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Fleißig gestrickt und gebacken

Für den Weihnachtsbasar legen sich bei der Frauenhilfe alle mächtig ins Zeug

KREATIVITÄT GEFRAGT, Spaß garantiert: Die Kerzenzieherinnen zeigten ihre fast fertigen Wachsprodukte. (Foto: Friedrich)

Mörfelden-Walldorf. Kunsthandwerk, Handarbeiten und Leckereien nach Omas Rezept, der Besuch des Nikolaus und der süße Gesang der Kindergartenzwerge – es gab viele Gründe für einen Besuch des Weihnachtsbasars. 

Ein Renner bei der Traditionsveranstaltung der evangelischen Frauenhilfe Walldorf bleibt die Tombola, die am vergangenen Sonntag wieder reich bestückt war. Es drängten sich die Gewinner um den Warenbestand im Gemeindezentrum, der dank des „Klinkenputzens“ von Susanne Becker-Fisch zum reich gedeckten Tisch mit über 200 Preisen wurde. „Ich habe alle Geschäfte abgeklappert, und bis auf eines haben alle etwas gegeben“, sagte Susanne Becker-Fisch dankbar. 
Das Geben und Nehmen ist ein Charakteristikum des Adventsbasars. Hinter der Veranstaltung steckt tage- und wochenlanges Arbeiten. Es wird gehäkelt, gestrickt und eingekocht, genäht und gebacken. Die Einnahmen des Basars fließen wie jedes Jahr in die vielen sozialen Projekte, die von der kirchlichen Einrichtung unterstützt werden. Der evangelische Kindergarten in Walldorf, die Behindertenwerkstätte, die Diakoniestation, einzelne bedürftige Personen und mehr.
Trotz allen Glanzes beim Weihnachtsmarkt drückt der Sorgenschuh. „Wir werden immer weniger“, sagt Gunhild Blöcher, „inzwischen sind wir nur noch 16 Bezirksfrauen.“ Auch der Mitgliederstand der Passiven ist zurückgegangen. Einst waren es gut 1000 Fördermitglieder, inzwischen nur noch knapp unter 600. 
Mit der Gründung der Frauenhilfe Junior gab es den erhofften Generationenwechsel. „Leider sind wir auch nicht mehr so viele“, so die Jüngeren, die vor zwölf Jahren überwiegend von Mamas der Kindergartenkinder gegründet wurden. Trotz dieser Vorzeichen legten sich für den Basar alle tüchtig ins Zeug, selbst die Männer. Der Grill- und Glühweinstand auf dem romantisch verschneiten Kirchplatz lag fest in der Hand des starken Geschlechts, vis à vis buk der Förderverein des Kindergartens Waffeln. 
Nach intensiven Diskussionen entschieden sich die Veranstalter für einige Neuerungen: Der Basar wurde auf einen Veranstaltungstag, den publikumsstärkeren Sonntag gestutzt – dafür mit viel Programm. In der „Fundgrube“, dem Flohmarkt unterm Dach Kirche herrschte Ausverkaufsstimmung – dieser Teil des Basars ging auf diese Weise zu Ende. Die übrig gebliebenen Dinge jedes Jahr in Kartons zu verstauen war aufwendig, und das Lager im Gemeindekeller ohnehin voll. 
Obwohl die Frauenhilfe – wie viele Vereine – eine gewisse Überalterung aufweist, sind viele neue Impulse und zündende Ideen da, die übers Jahr für ein attraktives Angebot sorgen. Zum Beispiel „s’ Blättche“ , die eigene Frauenhilfezeitung, die mit den munteren Beiträgen von Donata Pötter und weiteren Schreibern gefüllt wird. Auch der vor einiger Zeit gegründete Stammtisch wird immer populärer und natürlich die Mittwochstreffen. Mal wird gemütlich mit Kaffee und Kuchen beieinander gesessen, einem Fachvortrag gelauscht, im Januar die Sternsinger empfangen oder Dekoration für die Fastnacht gebastelt. 
Oder vielleicht gar ein paar Wollsocken für den nächsten Basar in gemütlicher Runde gestrickt? Die warme Fußbekleidung war auf dem aktuellen Basar recht gefragt. Keine Frage, der Schneeeinbruch gab Kaufimpulse, warme Socken waren ebenso begehrt wie Heißgetränke in der Cafeteria. Dort war auch die süße Verlockung, selbst gebackene Kuchen und Torten, in herrlichem Überfluss zu bekommen. Viele Mitglieder hatten gespendet und so ein stattliches Büfett ermöglicht. 
Und wer war noch dabei? Mit einem Infostand war der Hospizverein vertreten, bei der Diakonie wurden Cholesterin und Blutdruck gemessen, Ulrike Gähtgens-Maier bemalte gewaltige Christbaumkugeln zugunsten der Flüchtlingsarbeit, im Eine-Welt-Laden gab es Kunsthandwerk und mehr. Zu guter Letzt schlüpfte Pfarrer Jochen Mühl ins Gewand des Nikolauses, um kleine Gäste und den Kindergartenchor zu beschenken. 

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