Bunte Karten für Ostern

Kinder erlernen im Heimatmuseum alte Handwerkstechniken

MIT WALZEN und Linolschnitten fertigten Kinder im Walldorfer Heimatmuseum Ostergrußkarten. Zur Druckwerkstatt hatte die Arbeitsgemeinschaft für Walldorfer Geschichte eingeladen. (Foto: Schwappacher)

Mörfelden-Walldorf. Gleich mehrere Leinen, an denen bunte bedruckte Grußkarten zum Trocknen hingen, zogen sich durch das Walldorfer Heimatmuseum. Schmetterlinge, die Waldenserkirche und vor allem allerlei Ostereier und Hasen waren darauf zu sehen, denn die Arbeitsgemeinschaft für Walldorfer Geschichte (AWG) stimmte am Samstagvormittag mit ihrer Druckwerkstatt schon auf die Osterfeiertage ein. 

Das Angebot im Heimatmuseum war mehr als ein reines Bastelprogramm, wie Marga Stahlmann erklärte. Dementsprechend ging es nicht darum, möglichst viele Karten in Serie zu produzieren. Die Kinder lernten vielmehr nebenbei etwas über alte Handwerkstechniken. „Wir sind ja immerhin in einem Museum“, so Stahlmann.
Mit dabei war Ruheständler Wilhelm Jourdan, der früher bei der Frankfurter Societätsdruckerei für die Herstellung von Druckformen zuständig war. Am Samstag gab er eine kleine Einführung ins Mischen von Farben und in verschiedene Drucktechniken. Neben Tief- und Offsetdruck lernten die Kinder auch etwas über den Buchdruck. Außerdem erklärte Jourdan, was es mit den drei Grundfarben auf sich hat. 
„Ich zeige, was man alles aus Farben zaubern kann“, meinte der rührige Rentner, der auch selbst Hand anlegte und mit den Kindern gemeinsam Druckvorlagen einwalzte. Besonders beliebt war das von Helga Dusse angefertigte Motiv des Walldorfer Heimatmuseums.
„Während der Druckwerkstatt merke ich immer, wie die Zeit vergeht“, meinte Dusse, als sie den Teilnehmern über die Schulter schaute und Tipps gab. Schon seit 15 Jahren hat die AWG regelmäßig Angebote rund um alte Handwerkskünste im Programm. Und die Druckwerkstatt vor Ostern ist stets gut besucht. Neben einem offenen Termin für alle Kinder gab es auch dieses Mal wieder eine Werkstatt für Grundschulklassen. „Die freien Plätze dafür waren ruckzuck weg“, freute sich Gisela Ott über den guten Zuspruch. 
Während die Kinder am Samstag vorsichtig die Linolschnitte mit Farbe bestrichen und anschließend auf Papierkarten übertrugen, bekamen sie auch die eine oder andere Geschichte von früher erzählt.
„Ihr habt ganz schön Glück, dass ihr heute in die Schule geht“, sagte etwa Helga Dusse, nachdem sie den Kindern eine alte Schulbank gezeigt hatte. Früher habe man im Unterricht ganz still sitzen und die Hände auf den Holztisch legen müssen. Wer nicht hörte, bekam einen Schlag mit dem Stock. Auch habe der Lehrer kontrolliert, ob die Fingernägel und Ohren ordentlich sauber waren. 
Heute ist das undenkbar, entsprechend ungläubig blickten die Kinder auf die alte Schulbank und machten sich an ihren nächsten Osterdruck. (seb)

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