Das Fest, bei dem sich alle treffen

KARTOFFELN gab es beim Kerschfest in allen Variationen. (Foto: A. Keim)

Mörfelden-Walldorf. Leute treffen, babbeln, Musik hören und dazu noch lecker essen – das geht in Mörfelden kaum irgendwo besser als auf dem Kerschfest.

Wer zur „Rund um die Kersch“ geht, weiß, was ihn erwartet. Beste Hausmannskost, ein seit Jahren bewährtes Musikprogramm und die heimelige Atmosphäre eines Traditionsfestes, bei dem jeder jeden zu kennen scheint. Selbst das durchwachsene Wetter und die noch andauernden Sommerferien schmälerten kaum den Besucherstrom, den es an allen drei Tagen in den Hof des evangelischen Gemeindehauses zog.
Offiziell eröffnet wurde „Rund um die Kersch“ bereits am Donnerstagabend mit „Wort und Musik rund um die Welt“ im kleinen Gotteshaus in der Langgasse. Pfarrerin Andrea Schätzler-Weber, Kantor Stefan Küchler und die Chöre der Gemeinde hatten diesen schönen Abend gestaltet.
„Das Fest ist auf“ hieß es dann am frühen Freitagabend. Der angekündigte Regen blieb weitestgehend aus, und es dauerte nicht lange, bis freie Sitzplätze zur Mangelware wurden. Die Band „Still Young & Crispy“ unterhielt das gut aufgelegte Volk bis in die Nacht hinein mit Rock, Pop und flotten Oldies.
Nicht nur die Helfer waren schon früh am Samstag wieder auf den Beinen – auch die Erzieherinnen der benachbarten Kindertagesstätte hatten sich ins Zeug gelegt. Pünktlich um 15 Uhr begann hier das Kinderkerschfest, das unter dem Motto „Erde“ stand. Dass Erde ein weitgefasster Begriff sein kann, zeigte sich direkt nach dem Begrüßungslied, welches die Kindergartenkinder für ihre Eltern und Geschwister sangen. Im Rahmen eines kleinen Parcours durften die Kleinen etwa raten, welche Tiere denn auf der Erde wohnen, Tonfiguren basteln, Schätze im Sand suchen oder auch in verschiedenen Kisten erfühlen, was wohl Sand, Ton oder Kies sein könnte.
Währenddessen packten die Musiker des SKV-Blasorchesters schon mal ihre Instrumente aus und nahmen auf der Bühne im Gemeindehof Platz. Die ambitionierten Bläser unterhielten unter der Leitung von Petra Althaus die Festbesucher bestens mit eingängigen Melodien, bis sie schließlich am Abend den Platz freimachten für die „Flying Kerschgass Brothers“. Diese Herren wiederum rockten gut gelaunt den Hof mit diversen Klassikern der neueren Musikgeschichte.
Einige Gesichter auf der Bühne erkannte man prompt am Sonntagvormittag wieder, als das „Endgültige südhessische Ukulelenorchester“ zum Frühschoppen aufspielte. Dazu servierte die Frauenhilfe ihre berühmte Suppe direkt aus dem Kessel, sodass bei den Mörfeldern an diesem Tag die Küche zuhause kalt bleiben konnte.
Beim Festgottesdienst zu „Rund um die Kersch“ wurden dieses Mal keine neuen Konfirmanden eingeführt. Dieser Termin wurde auf einen Sonntag nach den Ferien verlegt. Dafür aber wurde das Pfarrerehepaar Barbara Schindler und Markus Buss unter großer Anteilnahme der Gemeinde gebührend verabschiedet (siehe Bericht in dieser Ausgabe). Zum Ausklang des beliebten Traditionsfestes spielte am Sonntagnachmittag der evangelische Posaunenchor, der ebenso wie die Besucher den Regenschauern trotzte.
Ein Fest in dieser Größenordnung lässt sich freilich nicht ohne eine ganze Schar von Helfern bewältigen. Rund 150 fleißige Menschen waren einmal mehr hinter den Kulissen im Einsatz. Sie schälten zentnerweise Kartoffeln, schmierten Schmalzbrote, standen hinter Pfannen und Grills, verkauften Kuchen oder schenkten Getränke aus – vom Auf- und Abbau ganz zu schweigen.
„Wegen der Sommerferien war es schwieriger als sonst, alle Stände zu besetzen. Viele Stammkräfte waren nicht da“, so Pfarrerin Andrea Schätzler-Weber. Trotzdem habe man genügend Leute gefunden, die spontan eingesprungen seien. „Viele kommen gerne jedes Jahr wieder, die Stimmung hinter den Ständen ist einfach gut“, freute sich die Pfarrerin.
Der Erlös des Kerschfests ist für Renovierungsmaßnahmen an den Gebäuden der Gemeinde bestimmt. Da die Sommerferien auch im nächsten Jahr spät liegen, wird das Kerschfest 2015 aller Voraussicht nach nicht am letzten Augustwochenende gefeiert, sondern eine Woche später. (ake)

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