Kreisbeigeordnete Walter Astheimer (Grüne). Die Arbeit helfe, das Selbstvertrauen der rund 120 Beschäftigten in der Opelstraße zu steigern. Leider sei es immer noch schwierig, die Behinderten in den regulären Arbeitsmarkt zu vermitteln. Hier müssten Politik und Wirtschaft noch mehr tun, betonte Astheimer.
Aktuell haben zehn Beschäftigte der WfB einen Außenarbeitsplatz, erklärte der Bildungsbegleiter Thomas Liesenberg, weitere seien in Aussicht. Mit Qualifizierungsprogrammen werden die Beschäftigten auf normale Arbeitsplätze im Dienstleistungs- und Betreuungsbereich sowie auf kaufmännische Arbeit vorbereitet, so Liesenberg. Zwar sei es immer noch schwierig, Firmen für eine Übernahme zu finden, in letzter Zeit laufe es aber besser als in den Jahren zuvor. 
„Die Angst der Wirtschaft nimmt ab, und die Bereitschaft, Behinderte einzustellen, nimmt zu“, betonte Mike Maisack. Das liege vor allem an einer besseren Informationspolitik der WfB. „Zuletzt haben wir wirklich sehr gute Erfahrungen gemacht“. (seb)

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