Flotte Flitzer und ruhige Segler

Über 200 Schiffsmodelle tummelten sich beim Schaufahren auf dem Badesee

SCHIFFSMODELLE standen am Sonntag beim Schaufahren auf dem Walldorfer Badesee im Mittelpunkt des Interesses. (Foto: Schwappacher)

Mörfelden-Walldorf (seb). Auf dem Badesee war am Sonntag einiges los. Jachten, Dampfer und Fischkutter wurden beim großen Schaufahren zu Wasser gelassen und drehten im Sonnenschein ihre Runden. Mehr als 200 Modelle von 20 Vereinen und zahlreichen privaten Bastlern waren zu sehen. 

 

Während es manche beim Segeln ganz ruhig angehen ließen, holten andere alles aus ihren Motoren heraus und rasten mit hundert Stundenkilometern über das Wasser. Aber auch zwischen diesen Extremen konnte man beim Schaufahren allerhand entdecken. Amphibienfahrzeuge rollten über den Sand, Transportschiffe legten an und U-Boote tauchten unter. 
Eingeladen zu dem Spektakel hatte die Schiffs-Modellbau-Arbeitsgemeinschaft Mörfelden-Walldorf, deren Vorsitzender Peter Horlacher sich über die gute Resonanz freute. Vereine und Privatleute kamen aus Luxemburg, Rheinland-Pfalz und der ganzen Region zum Badesee. Zwischen die Modellbauer mischten sich dank des Sonnenscheins auch jede Menge Besucher. 
Von der Uferböschung aus verfolgten Familien das rege Treiben auf dem Wasser, während Bastler ihre Schiffe startklar machten, fachsimpelten und die Arbeit der anderen bestaunten.
„Ich habe 1977 mit meinem Mississippi-Dampfer angefangen“, sagte Jürgen Loos auf sein Modell angesprochen. Anfangs in Naturholz gehalten, lackierte er den Dampfer schließlich originalgetreu nach dem großen Vorbild, baute eine Beleuchtung und Toneffekte ein. Zwischenzeitlich stand das Schiff auch mal im Keller, jetzt kann es aber wieder auf große Fahrt gehen. „Es ist jetzt zu 90 Prozent fertig“, meinte der Modellbaukapitän aus Kelsterbach. 
Wenn man nicht aufpasse, werde man mit seinem Schiff nie fertig, meinte Peter Horlacher lachend. Schnell zähle man jede Niete nach und setze auch noch die kleinsten Feinheiten um.
Alle zwei Stunden wurde der Badesee am Sonntag für die schnellen Rennboote freigemacht. Der Vorsitzende schätzt indes die Segelboote. „Nur mit dem Wind, das ist für mich das Allergrößte.“ Wenn die Boote entspannt übers Wasser gleiten, ist das für ihn die pure Entspannung.
Volle Konzentration ist dagegen bei den Rennbooten gefragt. Dank immer leistungsstärkerer Motoren schaffen sie locker hundert Stundenkilometer. Am Sonntag musste daher darauf geachtet werden, dass sich nicht doch ein hart gesottener Schwimmer ins Wasser wagte. Denn das kann dann schnell richtig gefährlich werden, sagte Horlacher.
Unterstützung gab es deshalb von der Interessengemeinschaft Rettungsdienst Badesee Walldorf, die alles im Blick hatte und auch für Strom zum Aufladen sorgte.
Als weiterer Kooperationspartner war der Angelsportverein an Bord. Hielt ein Akku doch nicht so lange wie gedacht, hatten die Angler ein Boot zur Bergung bereitgestellt.
Das nächste große Schaufahren ist erst in zwei Jahren geplant, kündigte der Vorsitzende an. Am Silvesternachmittag holen die Schiffsbauer aber ihre Modellautos aus der Garage und treffen sich zum gemeinsamen Jahresausklang auf der Wernertanne.

 

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